Flamatt 08.06.2019

«Es ist eine Wertschätzung gegenüber Flamatt»

Die Freiburger Etappe der Tour de Suisse startet am 17. Juni in Flamatt. «Das ist eine besondere Ehre für uns», so Syndic Andreas Freiburghaus. Die Organisatoren freuen sich über das Velofest und auf den Besuch von Bundesrätin Viola Amherd.

«Zum dritten Mal kommt die Tour de Suisse in den Sensebezirk», sagte Nicolas Bürgisser, OK-Präsident des Etappenorts Flamatt und Grossrat, gestern an der Pressekonferenz in Murten. 2007 war Schwarzsee das Ziel, 2015 war es Düdingen. In diesem Jahr ist in Flamatt der Start der dritten Tour-de-Suisse-Etappe.

Andreas Freiburghaus, Ammann der Gemeinde Wünnewil-Flamatt, freut sich, dass Flamatt Teil der Tour ist. «Es ist eine Wertschätzung gegenüber Flamatt, einem Grenzort im Sensebezirk und im Kanton Freiburg.» Die Gemeinde könne der Schweiz bei dieser Gelegenheit zeigen, dass sie auch noch anderes zu bieten habe als das unschöne Autobahn­viadukt. So habe Wünnewil-Flamatt unter anderem auch gute Arbeitgeber und ein schönes Naherholungsgebiet.

Er sei überzeugt, dass der Grossanlass viele Velosportfans im Dorf anspreche – auch wenn er an einem normalen Arbeitstag stattfinde. Er selbst beschreibt sich als «Hobby­velofahrer». Auch Gemeinderat René Schneuwly hofft, dass viele Leute am Strassenrand mitjubeln. Er sitzt als Gemeindevertreter im Organisationskomitee für den Start Flamatt. Die Schüler von Flamatt sind in das Programm eingebunden: Sie werden am Velofest gemeinsam ein paar Lieder als Chor zum Besten geben. «Und wenn die Tour de Suisse Wünnewil durchquert, stehen die Schüler der Primar- und Orientierungsschule an der Strasse bereit, um die Radfahrer anzufeuern», sagte Schneuwly auf Anfrage.

Einen derart grossen Anlass mitorganisieren zu dürfen, sei für ihn eine Premiere. «Es war eindrücklich und interessant zu sehen, was es alles für so eine Veranstaltung braucht», sagte Schneuwly. Als Gemeindevertreter habe er besonders die Administration und Koordination der lokalen Feuerwehr und des Werkhofs übernommen. «Wir haben wirklich gute Männer um uns, die tatkräftig mithelfen werden. Die Zusammenarbeit hat bisher sehr gut funktioniert.»

Bevor um 13 Uhr der offizielle Start stattfindet, organisiert der Gewerbeverband Sense zudem ein VIP- und KMU-Apéro. Der Gewerbeverein Wünnewil-Flamatt nimmt den Tag ebenfalls zum Anlass, sein alljährliches Gewerbeapéro durchzuführen. Der Gewerbeverband Sense hat prominente Namen auf der Gästeliste: Unter anderem hat das Organisationskomitee die neu gewählte Walliser Bundesrätin Viola Amherd, Chefin des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, eingeladen. Sie wird in Flamatt den Startschuss der dritten Etappe geben. Auch das komplette Team des HC Gottéron wird mit dem Velo anreisen.

Eine Mini-Alpe-d’Huez

Die Freiburger Etappe entstand auf Initiative der Co-Präsidenten Nicolas Bürgisser und Manfred Raemy. Sie hätten schon früh bei der Gestaltung der Route mitreden können und hätten sich deshalb auch sehr gefreut, dass ein Grossteil der Strecke durch den Sensebezirk führe, sagte Manfred Raemy, Oberamtmann des Sensebezirks.

Nicolas Bürgisser wies darauf hin, dass es zwischen Oberschrot und Brünisried eine Bergpreiswertung gibt. «Mehrere Hundert Schüler der OS Plaffeien werden am Streckenrand stehen, die Velofahrer anfeuern und eine Mini-­Alpe-­d’Huez schaffen.» Die Tour wird im Fernsehen auf SRF und Eurosport ausgestrahlt, allerdings erst ab der Stadt Freiburg. «Vom Sensebezirk wird deshalb wenig zu sehen sein, ausser vom Start in Flamatt», sagte Raemy. Der Gewerbeverband nutze aber diesen Anlass, um dem regionalen Gewerbe eine Austauschplattform zu bieten.