Alterswil/St. antoni/Tafers 23.05.2020

Neues Gesicht für den Senslerbub

Ab 1. Januar 2021 sind Alterswil, St. Antoni und Tafers eine Gemeinde.
Der Senslerbub ziert das aktuelle Wappen von Tafers und wird auch auf dem der fusionierten Gemeinde Tafers zu sehen sein. Er wurde für die Fusion aber etwas aufgefrischt und mit mehr Details versehen.

Breitbeinig steht er in seiner blau-schwarzen Uniform da, in der einen Hand die Hal­barte, eine mittelalterliche Stangenwaffe, die andere Hand bestimmt auf die Hüfte gestützt: der Senslerbub – Wappen des Sensebezirks und des Bezirkshauptorts Tafers. Das Motiv zeigt einen Söldner aus dem 15. Jahrhundert.

Künftig repräsentiert er auch die fusionierte Gemeinde Tafers, wenn 2021 Alterswil, St. Antoni und Tafers zusammengehen. Aus diesem Anlass wurde das Motiv aufgefrischt, wie die Fusionskerngruppe mitteilt. Den Auftrag dazu erteilten die drei Fusionsgemeinden. Der Senslerbub steht noch immer vor rotem Hintergrund in seiner Uniform und mit seiner Waffe da. Er kommt aber etwas traditioneller daher. So sind seine Gesichtszüge detaillierter gezeichnet; der Söldner schaut ziemlich grimmig. Er hat jetzt halblanges Haar und eine Feder auf dem Hut. Auch sein Kostüm ist detaillierter gezeichnet, und die Halbarte sieht schärfer aus.

Wappenexperte und Kantonsarchivar Leonardo Broillet bezeichnet die Auffrischung in der Mitteilung als gelungen. «Es handelt sich um eine neue künstlerische Interpretation der Wappenkunde, welche die Tradition exzellent aufnimmt und respektiert», wird er ­zitiert.

Nicht nur das Wappen haben die drei Fusionsgemeinden neu gestaltet; sie informieren in der Mitteilung auch über die Neuorganisation der Verwaltung. Diese wird sich in vier Kompetenzzentren aufteilen: zentrale Dienste, Finanzen, Bau und Immobilien. Wer die Leitung übernimmt, ist bereits bestimmt: Daniel Baeriswyl, aktueller Gemeindeschreiber von Alterswil, ist zuständig für die zentralen Dienste. Jean Loeffler, heute Leiter der Bauverwaltung in Tafers, wird das Kompetenzzentrum Bau führen. Silvio Rolli, aktuell Gemeindekassier von St. Antoni, wird das Kompetenzzentrum Finanzen übernehmen, und Rafael Bucher, heute Leiter der Taferser Finanzverwaltung, wird sich um die Immobilien kümmern.

Bereits bekannt ist, dass Helmut Corpataux, aktuell Gemeindeschreiber von Tafers, die Verwaltungsleitung der ­Fusionsgemeinde übernehmen wird.

Ressorts bekannt

Bekannt sind jetzt auch die Ressorts des künftigen neunköpfigen Gemeinderats: Präsidiales; Bildung; Kultur inklusive Sport, Freizeit und Jugend; Gesundheit und Soziales; Strassen und öffentlicher Verkehr; Bau- und Raumplanung mit öffentlicher Sicherheit; Ver- und Entsorgung inklusive Umwelt; Liegenschaften und Energie; sowie Finanzen. Die Aufgaben seien so aufgeteilt, dass die Arbeitsbe­lastung für alle Gemeinderäte ähnlich sei, ausgenommen des Syndic. Der Gemeindepräsident oder die Gemeindepräsidentin wird zu einem 50-Prozent-Pensum angestellt.