Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Sein Handy steht nie still

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Als das Handy geklingelt habe und die Nummer des Managers von Team Canada, Sean Burke, auf dem Display aufgeleuchtet sei, habe er den Anruf erst gar nicht beantworten wollen, sagt Christian Dubé. «Ich konnte mir denken, was passiert war.» Der Worst Case aus Sicht Gottérons traf ein. David Desharnais, zusammen mit Killian Mottet und Ryan Gunderson einer der besten Skorer der Freiburger, verletzte sich im ersten Spiel der Kanadier am Spengler-Cup gegen die Tschechen aus Trinec. Von einem Puck hart an der Hand getroffen, wurde der Center bereits operiert. Bis zu acht Wochen müssen die Freiburger auf Desharnais verzichten und damit just in der Phase, in der die Entscheidung um eine Playoff-Qualifikation fallen wird.

Boychuk am Spengler-Cup

Dass ein Spieler vom Format von Desharnais zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht eins zu eins ersetzt werden kann, versteht sich von selbst. Mit Zach Boychuk nahm Dubé aber am Freitagabend noch während seines Kurzaufenthalts in seiner kanadischen Heimat einen fünften Ausländer bis Ende Saison unter Vertrag. Der 30-jährige Kanadier mit der Referenz von 127 NHL-Spielen für Carolina, Pittsburg und Nashville holte im Frühling mit dem SCB den Meistertitel (30 Spiele, 5 Tore, 9 Assists), war in dieser Saison aber bis jetzt noch ohne Arbeitgeber.

«Zurzeit sind nicht viele Spieler verfügbar. Boychuk kennt die Liga und ist in Form. Zudem kann er als Center und als Flügel auflaufen», erklärt Dubé seine Wahl. Bereits vor zwei Monaten sei er gefragt worden, ob er Interesse an Boychuk habe. «Damals hatte ich aber keine Verwendung für ihn.» Jetzt dafür umso mehr. Noch allerdings ist der Kanadier nicht in Freiburg eingetroffen. Gestern spielte Boychuk mit dem Team Canada im Halbfinal des Spengler-Cups. «Die Verantwortlichen hatten ihn bereits aufgeboten, als ich ihn verpflichtet habe», sagt Dubé. Statt Training mit Gottéron hiess es für Boychuk also erste Spielpraxis der Saison sammeln. Ob der 178  Zentimeter grosse Kanadier am Donnerstag im Heimspiel gegen den EVZ sein Debüt für die Freiburger geben kann, ist also noch nicht ganz sicher. «Man weiss nie, wie lange es mit den Arbeitsbewilligungen dauert, zudem ist es ein internationaler Transfer», gibt Dubé zu bedenken – und das erst noch über die Feiertage.

Brodin als fünfter Ausländer?

Es ist nur eine von vielen offenen Fragen, die den Trainer und Sportchef dieser Tage umtreiben. Noch gibt es im Hinblick auf die nächste Saison diverse Personalentscheide zu treffen. Da ist zuerst einmal der Name des vierten Ausländers. Während die «Berner Zeitung» eine Meldung des Online-Portals Watson bestätigte, wonach Center Chris DiDomenico von den SCL  Tigers zu Gottéron wechseln werde, dementierte Dubé dies am letzten Freitag (siehe FN vom 28. Dezember) per Textnachricht. Auch gestern wollte er einzig einräumen, dass er Interesse am Kanadier habe. «Eine Offerte habe ich ihm aber nicht unterbreitet.»

Es ist jedoch davon auszugehen, dass das alles nur Taktik von Dubé ist, zumal er gestern zu verstehen gab, dass er nun klarer sehe, ob er für die vierte Ausländerposition neben Verteidiger Gunderson, Flügel Viktor Stalberg und Center Deshar­nais einen zweiten Mittelstürmer oder Flügel suche. Die Tendenz gehe in Richtung Center.Dazu passt, dass er Flügelstürmer Daniel Brodin – der Vertrag des Schweden läuft aus – mitgeteilt hat, dass er noch nicht wisse, in welche Richtung es gehe, dem Journalisten gegenüber jedoch offenbarte, dass er nächste Saison gerne fünf Ausländer haben würde, wenn es das Budget zulasse, und in diesem Fall Brodin durchaus eine Option sei – natürlich unter dem Vorbehalt, dass der Schwede diese Rolle auch akzeptiere.

Verantwortung für Schmid

Auch im Schweizer Kader gibt es noch den einen oder anderen Entscheid zu fällen. So laufen die Verträge der Stürmer Flavio Schmutz, Tristan Vauclair und Adrien Lauper aus. Obwohl Dubé sagt, dass die Zukunft noch bei allen drei offen sei, lässt sich aus seinen Worten heraushören, dass Vauclair wohl die besten Chancen auf einen Verbleib hat. Für Center Schmutz dürfte es jedenfalls eng werden, da Dubé erklärt: «Ich will Sandro Schmid eine Chance geben. Wenn er von der U20-WM zurückkommt, wird er Center der vierten Linie. Ich will ihm mehr Verantwortung übergeben.»

Trainerfrage kann warten

Weiterhin eine Option für die Defensive ist der frühere Freiburger Elite-Junior David Aebischer, der wie Schmid zurzeit mit der U20-Nationalmannschaft die WM in Tschechien bestreitet und bis Ende Saison für Gatineau in der kanadischen Juniorenliga spielt. «Zuletzt war der Kontakt mit David etwas weniger intensiv, aber das wird sich bald wieder ändern», lässt sich Dubé zitieren.

Und schliesslich ist da ja noch die nicht ganz unwichtige Trainerfrage, die es in naher Zukunft zu klären geben wird. Ein Thema, das Dubé aktuell in den Hintergrund gestellt hat. «Damit beschäftige ich mich nach der Saison.» Und somit im neuen Jahr, das für Dubé fürwahr nicht weniger intensiv als das sich dem Ende zuneigende werden wird.

Vorschau

Dubé bündelt die Kräfte

Das neue Jahr beginnt für Gottéron happig mit drei Spielen innert vier Tagen. Den Auftakt macht die Heimpartie vom Donnerstag gegen Leader Zug, ehe es am Freitag nach Lugano geht und am Sonntag zu Hause die SCL Tigers warten. «Seit zwei Monaten versuchen wir uns hinaufzuarbeiten, solche kapitalen Spiele sind nichts Neues für uns», meint Christian Dubé, der ohne die verletzten Marco Forrer, Matthias Rossi, David Desharnais und Flavio Schmutz auskommen muss, die allesamt noch wochenlang fehlen werden. Zudem fehlt Sandro Schmid (U20-WM). Er werde die besten Kräfte in den zwei ersten Offensiv-Linien bündeln, «die fähig sind zu skoren. Und mit Walser sowie Marchon ist auch die dritte Linie okay», hält Dubé fest. «Wir bringen alles mit, um auch so gute Resultate erzielen zu können.»

fs

National League. Donnerstag: ZSC Lions – SCL Tigers (15.45). Bern – Biel (19.45). Davos – Lakers (19.45). Gottéron – Zug (19.45). Lausanne – Ambri (19.45). Rangliste: 1. Zug 29/56. 2. ZSC 31/56. 3. Servette 32/56. 4. Davos 29/53. 5. Lausanne 31/48. 6. Biel 31/47. 7. SCL Tigers 30/44. 8. Bern 31/41. 9. Ambri 31/41. 10. Gottéron 30/40. 11. Lugano 32/37. 12. Lakers 31/33.

Gegner vom Donnerstag

Fakten zum EV Zug

• Die Zuger sind in Form. Sechs der letzten sieben Spiele konnten sie gewinnen.

• Mit im Schnitt 3,31 Toren pro Spiel stellt der EVZ die produktivste Offensive.

• Gregory Hofmann ist mit 18  Treffern in 29 Partien der beste Torschütze der Liga.

• Mit 25 Skorerpunkten ist Raphael Diaz der zweitproduktivste Back der Liga.

• Von den letzten sieben Spielen in Freiburg haben die Zuger sechs gewonnen.

• Das erste Saisonduell mit Gottéron ging verloren (0:4).

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema