Düdingen 08.09.2017

CVP Sense stimmt für Rentenreform

Die CVP Sense ist der Meinung, dass in der Altersvorsorge endlich etwas getan werden muss. Der Erfolg der Rentenreform sei für die Schweizer Gesellschaft bitter nötig.

«Seit 20 Jahren stockt die Reform der Altersvorsorge. Es wird Zeit, diese voranzubringen», betonte der Luzerner CVP-Ständerat Konrad Graber am Mittwochabend an der Herbstversammlung der CVP Sense in Düdingen. Auf die Schweiz kämen demografische, wirtschaftliche, aber auch gesellschaftliche Herausforderungen zu, weshalb reagiert werden müsse, bevor es zu spät sei, sagte Graber.

Zum einen müsse die AHV generationengerecht gesichert werden, damit die jüngeren Beitragszahler in Zukunft auch noch ihre Renten erhalten. Zum anderen müsse die soziale Verantwortung wahrgenommen werden, «damit einkommensschwache Personen, Teilzeitbeschäftigte und Ehepaare von einer gerechteren Rente profitieren können», so Graber.

Urs Schwaller, ehemaliger Freiburger Ständerat, stimmte Graber zu, dass die Schweiz es sich nicht mehr leisten könne, nichts zu unternehmen. «Diejenigen, die schlecht über die AHV-Reform sprechen, sind selbst gar nicht auf die AHV angewiesen», so Schwaller. Graber ergänzte, dass beide Vorlagen – sowohl die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer als auch die Reformvorlage Altersvorsorge 2020 – gemeinsam angenommen werden müssten, damit die AHV auch wirklich gerettet werden könne. Zu beiden Vorlagen fassten die Delegierten der CVP Sense die Ja-Parole: dies bei 38 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Ja zur Ernährungssicherheit

Bezüglich der Vorlage zur sogenannten Ernährungssicherheit, die am 24. September ebenfalls zur Abstimmung kommt, sprach sich Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach für ein Ja aus. Die Reform unterstütze auf Verfassungsebene nicht nur die Landwirte und Nahrungsmittelproduzenten, sondern gebe auch den Konsumenten ein Mitspracherecht zur Ernährungssicherheit. Die Delegierten beschlossen mit 36 Ja-Stimmen und einer Gegenstimme die Ja-Parole; drei Personen enthielten sich.

Boschungs Halbzeitbilanz

Bruno Boschung erzählte von seiner Arbeit als Grossratspräsident in den vergangenen Monaten. «Ich durfte an vielen schönen Anlässen teilnehmen. Doch gibt es meist feine Apérohäppchen, denen ich nun zwei Kilogramm mehr auf den Hüften verdanke», sagte Boschung mit einem lauten Lachen. Seinen Vorsatz, die Sessionen abwechselnd auf Deutsch und Französisch abzuhalten, habe er eingehalten. Auch den Vorsatz der Auflockerung wolle er weiterhin verfolgen: «Vor der nächsten Session werden wir alle zusammen ein Lied singen.»