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Sechs Tore und drei Rote Karten

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 Als Schiedsrichter Marco Rothenfluh nach 93 Minuten den Match im St. Leonhard abpfiff, standen nur 19 Spieler auf dem Platz. Zum dritten Mal in Folge musste auch ein Spieler des Teams Freiburg frühzeitig in die Kabine. Trotzdem holte sich die Mannschaft von Trainer Philippe Perret am Ende die drei Punkte und bleibt damit im vorderen Bereich der Tabelle.

Zum Umstand, immer wieder einen Mann während des Spiels zu verlieren, sagte Perret, dass Ausschlüsse im Moment in der Gruppe 1 der 1. Liga an der Tagesordnung seien, den jungen Spielleitern fehle in den wichtigen Momenten auch etwas das Fingerspitzengefühl. Wie man dies auch sieht, über die drei Ausschlüsse musste man nicht diskutieren, die Spieler fehlten ihren Teams nicht nur in diesem heissen und kräfteraubenden Match, sondern werden ihnen zwangsläufig auch in den kommenden Partien fehlen. Und längerfristig kann man auch laut Perret nur mit Vollbestand erfolgreich sein.

Chancen für frühe Entscheidung vorhanden

 Nach gut einer Stunde Spielzeit führte der Gastgeber mit 3:1, und alles deutete zu diesem Zeitpunkt auf einen relativ einfachen Heimsieg hin. In der 11. Minute landete ein aus 20 Metern abgelenkter Weitschuss von Benoît Charrière hinter Keeper Basile Couchepin im Tor. Martignys bester Offensivspieler Ucalem Ambrosio sorgte kurze Zeit später nach einem Freistoss von Maciel Pereira für den kurzzeitigen Gleichstand, ehe die Freiburger innert kürzester Zeit mit zwei weiteren Treffern scheinbar entscheidend davonzogen. Zuerst erzielte Routinier Yannick Zaugg das viel umjubelte 2:1; der kleine Brasilianer Caio Garcia hatte seinen Mitspieler mit einem herrlichen Lupfer aus dem Fussgelenk in eine optimale Abschlussposition gebracht. In der 36. Minute musste der erst zwei Minuten zuvor eingewechselte Danick Yerly auf der Linie ein weiteres Tor mit den Händen abwehren, den fälligen Elfmeter verwertete der schlaksige Franzose Frédéric Nimani dann sicher.

Sowohl Martignys Verteidiger als auch der Schütze des 3:1 erlebten übrigens den Schlusspfiff wegen Roten Karten nicht mehr. Statt den Gegner endgültig zu demoralisieren, brachte Zaugg mit einem unglaublichen Fehlpass die Walliser nochmals ins Spiel. Doppeltorschütze Ambrosio sagte artig Dankeschön und schob den Ball am machtlosen Nicolas Horovitz vorbei zum 2:3-Anschlusstreffer ins Tor. Und weil der Heimklub eine Minute vor dem Pausenpfiff das fällige 4:2 unglücklich verpasste–Vincent Tamayo rettete auf der Linie zweimal in Folge–, wurde es im zweiten Umgang nochmals richtig heiss, und nicht nur wegen den sommerlichen Temperaturen.

 Spannung bis zum Schluss

 Trainer Philippe Perret trauerte nach dem Spiel vor allem den Minuten vor und nach der Pause nach: «Dort hatten wir genügend Möglichkeiten, den Match frühzeitig zu entscheiden; mit dem Auslassen dieser Chancen haben wir uns das Leben selber schwer gemacht.» In der Tat, nach dem Ausschluss vom Mittelverteidiger Manuel Kanté schöpfte Martigny bei Gleichstand plötzlich neuen Mut, und Goalie Horovitz musste nach einer Stunde Spielzeit sein ganzes Können beanspruchen, um den nochmaligen Ausgleich zu verhindern. Doch dann entwischte Arthur Deschenaux der aufgerückten Gästeverteidigung und schloss mit einem Flachschuss kaltblütig das 4:2. Dieses Tor war für die Nerven von Martigny-Captain Maurice Liand offensichtlich zu viel, er warf wutentbrannt dem Referee das Captainbändchen vor die Füsse und musste für dieses unsportliche Verhalten ebenfalls frühzeitig unter die Dusche.

Über das ganze Spiel gesehen war der Sieg Freiburgs sicher nicht gestohlen, Martignys Verteidigung konnte den an diesem Tag unglaublich agilen Freiburger Sturm kaum einmal in Schach halten. Trotz des zweiten Saisonsiegs bleibe ihm für die Zukunft noch viel Arbeit, bilanzierte Trainer Philippe Perret den Auftritt seiner Jungs. Vorab mit der Abwehr, die aus seiner Sicht ziemlich routiniert besetzt sei, ist der Leiter noch nicht zufrieden. Wolle man bis zum Ende der Saison in der Spitzengruppe bleiben, müsse da eine eklatante Steigerung her; und auch an die Disziplin seiner Spieler appellierte der ehemalige Xamax-Star zwangsläufig. So oder so, im Gegensatz zum letzten Jahr stehen die Pinguine nach vier gespielten Runden punktemässig viel besser da und sind weiterhin ungeschlagen.

Telegramm

Freiburg – Martigny 4:2 (3:2)

 

St. Leonhard: 308 Zuschauer.–SR Marco Rothenfluh.

Tore:11. Charrière 1:0, 21. Ambrosio 1:1, 27. Zaugg 2:1, 36. Nimani (Handspenalty) 3:1, 41. Ambrosio 3:2, 90. Deschenaux 4:2.

Team Freiburg:Horovitz; Déglise, Kanté, Bondallaz, Brülhart; Zaugg; Sdiri (76. Ndarugendamwo), Charrière, Deschenaux; Garcia (81. Uka); Nimani (76. Rodrigues).

FC Martigny-Sports :Couchepin; Gad Mpembele (32. Yerly), Liand, Tamayo, Vianin; Zambaz (54. Ndongabi); H. Mehmetaj, R. Mehmetaj, Pereira (78. De Stefano), Ambrosio; Derivaz.

Bemerkungen:Freiburg ohne Chentouf, Ninga (beide gesperrt); Martigny ohne Orsi (verletzt). Verwarnungen: Bondallaz (21.), Vianin (39.), R. Mehmetaj (85.). Rot: Yerly (35. Handsspiel auf der Linie), Kanté (64. Foulspiel als hinterster Mann), Liand (91. unsportliches Verhalten gegenüber dem Schiri).

 

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