11.07.2018

Drei Fragen an

Warum verschiebt der Gemeindeverband ARA Seeland Süd die Abstimmung über den Baukredit für die neue Kläranlage in Muntelier vom 25. November 2018 auf den 10. Februar 2019?

Der Gemeindeverband kommt mit den Planungsarbeiten für die neue ARA gut voran. Die Ausschreibungen für die Biofilteranlage sowie eine Ozonung mit Sandfilter sind bereits abgeschlossen. Das war notwendig, um das Volumen der neuen Anlage zu bestimmen. Bevor wir den Baukredit zur Abstimmung vorlegen, wollen wir das Projekt optimieren. Konkret betrifft das auch die Aussen- und Umgebungsgestaltung. Wir würden gerne die Fassade begrünen und eventuell eine Fotovoltaikanlage installieren. Die dafür notwendigen Abklärungen erfordern Zeit. Zudem wäre es eher schwer, solche Punkte im Projekt abzuändern, wenn die Abstimmung bereits erfolgt wäre.

Nutzt der Verband den Zeitgewinn, um alternative Standorte abseits des Murtensees zu prüfen?

Nein, am geplanten Standort in Muntelier ändert sich nichts. Der Entscheid für Muntelier wurde bereits vor einigen Jahren gefällt und der Standort für gut befunden, nicht zuletzt auch aus raumplanerischer Sicht. Damals prüften wir auch andere Standorte.

Alle Verbandsgemeinden, ausser Muntelier, sprachen sich an ihren Gemeindeversammlungen für eine Finanzierung des Projektes über den Verband aus. Welche Folgen hat dieses eine Nein?

Muntelier ist weiterhin Mitglied des ARA-Verbandes und an den demokratischen Entscheid der anderen Gemeinden gebunden. Bis auf Muntelier stimmten alle Gemeindeversammlungen dafür, dass sich der Verband für die neue Kläranlage verschulden soll und nicht jede Gemeinde einzeln. Derzeit führt der ARA-Verband Gespräche mit Finanzinstituten. Die Prüfung und der Vergleich der Kreditofferten brauchen Zeit, da wir als Verbandsvorstand eine Milizorganisation sind.

jmw

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