St. Ursen 03.05.2019

Region Sense kann richtig loslegen mit gemeinsamer Arbeitszone

Die Region Sense plant eine gemeinsame Arbeitszone für alle Gemeinden. Mit der Genehmigung des kantonalen Richtplans ist für diese nun eine Unsicherheit ausgeräumt.

Manfred Raemy, Oberamtmann und Präsident der Region Sense hatte am Mittwochabend in St. Ursen gleich mehrere gute Nachrichten für die Delegierten des Gemeindeverbandes. Eine davon ist noch ganz frisch: Es geht um die Genehmigung des kantonalen Richtplans durch den Bund (siehe FN von gestern). «Dadurch können wir jetzt vorwärtsmachen mit der regionalen Arbeitszone», sagte Raemy. Die Region Sense versucht sich nämlich mit einem Pilotprojekt: Sie will eine oder mehrere gemeinsame Arbeitszonen schaffen, die sie auch gemeinsam verwaltet.

Arbeitszonen sind die Zonen für Industrie und Gewerbe der Gemeinden. Viele davon sind aber an Standorten, die nicht ideal für Gewerbetreibende sind, etwa abseits von Verkehrswegen. Deshalb ist die Region Sense auf die Idee der Zusammenlegung und der gemeinsamen Verwaltung gekommen.

Simon Ruch, Geschäftsführer der Region Sense, erklärte den FN, was die Genehmigung des Richtplans für die Arbeitszone bedeutet: Vor allem Sicherheit. «Vor der Genehmigung gab es ein Moratorium für neue Bauzonen. Wäre dieses durch eine Ablehnung des Bundes erhalten geblieben, hätten wir unser Projekt zwar ausarbeiten können. Die Wahrscheinlichkeit, dass es am Schluss scheitern würde, wäre aber wohl höher gewesen.»

Workshops gehen weiter

Einen kleinen Haken gibt es aber: Der Bund hat in seiner Rückmeldung zum kantonalen Richtplan festgelegt, dass die maximale Fläche für Arbeitszonen höchstens jener von 2016 entsprechen dürfe. Welche Auswirkungen das auf die geplante Sensler Arbeitszone hat, habe er noch nicht im Detail angeschaut, sagte Ruch. «Es könnte sein, dass wir dadurch weniger Reservefläche haben.»

Der nächste Workshop zur Arbeitszone ist in rund einem Monat geplant. Dort sprechen Vertreter von Gemeinden, Kanton, und Gewerbe sowie weitere Akteure miteinander, versuchen, die verschiedenen Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen und entwickeln Ideen. «Wir zeigen die Ergebnisse der Workshops den Gemeinden, und erst wenn diese ihr Okay gegeben haben, machen wir weiter», sagt Ruch.

Oberamtmann Raemy hatte für die Delegierten der Region Sense noch weitere gute Nachrichten: In Rekordzeit sei der neue Veloweg «Herzschlaufe Sense» fertiggestellt werden. Und auch mit dem touristischen Zentrum Schwarzsee sowie mit dem Wanderweg der Sense entlang von Bösingen nach Schwarzsee gehe es voran.

Ein grosses Thema für die Sensler Gemeinden ist seit Jahren der Bau eines Schwimmbades. Zuletzt hatten fünf Gemeinden zehn Standorte vorgeschlagen. Nun liege der Ball bei den Gemeinden, sagte Raemy. Man warte auf eine Rückmeldung, für welche Standorte die Gemeinden eine vertiefte Analyse wollten. Diese werde danach in Angriff genommen.

Die 44 Delegierten aus den Gemeinden genehmigten den Jahresbericht der Region Sense einstimmig, ebenso die Jahresrechnung 2018. Diese schliesst bei einem Aufwand von 658 769 Franken und einem Ertrag von 688 199 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 29 430 Franken. Dieser wird den Gemeinden zurückgegeben. Weiter genehmigten die Delegierten Jahresbericht und Jahresrechnung der integralen Berg­landsanierung.