Flamatt 14.09.2018

Umfangreiche Sanierung in Flamatt

Das Begegnungszentrum Flamatt ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden.
Die Kirchgemeinde Wünnewil-Flamatt-Ueberstorf hat in den kommenden vier Jahren Grosses vor: Für eine Million Franken saniert sie das Begegnungszentrum Flamatt. Die ersten Arbeiten enden bereits im Oktober.

Vor rund 165 Jahren öffnete in Flamatt eine reformierte Schule ihre Türen. Ab 1999 erhielt das Gebäude einen neuen Namen und Nutzen: Begegnungszentrum Flamatt. Die letzte Sanierung war 2007, als der Bach Taverna das Untergeschoss des Gebäudes überschwemmt hatte.

Eine Sanierung ist nun nötig, denn das Gebäude wird viel genutzt: Neben Mietern wie der Spitex Sense, der Gemeinde Wünnewil-Flamatt und der Spielgruppe Flamatt sind darin ein Dekorationsladen, drei Mietwohnungen und die Verwaltung der Kirchgemeinde Wünnewil-Flamatt-Ueberstorf untergebracht. Letztere mietet zwar die Büroräumlichkeiten, ist aber gleichzeitig die Liegenschaftsverwalterin. «Die vielfältige Benützung des Gebäudes ermöglicht verschiedene Begegnungen. Diese wollen wir weiterhin erhalten. Wir investieren deshalb in die Liegenschaft», sagt Kirchgemeinderat Walter von Niederhäusern den FN. Die Kirchgemeinde bietet auch Seminarsäle und Räume für Veranstaltungen an, etwa für Vereinsfeste. «Grössere Räumlichkeiten zur Miete sind eher rar in Flamatt. Das Angebot im Begegnungszentrum soll deshalb bestehen bleiben.»

Weitere Gründe, weshalb sich die Kirchgemeinde jetzt für eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Hauses entschieden habe, seien die Notwendigkeit und die gesicherte Finanzierungsmöglichkeit, sagt der Kirchgemeinderat.

Vier Sanierungsetappen

Vergangenen Dezember hat die Kirchgemeindeversammlung für die erste Sanierungsetappe einen Kredit von 221 300 Franken genehmigt, dies mit einer Gegenstimme (die FN berichteten). Insgesamt sind vier Sanierungsetappen geplant, jeweils eine Etappe pro Jahr (siehe Kasten). Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund eine Million Franken; sie werden aus Rückstellungen der vergangenen Jahre finanziert.

Viel Planungsarbeit

Dem Projekt sei eine lange und intensive Planungsphase vorausgegangen, erzählt Walter von Niederhäusern. «Wir haben eine Gebäudezustandsanalyse in Auftrag gegeben und später eine Prioritätenliste erstellt, um zu sehen, welche Sanierungsarbeiten am dringendsten sind. Da das Haus unterschiedliche Nutzer hat, war es eine Herausforderung, alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen.» Diesen Sommer haben die ersten Arbeiten begonnen: Heizung, Abwasser- und Wasserhauptverteilung sowie elektrische Installationen werden saniert. Ende Oktober sollen die Arbeiten der ersten Etappe beendet sein.

Nun steht seit Mitte August im Untergeschoss des Begegnungszentrums eine neue Pelletheizung, welche die alte Ölheizung ersetzt hat. Durch die Verbrennung von Pellets – kleine, gepresste Stäbchen aus Holz und Sägemehl – erzeugt die Heizung Wärme und heizt zeitgleich die danebenliegende reformierte Kirche. «Wir hatten auch den Anspruch, das Gebäude ökologischer zu gestalten. Wir planen ebenfalls, es neu zu isolieren und die alten Fenster zu ersetzen», sagt Walter von Niederhäusern.

Zahlen und Fakten

Das Zentrum in vier Etappen renovieren

Diesen Sommer hat die Kirchgemeinde Wünnewil-Flamatt-Ueberstorf mit der ersten Sanierungsetappe des Begegnungszentrums in Flamatt begonnen: Heizung, Abwasser- und Wasserhauptverteilung sowie die elektrischen Installationen sind nun auf dem neusten Stand. Nächsten Sommer erhält der alte Mehrzweckraum im Estrich eine komplette Renovation: neue Isolation, Fenster und Böden. In einer dritten Sanierungsphase werden die drei Mietwohnungen sanft renoviert. «Die Wohnungen werden punktuell saniert, denn in einer braucht es beispielsweise eine neue Küche, in der anderen ein neues Badezimmer», erzählt Walter von Niederhäusern, Kirchgemeinderat und Liegenschaftsverantwortlicher. In der letzten Etappe des vierjährigen Projekts steht die komplette Gebäudehülle auf dem Programm: Innen und aussen erhält das Begegnungszentrum einen neuen Anstrich; auch vereinzelte Reparaturen an der Fassade werden erledigt. Zeitgleich wird das Dach renoviert. Die Kirchgemeinde rechnet bei jeder Etappe mit Kosten von rund 250 000 Franken.

jp