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Seit Samstag ist Göttin Fortuna eine «Düdingerin»

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Seit Samstag ist Göttin Fortuna eine «Düdingerin»

Fussball 1. Liga – Die Sensler gewannen das Startspiel in Naters

Zur Pause führten die Düdinger in ihrem ersten Spiel in der 1. Liga bereits mit 3:1. Doch in der zweiten Halbzeit legten die Oberwalliser zu und brachten die Verteidigung der Freiburger arg in Bedrängnis. Höhepunkt war ein von Hüter Spicher gehaltener Elfmeter in der Nachspielzeit.

Von MARKUS RUDAZ

Der SC Düdingen wird langsam unheimlich. Die Saison als Aufsteiger begann nämlich wie die alte geendet hatte: mit einem Sieg. Und dies trotz einer langen Liste der Abwesenden. Erfrischend, wie die jungen Spieler aufspielten und sofort Verantwortung übernehmen konnten. Die ersten zwanzig Minuten gehörten den Gastgebern, die aktiver wirkten und auch wirbliger. Düdingen schien etwas nervös und dadurch verkrampft. Wirkliche Torchancen blieben jedoch aus. Doch allmählich fand sich auch das Waeber-Team zurecht, und es dauerte nicht lange, bis sie erstmals jubeln konnten: Lavorato schlenzte einen Rückpass Fasels entschlossen ins Tor (23.). Doch die Freude über diesen Treffer währte nur gerade vier Minuten. Da liess M. Frutiger Vogelsang aussteigen und schoss am machtlosen Spicher vorbei. Aber wiederum nur zwei Minuten später bekamen die Zuschauer das Tor des Abends zu sehen: Aus fast 30 Metern zog Stulz beherzt los, und der Ball flog zentimetergenau ins Lattenkreuz – unhaltbar für Hüter Hänni. Dieses Tor schockte die Gastgeber. Und noch vor dem Pausenpfiff erhöhte Schneuwly – allerdings aus stark offsideverdächtiger Position gestartet – das dritte Tor.

Logischerweise mussten die Einheimischen in der zweiten Halbzeit alles nach vorne werfen. Dies eröffnete den Senslern einige Kontermöglichkeiten. Vorerst erzielte jedoch Pechoucek mittels Foulpenalty – Libero Spicher hatte ihn im Strafraum zurückgehalten – den Anschlusstreffer. Damit war die Aufholjagd so richtig lanciert. Vorerst waren es jedoch die Düdinger, die von den zumeist etwas ungestüm vorgetragenen Angriffsbemühungen der jungen Naterser profitierten. Doch im Abschluss fehlte nun plötzlich irgendwie der letzte Zwick, vielleicht auch die Kraft. Mehrmals wurden so aus guten Positionen nur harmlose Schüsschen abgegeben. Und die Sensler verpassten es, so vorzeitig alles klar zu machen. Die letzten fünf Minuten wurden denn auch noch überaus turbulent. Zuerst war da die 87. Minute, als praktisch sämtliche Feldspieler im Strafraum der Düdinger standen und Naterser Spieler dreimal den Ball eigentlich nur noch einzuschieben brauchten, irgendwie jedoch immer noch ein Fuss oder dann Hüter Spicher im Weg standen.

Damit nicht genug der Dramatik: In der Nachspielzeit grätschte Hüter Reto Spicher in die Beine des besten Natersers Luyet. Peterik trat den Penalty – Spicher wehrte ab! Die Walliser Fans trauten ihren Augen nicht, und Düdingen feierte den Saisonstart.
Naters – Düdingen 2:3 (1:3)

Stapfen. 250 Zuschauer. SR: Dejan Starovlah. Tore: 23. Lavorato 0:1; 27. M. Frutiger 1:1; 29. Stulz 1:2; 39. Schneuwly 1:3; 53. Pechoucek 2:3 (Foulpen.).
FC Naters: Hänni; Lochmatter; Zurwerra, Pichel, Imhasly (54. Ricci); Ch. Frutiger, M. Frutiger (88. Burgener), Sieber (46. Brun), Pechoucek, Luyet; Peterik.
SC Düdingen: R. Spicher; D. Spicher; Kaltenrieder, Vogelsang; Lavorato (90. Schumacher), Rudhani (66. Gerhardt), Giroud, Fasel (74. Krähenbühl), Favre; Stulz, Schneuwly.
Bemerkungen: Düdingen ohne Henchoz (Ausland), Brügger, Bertschy, Simic (alle Ferien) sowie ohne die verletzten Bartels und Wohlhauser. – Naters ohne Zurbriggen, Henzen, M. Fux (alle verletzt) sowie ohne die abwesenden Dugic, Perren, Varonier und F. Fux.
Das verschmitzte Lächeln

Nach dem Spiel sah man einen hoch zufriedenen Düdinger Trainer Jean-Claude Waeber – mit verschmitztem Lächeln: «Ja, diese letzten fünf Minuten waren wirklich unglaublich!» Aber für Waeber war der Sieg nicht gestohlen: «Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. In den zweiten fünfundvierzig Minuten kamen wir etwas in Bedrängnis. Mit etwas mehr Kaltblütigkeit im Abschluss hätten wir dieses Spiel aber eigentlich bereits früher entscheiden können.» Nicht so Waebers Antipode Roger Meichtry: «Wir haben das Spiel zwar gut begonnen. Nach dem zweiten Gegentreffer verloren wir jedoch völlig den Faden. Erst in der letzten Viertelstunde konnte ich doch noch sehen, dass sich mein Team gegen die drohende Niederlage auflehnte.» Er war enttäuscht, dass seine wenigen erfahrenen Spieler kaum Akzente setzen konnten. «Wir haben Düdingen so stark erwartet, denn wer die 2. Liga Inter so dominiert, der kann sicherlich auch in der 1. Liga bestehen», stellte er den Senslern in Aussicht. mr

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