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Sex mit 15 Jahren – wie sollen Eltern darauf reagieren?

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Ratgeber Erziehung

Autor: Birgit Ruhe-Kollmeyer

Sex mit 15 Jahren – wie sollen Eltern darauf reagieren?

Unsere 15-jährige Tochter hat seit einem Jahr einen 16-jährigen Freund. Nun fragen wir uns, ob sie bald oder schon miteinander schlafen. Wir finden, dass sie dafür noch sehr jung ist, und wir sind auch unsicher, wie viel sie über Verhütung weiss. Sie tut immer so, als ob sie schon alles wüsste. Sollen wir mit ihr darüber sprechen oder ist es ihre Angelegenheit? X. S.

Obwohl Sexualität eine sehr persönliche Sache ist, ist es für Sie als Eltern trotzdem Ihre Aufgabe, mit Ihrer Tochter darüber zu reden. Denn obwohl unsere Kinder in der Primarschule aufgeklärt werden, haben sie doch oftmals Wissenslücken – die Schule kann das Gespräch mit den Eltern nicht ersetzen. Das zeigen auch Befragungen: 12 Prozent der Mädchen und 15 Prozent der Jungen verhüten beim ersten Mal nicht. Und Teenagerschwangerschaf-ten kommen immer wieder vor.

Auch Informationen von Gleichaltrigen können ungenau oder irreführend sein, da Teenager, um erfahren zu wirken, manchmal übertreiben. In den Medien wird Sexualität oft sehr heftig und aufreizend oder sehr romantisch dargestellt.

Ansichten, was normal und erlaubt ist, sind je nach Kultur und Gruppe unterschiedlich. Ca. 20 Prozent der 15-Jährigen ha- ben Geschlechtsverkehr. Eltern müssen entscheiden, was sie wann erlauben wollen.

Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Tochter und erzählen Sie soviel über dieses Thema, wie Ihre Tochter möchte. Bieten Sie auch an, dass sie alles fragen darf – wenn Ihnen das möglich ist. Versuchen Sie informativ und positiv mit diesem Thema umzugehen, ohne belehrend zu sein.

Fragen Sie auch nach, was sie über Verhütung weiss, und überprüfen Sie, ob die Informationen, die Ihre Tochter hat, auch stimmen.

Überlegen Sie eventuell gemeinsam, wo Ihre Tochter Informationsmaterial bekommen kann, und helfen Sie, Informationen aus dem Internet zu bewerten – nicht alles ist richtig und objektiv dargestellt.

Auch ein Gespräch in einer Beratungsstelle oder mit einem Gynäkologen kann sehr hilfreich sein.

Sprechen Sie mit Ihrer Tochter auch darüber, dass sie gut in sich hineinfühlen soll, wann sie mit ihrem Freund schlafen möchte. Bestärken Sie sie darin, dass ihr eigenes Bedürfnis zählt und sie sich möglichst nicht von dem Wunsch, erfahren zu sein oder ihrem Freund einen Gefallen tun zu wollen, leiten lassen soll. Sie braucht auch die Sicherheit, jederzeit aufhören zu können.

Infos:

? Dienst für Familienplanung und Sexualinformation, Freiburg: 026 305 29 55

? Internetberatungen für Jugendliche: www.lustundfrust.ch; www.lilli.ch; www.tschau.ch

? Programm zur Sexualerziehung: www.teenstar.ch

Telefonberatung zu Erziehungsfragen: Freitags 14.00 bis 16.00 Uhr; 026 300 73 57, kostenlos.

Die Psychologin Birgit Ruhe-Kollmeyer ist beim Familieninstitut der Uni Freiburg zuständig für Prävention und Beratung. Sie ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und wohnt im Greyerzerland.

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