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Seit 80 Jahren in bestem Einvernehmen

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Seit 80 Jahren in bestem Einvernehmen

Unterer Euschels: Genossenschafter und Hirtenfamilie feiern

Seit 80 Jahren bewirtschaftet die Familie Bapst aus Oberschrot für die Alpgenossenschaft Wünnewil die Alp Unterer Euschels. Alpbesitzer und Hirtenfamilie feierten am Samstag diese treue Zusammenarbeit.

Von ANTON JUNGO

Felix Bapst, der dieses Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, ging im Frühling 1924 zum ersten Mal als Hirt auf dem Unteren Euschels «z Bäärg». «Mit seiner Mutter und einigen Geschwistern haben sie die Verantwortung für die Sömmerung von 70 bis 80 Gusti unserer Alpgenossenschaft übernommen», zitierte Markus Perler, Präsident der Genossenschaft, aus dem Protokollbuch. Nach der Heirat 1930 betreute das Ehepaar Felix und Agnes Bapst-Raemy den Unteren Euschels während 53 Jahren. Heute führt – in der dritten Generation – das Ehepaar Max und Irène Bapst-Piller die Hirtschaft.

Stets gutes Einvernehmen

Um das gute Einvernehmen mit der Hirtenfamilie Bapst gebührend zu feiern, hat die Alpgenossenschaft die Genossenschafter, die Nachkommen der Familie Bapst und die Viehbesitzer zu einer gemütlichen Zusammenkunft eingeladen. Bergmeister Hans Freiburghaus konnte über 100 Gäste zum Fest begrüssen. Bergmeister und Genossenschaftspräsident wiesen darauf hin, dass die Familien Bapst in den vergangenen acht Jahrzehnten die Alp und die Tiere zur vollsten Zufriedenheit aller betreut haben.

Zuverlässige Bewirtschafter

«Saubere und wohlgenährte Tiere, gut unterhaltene Weiden, Wege und Plätze waren und sind für die Familien Bapst immer selbstverständlich», erklärte Markus Perler. Ein solches Engagement sei nur durch die Liebe zu den Bergen, durch Ausdauer und Schaffenskraft möglich. Jeden Sommer müssen rund zwei Kilometer Zaun erstellt und rund 20 Prozent der 1000 Zaunpfähle ersetzt werden.

Hans Freiburghaus überreichte der jetzigen Hirtenfamilie, die den Unteren Euschels auch schon wieder das zwanzigste Jahr betreut, ein Geschenk. Diese revanchierte sich mit köstlichen Meringues und Nidla zum Dessert.

Herzliche Gastfreundschaft

Besonders hervorgehoben wurde die grosse Gastfreundschaft der Familie Bapst. Davon profitieren nicht nur die Genossenschafter und die «Gustipuure», sondern auch die zahlreichen Wanderer und die Jäger, die während der Hochjagd in der Alphütte Unterschlupf finden.

In besonderer Erinnerung bleibt Agnes Bapst-Raemy, nicht nur wegen ihrer Herzlichkeit, sondern auch wegen ihres guten Gedächtnisses. Sie nahm sich Zeit für einen Gedankenaustausch und kannte die Namen aller Kinder der Genossenschafter. Mit den Totenbildchen an der Wand der Alpstube hielt sie die Verstorbenen in Erinnerung.

Alpleben verändert sich

Markus Perler wies darauf hin, dass die Genossenschaft immer wieder versucht hat, der Hirtenfamilie das Leben auf dem Unteren Euschels zu erleichtern. Die Alphütte wurde sowohl im Wohnbereich wie in den Stallungen mit technischen Hilfsmitteln ausgerüstet. So wurden die Küche erneuert und sanitäre Einrichtungen erstellt. Mit Sonnenkollektoren wird Strom für Licht in Küche und Zimmern produziert. Ein Aggregat ermöglicht das elektrische Melken. 1999 wurde das Dach saniert und der Stall neu gebaut. Im Zuge der Veränderungen in der Alpbewirtschaftung wurden dieses Frühjahr die Ställe für die Mutterkuhhaltung eingerichtet.

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