Muntelier 15.11.2019

ARA Murten überprüft die Seeleitung

Die ARA pumpt das gereinigte Abwasser in den Murtensee.
Die Seeleitung der ARA Region Murten soll saniert werden. Derzeit laufen die Untersuchungen. Bereits bewilligt hat der ARA-Verband Kanalsanierungen und ein neues Modul für Abwasseranalysen.

An der Delegiertenversammlung der ARA Region Murten am Mittwoch informierte Verbandspräsident Markus Hug über die anstehende Sanierung der Seeleitung. Das gereinigte Abwasser der acht Mitgliedsgemeinden fliesst durch eine Druckrohrleitung in den Murtensee. Diese Leitung bleibt bei einem Um- und Ausbau der Kläranlage in Muntelier bestehen.

Laut Hug werde die Seeleitung nun genau untersucht, einige Resultate lägen bereits vor. So müssten verschiedene Dichtungen ausgewechselt werden. Nächste Woche solle – sofern es das Wetter erlaubt – der Einlauf in den See kontrolliert werden. Dazu gehen drei Taucher eines hiesigen Unternehmens in die Tiefe. Die Abklärungen werden gemäss Chefklärmeister Heinz Huser etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Sobald der Verband den Sanierungsaufwand eruiert hat, soll den Delegierten ein Sanierungskredit unterbreitet werden.

Die Delegierten genehmigten an der Versammlung vier Investitionsprojekte von insgesamt 171 000 Franken. Der Schieberersatz der Druckleitung Mont-Vully und Kanalsanierungen machen mit 140 000 Franken den grössten Posten aus. Für 11 000 Franken soll der heuer fürs Labor angeschaffte TOC-Analysator mit einem Zusatzmodul aufgerüstet werden. Dann können organischer Kohlenstoff und Stickstoff gleichzeitig gemessen werden.

Mehr Beiträge für Gemeinden

Für je 10 000 Franken werden die Modems des Alarmierungssystems ersetzt, denn die Swisscom schaltet das 2G-Netz ab, und das EDV-Betriebssystem erhält ein Update. Markus Hug betonte, dass der Verband nur noch in Anlagen investiere, die für den Betrieb unerlässlich sind oder in die neue ARA integriert werden können.

Das Budget der laufenden Rechnung 2020 sieht einen Gesamtaufwand von 1,55  Millionen Franken vor. Für die Gemeinden fallen Beiträge in der Gesamthöhe von 1,365  Millionen Franken an. Das sind gut fünf Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Delegierten winkten die laufende Rechnung einstimmig durch.