Ried bei Kerzers 25.05.2019

Arbeitszone Löwenberg ist in Planung

Für die Arbeitszone Löwenberg wünscht sich der Verband der Gemeinden des Seebezirks eine Trägerschaft, die Akteure aus dem gesamten Bezirk umfasst.

«Die Koordination zwischen den Gemeinden des Seebezirks ist eine wichtige Arbeit. Sie trägt viel zur Kohäsion und zur Zusammenarbeit bei», sagte Daniel Lehmann, Oberamtmann des Seebezirks, an der Delegiertenversammlung des Verbandes der Gemeinden des Seebezirks am Donnerstag. Lehmann präsidierte die Delegiertenversammlung. Der Zusammenhalt der Gemeinden des Bezirks habe zugenommen in den letzten Jahren, «nicht nur wegen der Arbeit des Verbandes der Gemeinden, aber sicher auch und vielleicht vor allem».

Der Murtner Stadtpräsident und Verbandspräsident Christian Brechbühl informierte die Delegierten über den Stand der Dinge in Bezug auf die kantonale strategische Arbeitszone Löwenberg: «Die Erschliessungskosten betragen rund 13  Millionen Franken.» Es ginge nun darum, eine Trägerschaft zu bilden und die Kosten aufzuteilen. «Unser Wunsch ist, dass der gesamte Bezirk mitmacht», sagte Brechbühl. «Neben Gemeinden kommen auch Private und Firmen als Träger in Frage.» Die Arbeitsgruppe mit Susanne Schwander aus Kerzers habe ausgezeichnete Arbeit geleistet.

Im Anschluss an den offiziellen Teil stellte Philippe Burgy vom Amt für Mobilität die im Seebezirk geplanten Umfahrungsstrassen in Kerzers und Salvenach vor. Die Kosten für die Umfahrung Kerzers belaufen sich laut Burgy auf 25,3 Millionen Franken. Mit einer Umfahrung vom Papiliorama zum Kreisel Richtung Ins auf der anderen Seite der Bahnschienen verspricht sich das Amt rund 5000 weniger Autos pro Tag im Dorfkern. Diese Umfahrung werde vor jener in Salvenach in die Tat umgesetzt.

Jacques Beaud von den TPF stellte den Delegierten die Zukunft des öffentlichen Verkehrs vor. Der Verkehr werde zunehmend kombinierter sein. Deshalb seien an verschiedenen Bahnhöfen Abstellplätze für Velos geplant. Hierzu bemerkte Daniel Lehmann, «dass beim Bahnhof in Murten viele Velos gestohlen werden». Parkplätze für Velos und eine kombinierte Mobilität seien gut und recht, «aber solche Angebote nützen nichts, wenn sie nicht genutzt werden, weil die Leute Angst haben, dass ihre Velos geklaut werden».

Der Ammann von Muntelier, Pascal Pörner, sagte, dass nun zwar vom Halbstundentakt die Rede sei, er in Muntelier aber leider nichts davon merke. «Ich bitte darum, diese Haltestelle zu berücksichtigen.» Jacques Beaud antwortete: «Wenn wir eine Minute früher abfahren können in Neuenburg, machen wir das sofort.»