Galmiz 23.05.2019

Galmiz mit guter Finanzlage

In diesem Jahr wurden in Galmiz elf Kinder eingeschult. Im Schulhaus wird der Platz knapp.
Ein Überschuss in der Rechnung 2018 und eine Pro-Kopf-Verschuldung von netto 76 Franken: Die Gemeinde Galmiz steht finanziell gut da, führt aber Fusionsverhandlungen mit Murten.

Die Rechnung 2018 der Gemeinde Galmiz schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 147 180 Franken bei einem Aufwand von fast 2,4  Millionen Franken. Budgetiert war ein Überschuss von 329 Franken. Gemeindekassierin Beatrice Wacker führte dieses Ergebnis auf Rückzahlungen von Schulgeldern, Minderausgaben für die Strassen und Mehreinnahmen bei den Steuern zurück, wie sie vor gut 30 Bürgerinnen und Bürgern an der Gemeindeversammlung vom Dienstagabend ausführte. Dies betrifft allerdings nicht die Einkommenssteuern, die ein Minus von 77 000 Franken aufweisen. «Wir waren da viel zu optimistisch», sagte sie. Netto hat Galmiz im vergangenen Jahr 607 000 Franken investiert. «Wir konnten diese Investitionen mit eigenen Mitteln finanzieren», fügte Wacker bei und wies darauf hin, dass Galmiz mit einer Nettoschuld pro Einwohner von 76 Franken gut dastehe. Nach dem positiven Bericht von Heinz Ruf­fieux, dem Präsidenten der Finanzkommission, wurde die Rechnung einstimmig genehmigt.

Fusionsverhandlungen laufen

Nach Auskunft von Gemeindeammann Thomas Wyssa haben Galmiz und Gempenach die Fusionsverhandlungen mit Murten fortgesetzt. «Wir konnten an der letzten Sitzung unsere Anliegen einbringen», betonte er. Nun werde Murten diese aufarbeiten. Die nächste Sitzung finde Ende Juli statt. Bereits in der Einladung zur Gemeindeversammlung hielt Wyssa fest, dass Galmiz bald über 700 Einwohner zählen werde und dass sich zeigen werde, ob 2019 ein historisches Jahr werde, «falls die Bürger im Sommer entscheiden, die Fu­sionsverhandlungen mit Murten weiterzuführen und einer Fusion zustimmen».

Neue Wasserleitung notwendig

Seit einiger Zeit hat Galmiz Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Wegen eines Lecks in der Leitung geht sehr viel Trinkwasser verloren. Die Gemeinde ist gegenwärtig an eine Notwasserleitung angeschlossen. Wie Gemeinderätin Gerda Baeriswyl berichtete, konnte das Leck geortet werden. Es müsse sich zwischen den Reservoirs und der alten Bernstrasse befinden. Statt das Leck zu flicken, habe man beschlossen, dort eine neue Leitung zu bauen und gleichzeitig die Schieber in einem Reservoir zu ersetzen. Dank neuer Bohrtechnik müsse die mit dem Bau beauftragte Firma keine grossen Gräben ausheben. Die Kosten schätzte sie auf rund 100 000 Franken, wofür sie im Dezember einen Nachtragskredit beantragen werde.

Im Schulhaus wird es eng

Gemeinderätin Fabienne Merz teilte mit, dass in diesem Jahr elf Kinder in Galmiz eingeschult werden. «Das Schulhaus stösst langsam an seine Grenzen», sagte sie, freute sich aber, dass in der Basisstufe noch alle Kinder in Galmiz zur Schule gehen können. «Nächstes Jahr werden wir sehen», meinte sie und informierte gleichzeitig darüber, dass in Galmiz ein Kinderchor entstanden sei, der Männerchor seine Aktivität aber eingestellt habe. Gemeinderat Christoph Hildenbrand rief die Bürger auf, künftig Baugesuche nur noch elektronisch einzureichen, wie es der Staat verlange.

Zahlen und Fakten

Feldschiessen See 2020 ist in Galmiz

Das Feldschiessen des See- bezirks findet nächstes Jahr in Galmiz statt. Grossrat Markus Ith informierte an der Gemeindeversammlung über das Ereignis der ersten Juniwoche 2020, «das zu einem grossen Fest für die ganze Bevölkerung werden soll». Dann werde auch das 125-Jahr-Jubiläum des Schützenbunds See gefeiert. Ith rief die Einwohner auf, sich für die etwa 800 Helfereinsätze zu melden.

az
«Das Schulhaus stösst langsam an seine Grenzen.»

Fabienne Merz

Gemeinderätin Galmiz