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Seit 75 Jahren trifft Plasselb ins Schwarze

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Die Schützengesellschaft Plasselb ist vor 75 Jahren gegründet worden. Doch schon vorher hat es Plasselber gegeben, die ins Schwarze getroffen haben. Aus dem Vereinsarchiv geht hervor, dass die Plasselber und die St. Silvestner Schützen früher in Giffers geschossen haben, weil sie keinen eigenen Stand hatten. Dort ist auch nachzulesen, dass dies nicht immer reibungslos ging. Als deshalb Giffers in den 1940er- Jahren darüber nachdachte, den Schützenstand zu verlegen und zu erneuern, war das für die Plasselber die Gelegenheit, sich selbstständig zu machen.

Abseits vom Dorf

Initiant Anton Seewer brachte seine Idee an der Gemeindeversammlung 1945 vor und erreichte die Zustimmung der Bürger. Schon fünf Tage später, am 2. Dezember 1945, fand die Gründungsversammlung mit 36 Schützen statt. Es war gewiss nicht einfach, direkt nach dem Krieg das Geld für einen Schiessstand aufzutreiben. Zwölf Sitzungen hielt der neue Vorstand mit Präsident Anton Seewer ab. Vor allem der Standort wurde immer wie-der diskutiert, bis man sich schliesslich auf den heutigen Platz an der Falli-Hölli-Strasse am Fusse des Schwybergs einigte. Der Bau der Schiessanlage kostete 15 880 Franken.

«Damals wurde die Entfernung zum Dorf kritisiert», sagt Heinrich Rüffieux. «Später war man froh, dass die Anlage dort gebaut wurde.» Heinrich Rüffieux war zwar in den ersten Vereinsjahren nicht dabei, doch hat er die letzten gut 50 Jahre nicht nur miterlebt, sondern auch mitgestaltet. Er ist als 19-jähriger Jungschütze nach dem Gewinn der Jahresmeisterschaft in den Verein eingetreten und wurde gleich an seiner ersten Generalversammlung zum Sekretär gewählt. Vier Jahre später wurde er Präsident – und übt dieses Amt nun seit 47 Jahren aus.

Erfolge liessen auf sich warten

So eifrig die Schützen beim Bau des Schiessstands waren, so haperte es in den Folgejahren ab und zu an ihrer Disziplin. Im Archiv ist nachzulesen, dass der Vorstand an den Feldschiessen-Sonntagen jeweils nach der Messe die Schützen anhielt und aufforderte, ihre Schiesspflicht zu absolvieren. So glänzte die junge Gesellschaft in den Anfangsjahren denn auch nicht mit guten Resultaten. Ab Mitte der 1950er-Jahren ging es aber aufwärts.

1965 wurde erstmals ein Plasselber, Marcel Andrey, in Ueberstorf Sensler Schützenkönig. Wie es in der Festschrift zum 50-Jahr-Jubiläum heisst, war er ein Ausnahmekönner. Seine Erfolge bewirkten, dass viele Jungschützen ihm nacheiferten. «In den 1970er-Jahren erlebte der Verein eine richtige Blütezeit. Den Schwung, den Marcel brachte, behielten wir noch viele Jahre», erinnert sich Heinrich Rüffieux.

Drei Feldschiessen

So zählte der Verein 1978 125 Mitglieder, und am Feldschiessen im Jahr 1979 nahmen 132 Schützen teil. An diesem Feldschiessen war Plasselb zwar Gastgeber, wich aber mangels geeignetem Standort nach Plaffeien aus. Dieses Feldschiessen bleibt Heinrich Rüffieux in bester Erinnerung: Er war OK-Präsident und wurde Schützenkönig.

Auch das Feldschiessen 1985 ist ein sportliches Glanzlicht in der Vereinsgeschichte. Marcel Neuhaus erreichte die Höchstpunktzahl 72. Die Brüder Gilbert und Gabriel Egger kamen auf 71 Punkte, und Guy-Noël Rauber schaffte 70 Punkte. Bisher gewann der Verein die Wanderfahne 10 Mal und kam 18 Mal in die Ehrenkategorie. Um den Nachwuchs zu sichern, sind von Anfang an regelmässige Jungschützenkurse durchgeführt worden.

Das zweite Mal war Plasselb 1997 Gastgeber des Feldschiessens und letztmals 2011. Zweimal hat Plasselb in seiner Geschichte die kantonale Schützenversammlung durchgeführt, und einmal waren die Schützen-Veteranen Gast. Ab 1959 organisierte der Verein jährlich ein Freundschaftsschiessen mit der Sektion St. Silvester. Seit 2002 ist auch die Schützengesellschaft Giffers-Tentlingen dabei.

«In all den Jahren hatte ich nie Probleme, Leute zu finden, die mich bei der Organisation von Anlässen unterstützt haben», sagt Heinrich Rüffieux, der auch 31 Jahre im Bezirksverband aktiv war. Er habe stets auf aktive Vorstands- und Aktivmitglieder zählen dürfen. Vom guten Verhältnis im Vorstand zeugen auch die vielen Ehrenmitgliedschaften für Leute, die mindestens 15 Jahre ein Amt innehatten.

Neues Schützenhaus

Ende der 1980er-Jahre begannen die Diskussionen über den Neubau des Schützenhauses. Im Sommer 1988 wurden Strom- und Wasserleitungen gezogen. An der Generalversammlung im gleichen Jahr genehmigten die Mitglieder den Neubau einstimmig. Noch im gleichen Jahr, am 17. November, erfolgte der Spatenstich, und bereits im Frühjahr 1989 war die Anlage in Betrieb. Der Neubau kostete rund 300 000 Franken; die 84 Schützen leisteten 4690 Frondienststunden.

Heute zählt die Schützengesellschaft Plasselb 37 Aktivmitglieder. Die Jahresmeisterschaft wird jeweils von rund 25 Schützinnen und Schützen bestritten, und am Freundschaftsschiessen sind etwa 30 dabei. Die Schützen nehmen regelmässig an Meisterschaften in der Region und an Wettbewerben in der ganzen Schweiz teil. «Mindestens ein Schützenfest in einem anderen Kanton haben wir immer besucht», sagt Heinrich Rüffieux. Das Jubiläumsfest konnte der Verein wegen der Covid-Pandemie nur zum Teil durchführen (siehe Kasten).

Jubiläum

Fahnenweihe ist verschoben

Die Schützengesellschaft Plasselb wollte ihr 75-jähriges Bestehen mit zwei Anlässen feiern. Am 3. Oktober fand das Jubiläumsschiessen mit 177 Schützinnen und Schützen aus dem Bezirk statt. Die zweite Veranstaltung wäre die Fahnenweihe vom kommenden Samstag gewesen. Die alte Fahne ist immer noch jene erste Fahne, die am 28. Oktober 1956 geweiht worden ist. Dank der Unterstützung vieler privater Gönner brachte der Verein die 15 000 Franken für die neue Fahne zusammen. Angesichts der jüngsten Corona-Entwicklung hat der Vorstand den Anlass aber abgesagt. Die neue Fahne, deren Aussehen noch streng geheim ist, muss nun bis nächstes Jahr in ihrer Hülle warten: Die Weihe soll 2021 nachgeholt werden.

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