Plasselb 28.11.2018

Bienen – unsere Helden

Eine Biene sammelt Nektar.
Die Bienen sind wichtig für Mensch und Natur. Die Plasselber Klasse 7/8H stellt die kleinen, fleissigen Tierchen näher vor.

In einem Volk leben 25 000 bis 40 000 Bienen. Eine Biene sammelt jeden Tag ungefähr 500 Milligramm Nek­tar. Bis zu fünf Jahren lebt die Bienenkönigin, aber ab ihrem dritten Lebensjahr wird sie schwächer. Wenn die Bienen im Frühling merken, dass ihre Königin sehr schwach wird, bringen sie diese dazu, auszuschwärmen. Das bedeutet, dass sie den Bienenstock und ihr Volk verlässt. Einige der treuen Gefährten folgen ihrem Oberhaupt. Sie versammeln sich meistens in der Nähe ihres Bienenhäuschens in einem Baum. Nun nimmt der Imker einen speziellen Sack und schüttelt den Ast mit der Traube, damit der Schwarm reinfällt. Wenn die Königin in der Kiste ist, kommen die anderen Bienen nach.

«Wenn die Biene schlüpft, putzt sie die ersten vier Tage den Bienenstock.»
 

Daraus zieht der Imker ein neues Volk. Am wichtigsten ist die Königin, die für das Eierlegen da ist. Dafür fliegt sie zum Drohnenplatz und wird begattet. Das macht sie ein Mal oder auch mehrmals hintereinander. Wenn sie wieder zum Stock zurückkehrt, kann sie pro Tag 100 bis 1500 Eier legen. Die Drohnen sind die männlichen Bienen. Sie sind für die Begattung der Königin verantwortlich. Die Arbeiterinnen sind weiblich und sammeln Nektar.

Die Biene und ihre Aufgaben

Aus einem befruchteten Ei entsteht eine Rundmade. Wenn diese sich zu strecken beginnt, wird sie zur Streckmade. Anschliessend verpuppt sie sich und schlüpft dann: die Königin nach dem sechzehnten und die Arbeiterinnen nach dem einundzwanzigsten Tag. Wenn die Biene schlüpft, putzt sie die ersten vier Tage den Bienenstock. Vom fünften bis zum elften Tag pflegt die Ammenbiene die Larven. Die Baubiene erneuert vom zwölften bis zum achtzehnten Tag die Zellen. Vom neunzehnten bis zum einundzwanzigsten Tag wacht die Wächterbiene vor dem Stock. Die Sammelbiene sammelt vom zweiundzwanzigsten bis zum dreissigsten Tag Nektar. Es kann aber auch sein, dass die Königin je nach Bedarf im Stock bestimmt, dass die Baubienen schon früher auf Nek­tarsuche gehen müssen.

Im Sommer leben die Bienen zwei bis sechs Wochen lang. Wenn es viel Nektar hat, dann fliegen sie früher aus und leben weniger lang. Die Bienen arbeiten das ganze Leben lang und sterben meist vor Erschöpfung. Daher auch der Spruch «Fleissig wie eine Biene». Im Winter leben sie vier bis fünf Monate. Sie ernähren sich von Nektar und Pollen. Die Biene hat zwei Mägen: einen für das Produzieren von Honig und den anderen für die eigene Ernährung.

Am Tag fliegt die Biene etwa zehn Mal aus, wobei es auf die Strecke ankommt: Ist der Arbeitsweg kurz, kann sie häufiger ausfliegen, ist er länger, fliegt sie seltener aus. Die Bienen können nicht fliegen, wenn es regnet, sonst werden sie von den Tropfen erschlagen: Für die kleinen Tierchen ist ein Regentropfen sehr gross. In den Sommerwochen, wenn die Bauern im Flachland heuen, kommt es vor, dass die Bienen wenig Nahrung finden. Aus diesem Grund essen sie ihren ganzen Vorrat und müssen zum Beispiel mit Futterwaben gefüttert werden. Ansonsten würden sie verhungern.

Der hakenbewehrte Stachel

Die Bienen finden Nektar durch den Duft und die Farben. Rot ist jedoch eine Farbe, die sie nicht erkennen können. Wenn eine Biene viel Nektar gefunden hat, geht sie zurück zum Stock und macht den sogenannten «Schwänzeltanz»: Er zeigt den anderen Bienen den Flugweg zum Nektar.

Am Stachel haben die Bienen einen Widerhaken. Das ist der Grund, warum sich der Stachel nach einem Stich in der menschlichen Haut verfängt. Das Tierchen möchte den Stachel wieder herausziehen, reisst sich dabei aber das gesamte Hinterteil heraus. Auch Bienen haben Feinde, wie zum Beispiel die Wespe, die Varroamilbe, den Menschen und den Beutekäfer. Letzterer ist noch nicht bis zu uns gelangt. In anderen Ländern treibt er aber bereits sein Unwesen. Die aus Südostasien eingeschleppte Varroamilbe terrorisiert die Bienen seit den Siebzigern. Sie ist für die Bienen wie die Zecke für die Menschen. Für uns ist diese Milbe nur ein kleines Pünktchen, aber für die Biene ist sie so gross wie ein Tennisball. Der lästige Parasit saugt der Biene das Blut aus dem ­Körper. Wenn die Varroamilbe die Biene sticht, überträgt sie Krankheiten, welche die Biene stark schädigen. Die Imker ­behandeln ihre Schützlinge gegen die Milbe mit Ameisensäure.