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Secret Chiefs 3: Musikalisch real existierende Vielfalt der Stile

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Autor: pascal jäggi

Düdingen Aus der ganzen Schweiz waren sie herbeigeströmt, die Fans der Progressive-Surf-Middle-East-Jazz-Band Secret Chiefs 3. Selbst Österreicher und Deutsche fanden sich im Publikum. Dies für eine Truppe, die so viele Stile in sich vereinigt, dass sie am Montag gleich drei Sets hingelegt hat. Bekanntester Kopf der «Chiefs» ist Trey Spruance, der einst mit Mike Patton bei Mr. Bungle spielte. Um ihn herum hat sich in den vergangenen Jahren ein Kollektiv gebildet, das unter immer neuen Namen aufgetreten ist. Das rund 90-minütige Konzert im Bad Bonn war gewissermassen als Hommage an die eigene Geschichte zu verstehen.

Begonnen hat die Band mit eher coolem Surfsound, der zum Schluss in Filmsoundtrackmusik überging. Spätestens als Gitarrist und Violinist Timb Harris die Trompete auspackte, schien Clint Eastwood um die Ecke zu reiten. Ennio Morricone liess grüssen. Mit einer fulminanten Version der «Halloween»-Titelmusik schloss die Truppe den ersten Teil ab.

Progressiv bis in die Spitzen

Nach einer kurzen Pause erschien Spruance mit der Saz, einer türkischen Laute, wieder. In Mönchskutten gehüllt, entführten die «Chiefs» ihr Publikum in den Mittleren Osten und zeigten melodisch und mit grosser Fingerfertigkeit das reichhaltige kulturelle Erbe der Region auf. Doch einen Stilwechsel gab es noch und das war definitiv derjenige, auf den alle gewartet hatten. Das letzte und längste Set stand ganz im Zeichen von Progressive Rock. Unglaublich, was die Band musikalisch leistete. Genau darauf hatten die Fans gewartet und sie gaben dies auch lautstark kund.

Übermütig schlossen die Secret Chiefs 3 ihre Zugabe mit dem Auseinandernehmen des Schlagzeugs ab, angetrieben vom rasenden Publikum. Allerdings blieb alles heil, das Zerstören von Instrumenten ist schliesslich schon seit den Siebzigerjahren out.

Ein Zupfen und Hämmern

Als Vorband an diesem wilden Abend traten die beiden zwar völlig durchgeknallten, aber auch äusserst spielstarken Franzosen von Vialka auf. Ihr Stil wird mit World Punk nur unzureichend beschrieben. In knapp 30 Minuten zupfte Eric Voros wild und unglaublich schnell an seiner Gitarre herum, während Marylise Frecheville praktisch blind auf ihr Schlagzeug einhämmerte und dabei opernhafte Töne von sich gab. Einfach nur schnell, schön und stark.

Bis Montag werden im Bad Bonn auch noch die japanischen Schwergewichte Mono und die brasilianischen Stars Soulfly auftreten. Sommerflaute sieht anders aus.

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