Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Sensler First Responder werden aktiv

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein Unfall, ein Schwächeanfall, ein Herzstillstand–die Zeit, bis die Ambulanz bei einem Notfall vor Ort ist, kann darüber entscheiden, ob ein Mensch stirbt oder nicht. Ins Senseoberland dauert die Anfahrt der professionellen Retter aus Wünnewil oder Tafers rein von der geografischen Lage her länger als im übri- gen Bezirk. Im letzten März haben deshalb einige Leute die Initiative für die Gründung einer First-Responder-Gruppe ergriffen (die FN berichteten). Das Ziel der Initianten ist, das Einsatzgebiet Plaffeien, Schwarzsee, Zumholz, Oberschrot, Plasselb und Brünisried in einer ersten Phase abdecken zu können.

Grosses Interesse

Der Aufruf an Interessierte, sich für diesen Einsatz ausbilden zu lassen, ist nicht ungehört verhallt. «Das Echo war sehr gross», sagt Joel Raemy, Hauptinitiant des Projekts. «Dass das Thema generell auf Interesse stösst, war zu erwarten; dass es jedoch ein so grosses Interesse gibt, hatten wir nicht erwartet.» Innerhalb weniger Tage hätten sich über ein Dutzend Personen gemeldet.

So konnte die erste Gruppe von zwölf First Respondern ausgebildet werden, und eine zweite wird ab Oktober ausgebildet. Gemeldet haben sich vorwiegend Personen–Männer und Frauen–aus dem medizinischen Bereich oder der Pflege, wie Joel Raemy ausführt.

Einen Monat Testphase

Für die ersten First Responder gilt es ab dem 1. Oktober ernst: Dann nämlich startet die Testphase für den Einsatz. Das heisst, dass diese Personen bei gewissen Notfällen durch die Notrufnummer 144 alarmiert werden. «Es wird zwei Alarmgruppen geben, eine für den Tag und eine für die Nacht», erklärt Joel Raemy, der die Gruppe leitet und die Einsätze koordiniert. Gibt es eine Alarmierung, erhalten alle eine SMS und einen automatischen Anruf mit einer Beschreibung des Notfalls und der Ortschaft. Die ersten zwei First Responder, die in der Nähe sind und sich melden, erhalten von der Alarmzentrale die genaue Adresse. «So können wir verhindern, dass zu viele Personen an einem Einsatzort eintreffen. Zudem werden so automatisch die First Responder eingesetzt, die schon in der Nähe sind.»

Die First-Responder-Gruppe könne natürlich keine Garantie geben, dass sie in jedem Fall ein Leben retten könne. «Aber wir können sicher die Wartezeiten wesentlich verkürzen und bereits erste Hilfe leisten, bis der Rettungsdienst da ist», hält Joel Raemy fest.

Anpassungen möglich

In der Testphase seien die Ersthelfer aktiv im Einsatz. Zugleich werde aber auch daran gearbeitet, die Alarmierung und die Abläufe zu optimieren, führt Raemy aus. Ist die zweite Gruppe ausgebildet, werden diese First Responder gegen Ende Jahr auch auf die Alarmierungsliste aufgenommen. «So sollten wir 24 Stunden am Tag jeden Alarm abdecken können», erklärt Joel Raemy. Ziel sei es, dass die Gruppe Sense-Süd aus 30 aktiven Personen bestehe. Wahrscheinlich werde es also noch eine dritte Ausbildung geben.

Weitere Informationen:www.fr-sense.ch

First Responder: Ein Verein als Trägerschaft

D ie Ambulanz Sense unterstützt die First Responder bei der Ausbildung, der Weiterbildung und der Organisation. «Die Ausbildung war praxisorientiert, die Teilnehmer waren sehr motiviert», erklärt Joel Raemy. Die Ambulanz Sense hat das medizinische Material zur Verfügung gestellt und auch alle Kosten für die Ausbildung übernommen. Während und nach Abschluss des Kurses absolvieren die Helfer mehrere Prüfungen. «Uns ist es wichtig, das alle First Responder auf demselben, guten Ausbildungsstand sind.»

Auf der Suche nach Geld

Für die Organisation und Finanzierung der Aktivitäten, vor allem für die Ausrüstung der Einsatzgruppe, wurde der Verein First Responder Sense gegründet. Er ist so organisiert, dass je nach Entwicklung der Einsätze weitere Einsatzgruppen für andere Orte eingebunden werden könnten, ohne dass ein neuer Verein gegründet werden müsste. Die Verein wird stark von der interkommunalen Feuerwehr Sense-Süd unterstützt, die Räume zur Verfügung stellt. «Wir haben die betroffenen Gemeinden um Unterstützung gebeten», erklärt Joel Raemy. Positiv haben Plaffeien und Oberschrot geantwortet. «Von Brünisried und Zumholz haben wir noch keine abschliessende Antwort. Von Plasselb erhielten wir eine Absage.» im

Mehr zum Thema