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Seoanes steiler Aufstieg geht auch in Leverkusen weiter

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Gerardo Seoane ist mit Bayer Leverkusen stark in die Saison gestartet. In den ersten zehn Spielen unter dem Schweizer Trainer hat das Team nur einmal verloren und ist in der Bundesliga vor dem Direktduell punktgleich mit Leader Bayern München.

Gerardo Seoane sitzt am Sonntagabend auf dem Podium im Medienraum der SchücoArena in Bielefeld. Er spricht seiner Mannschaft ein Lob aus, sagt aber auch, dass sie in der einen oder anderen Situation habe das Glück beanspruchen müssen, das Resultat, dieses 4:0, das am Ende des Spiels von Bayer Leverkusen gegen Arminia Bielefeld auf der Anzeigetafel steht, also durchaus auch hätte anders aussehen können.

Die Nüchternheit, mit welcher der 42-Jährige sich nach einer Partie jeweils den Fragen der Medienschaffenden stellt, ist aus seiner Zeit in der Schweiz ebenso bekannt, wie die Fähigkeit, selbstkritisch zu sein und auch im Erfolg stets Potenzial zur Verbesserung zu sehen. Insofern überrascht es nicht, ist Seoane nach der Partie in Bielefeld kein Ausbund an Euphorie.

Die Zahlenspielerei

In Fankreisen der Werkself kommt sie aber langsam, die Euphorie, oder zumindest eine erwartungsfrohe Unwissenheit, was in dieser Saison wohl möglich sein könnte für Bayer 04. Seit seinem Amtsantritt in Leverkusen hat Seoane zehn Pflichtspiele bestritten. Nur eines hat er verloren. Das spektakuläre 3:4 gegen Dortmund am 11. September, bei dem die Leverkusener dreimal in Führung gingen, der BVB die Partie in den letzten 20 Minuten durch Tore von Raphaël Guerreiro und Erling Haaland aber noch wendete.

Ansonsten stehen wettbewerbsübergreifend acht Siege und ein Unentschieden, das 1:1 zum Saisonauftakt bei Union Berlin, zu Buche. Das entspricht einem Punkteschnitt von 2,5 pro Partie.

Freilich ist es eine Zahlenspielerei, aber um den steilen, erfolgreichen Verlauf der Trainerkarriere Seoanes einzuordnen, dient diese durchaus der Veranschaulichung. In der halben Saison nach seiner Beförderung vom Juniorentrainer zum Cheftrainer der ersten Mannschaft des FC Luzern im Mai 2018 holte Seoane in 17 Partien im Schnitt zwei Punkte, danach in den drei Saisons bei den Young Boys wurde der spanisch-schweizerische Doppelbürger nicht nur dreimal Meister und einmal Cupsieger, sondern gewann mit seinem Team in 148 Spielen 2,15 Punkte.

Das Lob von Matthäus

Anlaufschwierigkeiten scheint Seoane nicht zu kennen. Und Resultatkrisen ebenso wenig. Das beeindruckt in Deutschland auch den deutschen Rekordnationalspieler und Sky-Experten Lothar Matthäus, der dem Schweizer in einer Kolumne unlängst ein gutes Zeugnis ausstellte. Er schrieb: „Von Seoane bin ich ziemlich überrascht. Er hat im Eilverfahren die Liga verstanden und angenommen und Bayer Leverkusen eine richtig tolle Handschrift verpasst.“ Diese beinhalte schnellen, attraktiven Fussball über die Flügel und eine defensive Struktur, die fast noch besser sei als in der Vergangenheit.

Auch Sportdirektor Simon Rolfes ist voll des Lobes für den neuen Coach, den er zusammen mit Geschäftsführer Rudi Völler nach Leverkusen geholt hat: „Gerry hat eine neue Leistungskultur geschaffen. Er fordert und fördert, damit sich alle individuell und wir uns als Mannschaft weiter entwickeln“, sagte er in der Bild-Zeitung.

Bestes Beispiel für diese Entwicklung ist der deutsche Nationalspieler Florian Wirtz. Der 18-jährige, jüngste Torschütze der Bundesliga-Geschichte, steht in dieser Saison bereits bei vier Toren und fünf Assists. Aber auch andere wie der französische Flügel Moussa Diaby, der tschechische Stürmer Patrik Schick oder der deutsche Mittelfeldstratege Kerem Demirbay blühen unter Seoane auf.

Titellos seit 1993

Die Offensivmaschinerie läuft. 29 Tore haben die Leverkusener in den Pflichtspielen unter Seoane bereits erzielt und zuletzt zweimal innert drei Tagen 4:0 gewonnen (Celtic Glasgow in der Europa League, Bielefeld). Dreimal in Serie blieb Bayer nun auch ohne Gegentor. Es ist eine Entwicklung, die Gedanken aufkommen lässt, ob Leverkusen in diesem Jahr endlich wieder einmal reif für einen Titelgewinn sein könnte.

Der letzte datiert aus dem Jahr 1993, als Bayer den Cup gewann. Diese Titellosigkeit hat den Leverkusenern den Namen „Vizekusen“ eingebracht, den Ruf des ewigen Zweiten. Wie 2002, als sich die Werkself in drei Wettbewerben (Meisterschaft, Cup, Champions League) mit dem 2. Rang begnügen musste.

Dank des Sieges in Bielefeld und der gleichzeitigen Niederlage der Bayern gegen Frankfurt (1:2) hat Leverkusen punktemässig zu den Münchnern aufgeschlossen, und wie es der Zufall will, kommt es nach der zweiwöchigen Nationalmannschaftspause in Leverkusen zum Direktduell zwischen dem Tabellenersten und -zweiten. Eine Affiche mit Potenzial zum Spektakel. An der Nüchternheit in Gerardo Seoanes Analyse danach wird dies unabhängig vom Ausgang aber kaum etwas ändern.

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