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Sein Wort hatte Gewicht

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Als Markus Bapst 1999 als Grossrat vereidigt wurde, war er in der Mitte der Legislatur für Hubert Rudaz nachgerutscht, der zurückgetreten war. Er konnte sich so in die Aufgaben des Kantonsparlaments hineinarbeiten und wurde später vier Mal wiedergewählt, zwei Mal sogar als Bestgewählter seines Bezirks.

Aus dieser Erfahrung heraus hat auch Markus Bapst beschlossen, in der Mitte der Legislatur gemeinsam mit Thomas Rauber als Grossrat zurückzutreten. So können die beiden nachrückenden CVPler Markus Julmy und Esther Schwaller-Merkle erste Erfahrungen im Ratsbetrieb sammeln und zu den Wahlen 2021 als Bisherige antreten.

Kein politisches Amt mehr

Nachdem der Unternehmer schon aus dem Gemeinderat Düdingen zurückgetreten war, wird er per Ende Jahr zudem das Kopräsidium der kantonalen CVP abgeben, und er wird die Partei auch nicht als alleiniger Präsident weiterführen. «Was politische Ämter betrifft, werde ich einen Schlussstrich ziehen», sagt der 58-Jährige.

Als die CVP Sense Bapsts Rücktritt vor zweieinhalb Wochen bekannt gab, gab sie keinen Grund für diesen Schritt an. Die 20 Jahre Amtsdauer sind Begründung genug. Wie lange Bapsts Anfänge im Grossen Rat zurückliegen, zeigt sich an zwei Gepflogenheiten aus jener Zeit: Damals fanden noch vier Sessionen jährlich zu je zwei Wochen statt, und es wurde per Handzeichen abgestimmt.

Die grossen Dossiers

Weil zu Beginn der Ratsbetrieb noch nicht elektronisch erfasst wurde, kann Bapst seine Aktivitäten als Parlamentarier nicht vollständig in Zahlen festhalten. Was er weiss, ist Folgendes: Seit 2007 hat er 44  parlamentarische Instrumente eingereicht, davon wurden vier abgelehnt, zwei zurückgezogen, und drei sind als politische Hinterlassenschaft noch in Beratung.

Markus Bapst ist von Haus aus Biologe und gründete 1991 mit einem Kulturingenieur ein Büro für Umweltschutz, Verfahrenstechnik und Analytik. Es berät Behörden, Industriebetriebe, Privatpersonen und Planungsbüros in Umweltfragen.

Entsprechend hat sich Bapst im Kantonsparlament immer wieder mit Umweltpolitik, Raumplanung und Energiefragen beschäftigt. Auch die Finanzpolitik und in den letzten sechs Jahren die Gesundheitspolitik waren von ihm bevorzugte Themengebiete.

Massgeblich in Erinnerung bleibt Bapst das Präsidium der parlamentarischen Kommission bei der Gesamtrevision des Bau- und Raumplanungsgesetzes mit zum Teil harten Fronten innerhalb des Parlaments.

Als Präsident der Kommission für auswärtige Angelegenheiten leitete Bapst auch die interparlamentarische Kommission der Westschweiz. Dabei habe eine wichtige institutionelle Debatte rund um den Föderalismus stattgefunden, sagt er im Rückblick.

Er sei seines Wissens der einzige Deutschschweizer Präsident dieser Kommission gewesen und habe gar Interviews in der NZZ und im «Echo der Zeit» gegeben, betont Bapst.

Die Reflexion über das Wesen und das Funktionieren des Staats fand bei Markus Bapst bereits in der Kindheit statt. Beide Elternteile brachten CVP-Werte aus ihren Elternhäusern mit: Die Mutter war bäuerlich-konservativ geprägt, während der Vater zu Hause das Kleingewerbe- und Kleinbauernmilieu kennenlernte und daher das soziale Element verteidigte. «Bei uns zu Hause fanden zum Teil hitzige Debatten am Mittagstisch statt. Es ging in den 70er-Jahren um die Einführung der Milchkontingentierung», so Bapst.

«Man muss zu den Institutionen Sorge tragen. Ich beobachte eine gewisse Erosion.» Nicht nur erwähnt er eine Polarisierung, die auch den Stil des Freiburger Parlaments präge, er ärgert sich auch darüber, dass das Büro des Rats eine von ihm verfasste Spitalmotion gar nie vorgelegt habe.

Bapst spricht sich für einen Staat aus, der auf Anreize statt auf Verbote setzt, wie das beim Energiegesetz umgesetzt wurde. Es gebe aber auch Verbote, die nicht genügend durchgesetzt würden, etwa beim Gewässerschutz. «Regeln müssen vernünftig, pragmatisch, kontrollier- und umsetzbar bleiben», ist seine Überzeugung.

Die grosse Karriere blieb aus

Markus Bapst sagt, es habe Momente gegeben, wo er politisch Karriere hätte machen können. So zum Beispiel als Kandidat für den Nationalrat, oder als er als Nachfolger für Beat Vonlanthen im Staatsrat im Gespräch war. Er blieb aber im Kantonsparlament, wo er bei der Arbeit hinter den Kulissen am meisten Erfüllung fand.

«Ich habe von verschiedenen Leuten gehört, sie bedauerten, dass ich als Grossrat zurücktrete. Das ist gut so.»

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