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Servette als neuer Lieblingsgegner

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Auch wenn im Spiel der Freiburger gestern bei Weitem nicht alles top war, bewiesen sie, dass die blamable 4:9-Klatsche vom letzten Samstag in Rapperswil nicht mehr als ein Ausrutscher war. Und sie sorgten mit dem 4:3-Erfolg nach Verlängerung in Genf auch gleich dafür, dass Servette als Gottérons neuer Lieblingsgegner bezeichnet werden kann. Dabei waren die Grenats mit Chris McSorley an der Bande jahrelang der Angstgegner der Freiburger. Letzte Saison etwa fand Gottéron kaum einmal ein Rezept gegen das aggressive Eishockey à la McSorley, 1:5 lautete die Bilanz in Sachen Siege aus Sicht der Freiburger. In dieser Saison ist Genf unter dem neuen Trainer Patrick Emond zwar insgesamt überraschend erfolgreich, gegen Gottéron will es allerdings einfach nicht klappen. Am Ende eines dramatischen Spiels und nach ständigem Auf und Ab sorgte gestern Viktor Stalberg nach schöner Vorarbeit von Andrei Bykow dafür, dass Freiburg auch den dritten Saisonvergleich gegen Servette gewann – zum dritten Mal nach Verlängerung.

Furrer trifft – und verletzt sich

Zu Beginn der Partie war den Freiburgern anzumerken, dass sie unbedingt eine Reaktion auf das Debakel in Rapperswil zeigen wollten. Sie überraschten die Genfer, indem sie sie früh unter Druck setzten. Das behagte dem Heimteam überhaupt nicht, Gottéron war in der Startviertelstunde klar überlegen, gleich dreimal konnte sich Servette in dieser Phase nur mit einem Foul retten. Eines dieser Überzahlspiele nutzte Philippe Furrer zur hochverdienten Gästeführung. Für den Verteidiger, der immer mehr die dominante Rolle einnimmt, die von ihm erwartet werden darf, war es das zweite Tor im Gottéron-Dress, nachdem er erst letzten Samstag in Rapperswil zu seiner Premiere gekommen war.

Schade nur, dass Furrer die Partie nicht zu Ende spielte. Er verletzte sich am Ende des ersten Drittels, als ihm Freiburgs Torhüter Reto Berra bei einem Zusammenprall unglücklich in den Rücken sprang und auf das Bein fiel. Der Ver­teidiger wird erst heute wissen, wie gravierend die Verletzung ist.

«Charakter bewiesen»

Gegen Ende des ersten Drittels fand Servette allmählich ins Spiel, schaffte es nun auch, Emotionen in die Partie zu bringen. Plötzlich war Gottéron die Mannschaft, die Strafen kassierte. Unter anderem weil Berra einmal mehr eine starke Leistung zeigte, überstanden die Freiburger kurz vor der ersten Sirene eine 39  Sekunden anhaltende doppelte Unterzahl zwar noch, im Mitteldrittel erzielte Genf dann aber in einem nächsten Powerplay doch noch den Ausgleich. Genauer gesagt in der 33.  Minute, als die Freiburger nach einem Befreiungsschlag ein wenig stümperhaft wechselten, Servette-Goalie Robert Mayer das Spiel schnell machte und Topskorer Tommy Wingels den Konter erfolgreich abschloss. «Im Mitteldrittel haben wir deutlich nachgelassen, wir begnügten uns zu sehr damit, in Führung zu liegen. Zum Glück hielt sich der Schaden noch in Grenzen. Das haben wir vor allem Reto (Berra) zu verdanken», analysierte Bykow nach dem Spiel.

Genf blieb auch im Schlussabschnitt am Drücker. Als Daniel Winnik in der 46. Minute das Heimteam in Führung schoss, schien die Partie den vorhersehbaren Verlauf zu nehmen. 25:11 lautete das Schussverhältnis zu diesem Zeitpunkt. Doch normal verlief danach nicht mehr viel. Zunächst bezwang Benjamin Chavaillaz mit einem nicht unhaltbaren Weitschuss den zuvor minutenlang nicht geprüften Mayer aus dem Nichts zum 2:2 (48.), ehe in der 57. Minute Gottéron nach einem Schuss von Ryan Gunderson sogar der K.o.-Schlag zu gelingen schien. Doch die Genfer fanden eine Antwort, 46 Sekunden vor Schluss erzielte der sträflich alleine gelassene Tim Bozon doch noch den Ausgleich. «Wir haben so ziemlich alle Gefühlszustände durchlebt. Aber wir haben Charakter bewiesen», sagte Chavaillaz nach dem Spiel. Dazu passte Stalbergs Siegtreffer in der 64. Minute.

Polizeieskorte für Teamcar

Auf dem Eis haben sich die Freiburger damit für die Blamage in Rapperswil rehabilitiert. Neben dem Eis warf der vergangene Samstag ebenfalls seine Schatten voraus. Weil sich auf einer Autobahnraststätte im Aargau Freiburger und Genfer Ultras prügelten, die beide von Auswärtsspielen ihrer Mannschaften zurückkehrten, war das Risiko einer neuerlichen Eskalation rund um das gestrige Spiel natürlich gross. Auf Anraten der Polizei wurde die geplante und übliche Fan-Carfahrt von Gottéron gestrichen, so dass der Gästesektor so gut wie leer blieb. Besonderen Schutz erhielt auch der Freiburger Mannschaftscar. Vom Flughafen bis zum Stadion wurde er von der Polizei eskortiert.

Brisant geht es, hoffentlich nur auf dem Eis, auch heute weiter, wenn die Freiburger im bereits ausverkauften St.  Leonhard den SC Bern empfangen. Das Zähringer-Derby ist in der momentanen Situation umso spannender, als es gleichzeitig ein Strichkampf ist.

Telegramm

Servette – Gottéron 3:4 (0:1, 1:0, 2:2, 0:1) n.V.

6429 Zuschauer. – SR Borga/Salonen, Altmann/Kehrli. Tore: 7. Furrer (Bykow/Ausschluss Mercier) 0:1. 33. Wingels (Tömmernes/Ausschluss Brodin) 1:1. 46. Winnik 2:1. 48. Chavaillaz (Desharnais) 2:2. 57. Gunderson (Marti) 2:3. 60. (59:14) Bozon (Fehr) 3:3 (ohne Torhüter). 64. (63:22) Stalberg (Bykow, Stalder) 3:4. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Servette, 5-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Genf-Servette: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Mercier, Le Coultre; Völlmin; Wingels, Richard, Rod; Bozon, Fehr, Winnik; Maillard, Smirnovs, Miranda; Douay, Berthon, Kast; Riat.

Freiburg-Gottéron: Berra; Kamerzin, Furrer; Abplanalp, Chavaillaz; Gunderson, Stalder; Schneeberger, Marti; Rossi, Walser, Lhotak; Sprunger, Bykow, Stalberg; Brodin, Desharnais, Mottet; Lauper, Schmutz, Schmid.

Bemerkungen: Servette ohne Descloux, Fritsche und Wick, Gottéron ohne Forrer, Marchon und Vauclair (alle verletzt).

Die FN-Besten: Richard, Berra.

Der heutige Gegner

Fakten zum SC Bern

• Der SC Bern stellt mit 72  Gegentoren überraschend die zweitschwächste Abwehr der Liga. Nur Rapperswil ist in der Defensive noch anfälliger (73).

• Mark Arcobello ist mit 23  Skorerpunkten (8 Tore, 15  Assists) einmal mehr Topskorer seines Teams.

• Der von den ZSC Lions umworbene Calle Andersson (bis 22/23) und Routinier Beat Gerber (bis 20/21) haben ihre Veträge beim SC Bern zuletzt verlängert. zm

 

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