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Servette schlägt einen ängstlichen FC Freiburg

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Servette schlägt einen ängstlichen FC Freiburg

Fussball 1. Liga – Die Genfer hatten mehr Chancen

Im Stade de Genève vor 1200 Zuschauern setzte es gestern für Freiburg eine 2:0-Niederlage ab. Der Sieg der Genfer war aufgrund des Chancenplus verdient. Das entscheidende 2:0 durch Esteban fiel erst in der Nachspielzeit.

Von KURT MING

Im Spiel zwischen den beiden punktgleichen Servette und Freiburg setzte sich am Ende der Heimclub doch noch klar durch. Das Team von Trainer Jean-Michel Aeby tat in den 93 gespielten Minuten mehr für den Sieg und hatte vorab im Angriff die besseren Aktionen zu verzeichnen. Die Saanestädter hatten offensichtlich zu grossen Respekt vor dem ehemalige Traditionsklub, der inzwischen in der 1. Liga einen Neuanfang startet. Aus früheren Glanzzeiten sind nur noch Cravero und Londono dabei, der Rest sind alles junge und hungrige Spieler aus dem Nachwuchs. So gesehen hätte der FCF, der immerhin mit Zambaz und Rothenbühler ebenfalls zwei Akteure mit NL-Erfahrung in den Reihen hat, nicht so ängstlich spielen müssen. Denn mit etwas mehr Mut im
Sturmspiel wäre durchaus mehr als eine ehrenvolle Niederlage möglich gewesen. FCF-Trainer Aubonney
war dann zumindest mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft zufrieden, bemängelte aber die offensi-
ven Möglichkeiten. In der Tat, Servette-Goalie Boully musste im ganzen Spiel keinen einzigen richtigen Schuss abwehren. Dies sagt so ziemlich alles über die Abschlusssstärke der Schwarz-Weissen in diesem fairen, aber tempoarmen Sonntagsspiel.

Bis zur Pause spielten die Platzherren nur mit einer Spitze, was zur Folge hatte, dass es auch vor dem
Tor von Horovitz kaum zu gefährlichen Szenen kam. Einzig vom späten Torschützen zum 2:0, Julian Este-ban, ging im ersten Umgang Ge-
fahr aus. Nach dem Seitenwechsel brachte Flügelstürmer Wissam mehr Schwung ins Angriffsspiel der Genfer, und gegen Spielende hatte der Sieger bei seinen schnellen Kontern doch noch die eine oder andere Torchance, um dieses Spiel frühzeitig
zu entscheiden. Je länger der Match dauerte, desto mehr bekundeten die Gäste Mühe gegen die technisch
gut spielende Servette-Verteidigung zu Chancen zu kommen. Und
in der Nachspielzeit nützte dann
Servette gegen die nun offene Freiburger Abwehr die letzte Möglich-keit zum viel bejubelten zweiten
Tor.

Im Endeffekt gewann mit Servette die technisch bessere Mannschaft dieses Spiel, was auch der Freiburger Trainer so sah. Seine Mannschaft wird wohl das Punktekonto gegen schwächere Teams ausbauen müssen. Ob es auf der anderen Seite den Grenats gelingen wird, Ende Saison vor Nachbar Carouge an der Tabellenspitze zu stehen, ist nach diesem Match schwer zu beurteilen.
FC Servette ist tief gefallen

Eigentlich wollten die Verantwortlichem um Chef Marc Roger im neuen Stade de Genève eine Spitzenmannschaft formen. Davon sind jedoch die Genfer im Moment meilenweit entfernt. Im EM-Stadion herschen Bedingungen wie im alten Rom. Für die Zuschauer ist im riesigen Stadion (30 000 Kapazität) nur ein Sektor offen. Platzspeaker gibt es keinen und die riesige Matchuhr läuft aus Spargründen nicht. Die Presseplätze sind abgeschlossen, offizielle Matchblätter gibts beim ehemaligen Schweizer Meister keine, und zuständig für Medien ist niemand. Auf der Tribüne sitzt der ehemalige Internationale Sebastien Fournier und schaut dem Treiben auf dem weiten Rasen zu. Ihn hat man zum Vizepräsidenten und Platzwart auf dem Trainingsgelände erkoren, mit keinen grossen Kompetenzen. Das Stadion ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum zu erreichen, die Kosten für Spezialzüge oder einen Bus kann der marode frühere Spitzenklub nicht mehr zahlen. Servette, quo vadis? mi
Servette – Freiburg 2:0 (0:0)

Stade de Genève; 1200 Zuschauer; SR: Ratko Stoiljkovic (Orbe). Tore: 49. Hochstrasser 1:0, 93. Esteban 2:0.
Servette: Boully; Londono; Girod, Cravero; Noriega (63. Ratta), Pont (46. Wissam), Hochstrasser, Gorgone; Chedly, Treand ( 70. Todic); Esteban.
FC Freiburg: Horovitz; Mollard, Giller, Rothenbühler, Mundwiler (63. Brülhart); Clément (80. Sturny), Ferretti (63. Tona), Zambaz; Arganaraz; Jordao, Da Silva.
Bemerkungen: Servette ohne Bratic, Di Bernardino, Yaghcha (alle verletzt); Freiburg ohne Grandgirard, Gudelj, Perret (alle verletzt), Bondallaz (Militär). Verwarnungen: Noriega (6.). Mundwiler (10.), Gorgone (60), Cravero (83.).

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