31.07.2020

Den Kita-Alltag erleichtern

Elia Aerschmann an einem Gespräch im letzten Jahr. Bild: Alain Wicht/a
Den hektischen Kita Alltag durch eine effizientere Kommunikation zwischen Eltern und Kitaleitern vereinfachen: Das will ein Start-up von Elia Aerschmann erreichen.

Eltern, die am Abend ihre Kinder von der Kita abholen und nach dem Tagesablauf des eigenen Kindes fragen: Da kann es schon einmal vorkommen, dass die Kitamitarbeitenden 20 Mal die gleichen Fragen beantworten müssen. Etwa was und wie viel das Kind zu Mittag gegessen hat.

Mit dreiKollegen hat der Sensler Unihockeyspieler Elia Aerschmann darum im letzten April das Unternehmen Simple Visor gegründet, welches darauf abzielt, den allabendlichen Informationsaustausch zwischen Kitaleitenden und Eltern zu vereinfachen. «Wir haben gemerkt, dass auch in Kitas viel zu viel Zeit für das Ausfüllen von lästigen Protokollen verschwendet wird», sagt Aersch­mann. Diese Zeit fehle bei der Betreuung der Kinder. Aber auch am Abend, wenn die Eltern ihre Kinder wieder abholten, gehe wertvolle Zeit für das Rekapitulieren des Tagesablaufes drauf. «Tiefgründige Gespräche mit den Eltern werden erschwert, obwohl sie sehr wichtig sind, um den Anliegen der Eltern gerecht zu werden.» Aerschmann hat seinen Zivildienst in einer Kita absolviert und kennt die Problematik.

Individuelle Software

Mittels einer eigens entwickelten Software, in der alle wichtigen Informationen eines Kitatags eingetragen werden, will das Start-up den Kitaalltag revolutionieren. Die Eltern haben Einsicht in diese Informationen und bekommen eine Übersicht über den Tagesablauf ihres Kindes. So müssen sie diesen nicht am Abend von der Kitaleitung erfragen. Dies entlastet auch die Kitaleiter. Bereits nutzen mehrere Kitas die einfach zu bedienende Software, die stets optimiert und auf die Kundenbedürfnisse angepasst wird. Momentan fokussiert sich das Start-up auf die Deutschschweiz; Aersch­mann kann sich aber vorstellen, in Zukunft vermehrt auch Kitas in der französischen Schweiz anzusprechen.

Die Idee für ein Start-up im Bereich der Kinderbetreuung kam Aerschmann nicht ohne Grund: Einer seiner Teamkollegen kam regelmässig zu spät ins Unihockeytraining, weil er unter anderem bei der Arbeit in einer Kita von Eltern aufgehalten worden war. So entstand vor etwa drei Jahren eine erste Idee, die sich beim gemeinsamen Einlaufen im Training immer weiter konkretisierte und schliesslich zur Gründung von Simple Visor führte.