Archiv 13.08.2010

Der erste Kinoevent Tafers findet mangels Nachfrage nicht statt

Der viel beworbene «1. Kinoevent Tafers» wurde wegen mangelnden Interesses abgesagt. Für das Projekt des Taferser Jugendteams wurden erst vier Tickets verkauft.

Autor: karin aebischer

Tafers Am Samstag, dem 28. August, hätte der «1. Kinoevent Tafers» mit dem Film «Giulias Verschwinden» über die Bühne gehen sollen. Doch so weit kommt es nicht. Wie die Gemeinde Tafers und das Jugendteam am Donnerstag per Communiqué mitteilten, muss der Anlass wegen mangelnder Nachfrage abgesagt werden.

Drohendes Defizit

«Für alle Beteiligten ist dies ein grosser Frust», sagte Jugendarbeiter David Aebischer am Donnerstag gegenüber den FN. Er ist den Jugendlichen während der Vorbereitungen als Mentor zur Seite gestanden. Bei bisher lediglich vier verkauften Tickets sei es jedoch besser, den Anlass «in Würde» abzusagen, als ein Defizit zu produzieren, so Aebischer.

Kein Publikumsmagnet

Das Jugendteam sei sich bewusst gewesen, dass der Schweizer Film «Giulias Verschwinden» kein Publikumsmagnet sein würde. Aus diesem Grund sei der Anlass als Dorffest geplant worden; mit verschiedenen Essensständen auf dem OS-Areal, einer Kinobar, Liveunterhaltung und einem Gumpischloss für die Kinder.

45 Leute involviert

«Aufgrund des mageren Vorverkaufs konnten wir den Betreibern der Essens- und Getränkestände jedoch nicht garantieren, dass 100 Leute kommen werden», sagt David Aebischer. Dies sei mit ein Grund gewesen, den geplanten Anlass abzusagen. «Eine Durchführung wäre vor allem auch den 45 involvierten Personen gegenüber nicht vertretbar gewesen.»

Wollten Lücke schliessen

Ob am Film, den vielen Openair-Kinos in der Region oder am Zeitpunkt - an was es schliesslich lag, dass der Anlass kaum auf Interesse stiess, könne er nicht abschliessend sagen, erklärt Aebischer. Das Jugendteam habe - leider erfolglos - versucht, eine Lücke im Taferser Jugendangebot zu schliessen. In der halbjährigen Vorbereitungszeit hätten die Jugendlichen dennoch viel lernen können.

Wie es im Communiqué zum Schluss heisst, wird dennoch nicht ausgeschlossen, dieses oder ein ähnliches Projekt in den nächsten Jahren erneut zu organisieren.