St. Ursen 09.11.2018

CVP Sense sagt zweimal Nein und einmal Ja zu aktuellen Vorlagen

Die CVP Sense hat an ihrer Herbstversammlung über die Abstimmungen vom 25. November sowie die nationalen Wahlen vom nächsten Jahr diskutiert.

«Die heutige Versammlung ist speziell, denn zum ersten Mal in über zwanzig Jahren werden wir unsere Statuten ändern», sagte Präsident Laurent Baeriswyl zu Beginn der Herbstversammlung der CVP Sense am Mittwochabend in St. Ursen. «Unsere Statuten entsprechen nicht mehr der gelebten Realität. Eine Arbeitsgruppe hat sie überarbeitet.» Das schien ganz im Sinne der 45 Anwesenden zu sein – sie nahmen die Änderungen einstimmig an.

Parolen gefasst

Die CVP Sense fasste zudem die Parolen für die Abstimmungen vom 25. November. Einstimmig Nein sagte sie zur Hornkuh- und Selbstbestimmungsinitiative. Zu Letzterer ergriff Ständerat Beat Vonlanthen leidenschaftlich das Wort; er ist im Gegenkomitee tätig. «Wird die Initiative angenommen, muss die Schweiz zahlreiche internationale Verträge künden und steht total im Abseits», warnte er. Die CVP müsse ein klares Zeichen dagegen setzen. Seine Parteikollegen applaudierten, die Abstimmung war Formsache.

Nicht ganz einig waren sich die Sensler CVP-Mitglieder bei der Abstimmung über das Bundesgesetz, das die Observation von Sozialversicherungsbezügern erlauben soll. Versicherungsfachmann und Grossrat Bruno Boschung aus Wünnewil beteuerte, Versicherungen setzten Observationen nur im Einzelfall und als letztes Mittel ein. Diese erlaubten wichtige Einsparungen. Marco Gnos aus Ueberstorf vermochte er damit nicht zu überzeugen: «Ich finde es problematisch, dass Versicherungen die Überwachung selbst anordnen können, ohne richterlichen Beschluss.» Sieben vor allem jüngere CVP-Mitglieder stimmten Nein zur Vorlage – entgegen der Meinung der Kantonal- und Landespartei. Die Mehrheit, nämlich 37  Anwesende, sagten jedoch Ja.

Zum Schluss der Herbstversammlung informierte Markus Bapst, Vizepräsident der kantonalen CVP, über die Vorbereitung zu den nationalen Wahlen im kommenden Jahr. Kandidatennamen stehen noch keine fest – ausser jene von Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach und Ständerat Beat Vonlanthen, die wieder antreten. Für die Kandidaturen gilt ein neuer Verteilschlüssel: Nicht ein Kandidat pro Bezirk wird aufgestellt wie bisher. «Die Kandidaten werden nach Regionen aufgeteilt», erklärte Bapst. Eine solche Region sei Deutsch-Freiburg mit Sense- und Seebezirk sowie der Stadt. Die Nominationsversammlung finde im Frühling statt. «Wir haben keinen Zeitdruck, es ist besser, die Listen sind gut vorbereitet», sagte er.

Er verriet aber: Bruno Boschung ist Kandidat für eine Kandidatur. Und die Düdingerin Sara Lenherr will auf einer Jung-CVP-Liste kandidieren.