Tafers 10.06.2017

Auf einen Spaziergang mit den Bienchen

Sechs Schilder mit Informationen über Bienen bilden einen Weg rund um das Pflegeheim Maggenberg.
Der Imkerverein des Sensebezirks weiht am Sonntag seinen neuen Lehrpfad «Bienen und Trachtpflanzen» neben dem Pflegeheim Maggenberg ein. Damit feiert er sein 150-Jahr-Jubiläum.

Das Pflegeheim Maggenberg ist umgeben von Wald, Wiesen und Blumen. Die reichhaltige Flora ist es, die den Imkerverein des Sensebezirks dazu bewogen hat, seinen Bienen- und Trachtpflanzenlehrpfad direkt neben dem Pflege­heim zu realisieren. Sechs Schilder mit verschiedenen Informationen über Bienen, deren Bedrohung oder auch den Imkerverein selbst bilden einen Weg rund ums Pflegeheim.

Der Weg beginnt beim Garten des Heims, der vor Blumen und Farben überquillt. «Viele davon sind Trachtpflanzen – Pflanzen, die Nektar erzeugen und darum Honigbienen anziehen», erklärt die Präsidentin des Imkervereins Franziska Ruprecht. Durch die reiche Bepflanzung würden auch Wildbienen und andere Insekten angelockt. Der Garten selbst gehört schon lange zum Inventar des Pflegeheims – der lehrreiche Pfad ist neu. «Vor drei Jahren entstand die Idee dazu. Wir wollten zu unserem 150-Jahr-Jubiläum etwas Besonderes machen.» Der Maggenberg sei ein viel besuchter, zentraler Ort und der Imkerverein froh, dort mit seinem Bienenpfad Gastrecht geniessen zu dürfen.

Die Biene und der Mensch

«Jede der Tafeln hat ein Grundthema», erklärt Franziska Ruprecht. Da aber nicht alle Informationen auf ein Schild passen, findet sich oben auf der Tafel noch ein QR-Code für weitere Informationen. Der Unterhalt gestalte sich nicht sehr aufwendig: «Den Unterhalt übernimmt der Imkerverein. Zehn Jahre lang sollte der Pfad halten, alle zwei, drei Jahre muss man vielleicht ein bisschen was streichen.»

Weil sich das Gelände beim Pflegeheim und Spital befindet, ist der Bienen- und Trachtpflanzenlehrpfad auch rollstuhlgängig und bietet somit den Heimbewohnern eine willkommene Abwechslung. Er ergänzt ausserdem den Demenzgarten, der momentan gerade am Entstehen ist. Etwaige Bienen würden keine Gefahr darstellen für die Seniorinnen und Senioren, sagt Ruprecht. «Wir siedeln ja im Garten nicht ein Bienenvolk an, sondern bieten Informationen zu den Tieren.» Im November folge dann in der Nähe des Waldes hinter dem Pflegeheim ein Wildbienenhotel. Auch hier legt der Imkerverein Wert darauf, dass Mensch und Insekt gut aneinander vorbeikommen: «Das Wildbienenhotel ist deshalb etwas abgelegen.»

Der Lehrpfad ist eines der Projekte, mit denen der Imkerverein des Sensebezirks seinen 150. Geburtstag feiert. Ein anderes ist etwa die Bienen-Ausstellung im Sensler Museum oder die Kurse für Schulklassen, die der Verein in diesem Rahmen angeboten hat.

Sauerbrut

Neuer Fall der Bienenkrankheit in Düdingen

Ende April, Anfang Mai wurden im Sensebezirk fünf Fälle der hochansteckenden und zu bekämpfenden Bienenkrankheit Sauerbrut entdeckt (die FN berichteten). Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen errichtete daraufhin zwei Sperrzonen mit einem Radius von einem Kilometer: eine in Düdingen und eine in Oberschrot/Plaffeien. Wie Kantonstierarzt Grégoire Seitert auf Nachfrage erklärte, ist in der Zwischenzeit ein weiterer Bienenstand in der Sperrzone Düdingen positiv getestet worden. Die Tiere wurden vernichtet, ihre Behausungen und die Gerätschaften desinfiziert.

rsa