Tafers 13.01.2018

Täschliräuber muss hinter Gitter

Haft, Geldstrafe und Busse für einen Mann, der unter anderem als Handy- und Handtaschendieb unterwegs war – so lautet das Urteil des Strafgerichts des Sensebezirks.

Das Strafgericht Sense unter der Leitung von Gerichtspräsident Peter Rentsch hat gestern einen 34-Jährigen wegen diverser Delikte verurteilt. Es befand den Mann, der in der Stadt Freiburg wohnt, unter anderem schuldig des Diebstahls, des Raubs, des Betrugs, der groben Verletzung der Verkehrsregeln und der falschen Anschuldigung. Das Gericht legte eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren fest sowie eine unbedingte Geldstrafe von zehn Tagessätzen und eine Busse von 300 Franken. Das Gericht ist damit den Anträgen der Freiburger Staatsanwaltschaft gefolgt. Sie hatte das Verschulden des Mannes als schwer eingestuft und ihn in ihrem Plädoyer als notorischen Lügner bezeichnet (siehe FN vom Freitag).

Der Pflichtverteidiger hatte dafür plädiert, dem Mann trotz Vorstrafen noch eine letzte Chance zu geben. Dies, weil er die Taten unter Alkoholeinfluss verübt habe und nun bereit sei, einen Entzug zu machen und ein geordnetes Leben zu führen.

2000 Franken Schadenersatz

Der Mann hatte im Jahr 2013 zusammen mit zwei Kumpel nachts auf einer Landstrasse in Düdingen zwei jungen Frauen beraubt, der einen entriss er die Handtasche und der anderen das Mobiltelefon. Die eine Frau ist dabei vom Auto der Bande gegen einen Zaun gedrückt worden und stürzte zu Boden. Sie verletzte sich an Rücken und Kopf. Der Verurteilte muss daher der Frau einen Schadenersatz von 2000 Franken bezahlen.

im/jp