Courtepin 08.11.2018

Courtepin orientiert über das neue Trinkwasserreglement

Am Dienstag stellten die Gemeindebehörden von Courtepin das neue Trinkwasserreglement den rund 60 anwesenden Bürgern vor. Darüber abgestimmt wird nächsten Montag.

Dieses Jahr soll es in Courtepin klappen mit dem neuen Trinkwasserreglement. Nachdem es an der letztjährigen Gemeindeversammlung auf Antrag eines Bürgers von den Traktanden gestrichen worden war, organisierten die Behörden dieses Jahr vorgängig einen Informationsanlass für die Bevölkerung.

Harmonisierung nach Fusion

Denis Hernandez, Ingenieur bei der Sinef  AG, wurde von der Gemeinde beauftragt, das Reglement zur Trinkwasserversorgung auszuarbeiten. «Das Reglement wurde von den zuständigen Ämtern in Freiburg ohne jegliche Bemerkung akzeptiert», freute sich der zuständige Gemeinderat Martin Moosmann und wies darauf hin, dass das neue Abwasserreglement noch beim Amt für Umweltschutz aufliege.

«Die neue Gemeinde Courtepin arbeitet immer noch mit den vier Reglementen der Fusionsgemeinden und muss diese nun harmonisieren und dem neuen Trinkwassergesetz von 2011 anpassen», erklärte Hernandez.

Höhere Kosten in Courtepin

Um die Unterhalts- und Betriebskosten, den Wasserkauf und eine mittelfristige Werterhaltung der Infrastruktur zu garantieren, müssen die Verbraucher angemessene Grund- und Verbrauchstaxen verrichten. Eine vom Nenndurchfluss abhängige Grundgebühr sowie eine Verbrauchsgebühr von 90  Rappen pro Kubikmeter will die Gemeinde künftig verrechnen. Das Beispiel eines Einfamilienhauses zeigte, dass die Bürger aus Bärfischen, Villarepos und Wallenried weniger für ihr Wasser bezahlen werden. Einzig in Courtepin selber dürfte die Rechnung künftig etwas höher ausfallen. Bis anhin hatten die Bürger dort vom «Micarna-Effekt» profitiert. Als grosser Wasserverbraucher bescherte das Unternehmen der Gemeinde sehr tiefe Wassergebühren.

Kein Anreiz, Wasser zu sparen

«Das neue Reglement bringt uns nicht dazu, Wasser zu sparen», bemerkte eine Bürgerin angesichts der gering ausfallenden Verbrauchsgebühr. Denis Hernandez wies darauf hin, dass das Reglement auf dem Trinkwassergesetz basiere, welches von Ökonomen und nicht von Ökologen erstellt worden sei und zum Ziel habe, die Wasserversorgung kostendeckend, aber nicht gewinnbringend zu organisieren.