Düdingen 09.01.2019

Das Neujahrskonzert feiert sein Jubiläum

Armin Haymoz, Präsident von Düdingen Tourismus: «Wir freuen uns auf einen fulminanten Start ins Jahr 2019.»
Düdingen in Festlaune: Zum 20. Mal findet am Wochenende das Neujahrskonzert statt. Das Interesse daran ist nach wie vor gross.

Die 1500 Tickets für die Jubiläumsausgabe des Neujahrskonzerts im Podium Düdingen gingen sprichwörtlich weg wie warme Weggli. «Am 31. Oktober haben wir den Verkauf bei einem Online- Tickethändler lanciert. Am gleichen Tag waren die Billette bereits restlos ausverkauft», sagt Veranstalter Armin Haymoz, Präsident von Düdingen Tourismus. Der Online-Verkauf war eine Premiere. «Es ist praktischer, und anders als zuvor hat so jeder die Möglichkeit, die gewünschten oder noch vorhandenen Plätze zu reservieren.»

160 Musiker auf der Bühne

Haymoz amtet seit zwei Jahren als Präsident von Düdingen Tourismus: Das Neujahrskonzert am 12. und 13. Januar organisiert er zum ersten Mal, und dies erst noch im Jubiläumsjahr. «Auf dem Programm steht traditionell leichte Klassik. Das soll auch bei dieser Ausgabe nicht anders sein.»

Um das Jubiläum zu feiern, haben sich die Veranstalter etwas Besonderes ausgedacht: Zwei Chöre und ein Vokalensemble werden dieses Jahr das Orchester und die Solisten unterstützen. «Es werden insgesamt 160 Personen auf der Bühne stehen», freut sich der 62-Jährige. Zum ersten Mal setzen die Organisatoren beim Orchester auf Regionalität: Verpflichtet haben sie das 40-köpfige semiprofessionelle Orchester der Opéra des Champs aus Bulle unter der Leitung von Olivier Murith. Diesem ist ein Chor angegliedert, ein Ad-hoc-Ensemble aus erfahrenen Sängerinnen und Gesangsstudenten aus Lau­sanne. Liebhaber von grossen Chorwerken werden sich besonders über die Auftritte des Choeur Faller freuen: Mit über 70 Mitgliedern gilt er als einer der grossen Oratorienchöre von Lausanne. Ebenfalls beim Konzert mitwirken wird das preisgekrönte Ensemble Vocal Utopie. Als Solisten treten dieses Jahr die Mezzosopranistin Véronique Rossier, die Sopranistin Joelle Delley Zhao und Tenor Jean Miannay auf. «Wir freuen uns auf einen fulminanten Start ins Jahr 2019», sagt Haymoz.

Wie in den Vorjahren findet das Konzert drei Mal statt: am Samstagabend, am Sonntagmorgen und am Sonntagabend. «Die Tickets für Sonntagabend waren am schnellsten ausverkauft.» Dann wird nämlich Initiant Jean-Pierre Vuarnoz geehrt. Er rief den Anlass vor 20 Jahren ins Leben und organisierte das Konzert bis 2013, nach ihm war bis 2017 Manfred Wälchli verantwortlich. Das Neujahrskonzert erfreut sich immer grösserer Beliebtheit in der Region. Wegen der grossen Nachfrage organisierten die Veranstalter bereits ab 2002 zwei und seit 2007 sogar drei Konzerte. Und das Interesse steigt weiter, wie der rekordschnelle Ticketverkauf in diesem Jahr beweist. «Wir überlegen uns, ab 2020 vier Konzerte durchzuführen», so Haymoz. Für den Anlass steht aktuell ein Budget von 128 000 Franken zur Verfügung; finanziert wird er durch den Ticketverkauf, Beiträge der Agglo und der Loterie Romande sowie durch Sponsoring.

Ein Hauch von Glamour

Das Konzert ist aus dem Düdinger Kulturleben nicht mehr wegzudenken und getreu dem Motto «Sehen und gesehen werden» eines der gesellschaftlichen Highlights der Region. Es sei auch immer Prominenz im Publikum. «Der Staatsrat, die Stände- und Nationalräte werden jedes Jahr eingeladen.» Und auf der Bühne standen schon Opernstars wie Noëmi Nadelmann.

Bei Champagner und einem Apéro riche begegnen sich die festlich gekleideten Zuschauerinnen und Zuschauer in elegantem Rahmen im Kultur­lokal Podium. Das Düdinger Neujahrskonzert als kleine Schwester der berühmten Neujahrskonzerte von Wien bis Zürich: «Ein bisschen Glamour soll es schon haben.»

Programm

Mit Opern und Operetten ins 2019

Am Neujahrskonzert Düdingen vom 12. und 13. Januar stehen dieses Jahr berühmte Werke auf dem Programm: Arien aus den Opern «Carmen» von Georges Bizet oder «Don Giovanni» von Wolfgang Amadeus Mozart. Auch Auszüge aus Operetten begleiten das Publikum ins neue Jahr, so Arien aus Jacques Offenbachs «La Périchole» oder Otto Nicolais «Die lustigen Weiber von Windsor».

ea