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Sicher kein Schönwetterspieler

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Autor: frank stettler

Gestern um 8 Uhr kam Jonathan Sim aus New York in Kloten an, rund drei Stunden später trainierte der Kanadier ein erstes Mal mit Gottéron. Am 9. Januar hatte der Mann aus New Glasgow sein vorderhand letztes Spiel in der NHL bestritten. Gegen die Blackhawks aus Chicago stand der 33-Jährige für die Islanders während 8:48 Minuten auf dem Eis. Dann wurde Sim, der letztmals am 5. Dezember gegen die Philadelphia Flyers in der NHL getroffen hatte, zum zweiten Mal in der laufenden Saison ins Farmteam der Islanders zu Bridgeport in die AHL zurückgestuft. Eine sportliche Degradierung, welche sich der linke Flügelstürmer nicht mehr antun wollte.

Treffsicher in der AHL

«In der AHL habe ich alles gesehen, die Meisterschaft gewonnen und in den letzten 20 Spielen 20 Tore geschossen. Es war an der Zeit, etwas Neues zu sehen», so Sim, der in total 172 AHL-Partien 94 Tore erzielt hat und in der Saison 04/05, als er sich mit den Phantoms aus Philadelphia den Calder Cup sicherte, mit 35 Treffern der mit Abstand beste Torschütze seiner Mannschaft gewesen war.

Zu langsam für die NHL

So gut es mit dem Skoren in der AHL geklappt hatte, in der NHL war die Ausbeute von Jonathan Sim bescheidener. Für Dallas, Nashville, Los Angeles, Philadelphia, Florida, Atlanta und die Islanders kam er auf eine ehrenwerte Anzahl von 469 Partien, erzielte jedoch «nur» 75 Tore. Die rauhe AHL war auf die Qualitäten des Kanadiers zugeschnitten, in der besten Liga der Welt war das Tempo indes eine Spur zu hoch für ihn. Den mangelnden Speed konnte Sim auch mit noch so viel Einsatz nicht wettmachen. Es bleibt also abzuwarten, wie Gottérons Ausländer Nummer 8 der Saison mit der läuferisch starken NLA zurechtkommen wird. Sicher ist, dass er den Torriecher hat und sich nicht zu schade ist, dorthin zu gehen, wo es weh tut. Sim ist einer für die sogenannten «Garbage Goals», die schmutzigen Tore aus dem Slot heraus.

Hartes Spiel bevorzugt

«Ich hatte zuletzt eine schöne Zeit in New York. Jetzt aber wollte ich unbedingt in die Schweiz. Ich habe oft mit Mark Streit, mit dem ich bei den Islanders gespielt habe, gesprochen. Er hat mir gesagt, dass Freiburg eine schöne Stadt ist und ich hier Spass haben werde.» Nun will Sim also hierzulande die Netze mit Pucks füllen und seinen Gegenspielern so richtig unter die Haut gehen. «Denn», so Sim, «mein Platz ist vor dem Tor; ich spiele hart und liebe es, wenn die Intensität hoch ist.» Dabei schreckt der dreifache Vater auch nicht vor Schlägereien zurück. Auf Youtube ist der eine oder andere Fight zu sehen. «Ich gehe Konfrontationen nicht aus dem Weg und stelle meinen Mann, wenn es denn sein muss.»

Die Vorfreude auf die Fans

Jonathan Sim wurde von seinen neuen Teamkollegen umgehend informiert, dass es im heutigen Derby gegen den SC Bern hoch zu und her gehen wird. «Hey, was kann mir Besseres passieren, als gleich mit einem Spiel gegen Bern zu starten», freut sich der Kanadier, der zwar den Jetlag spürt, sich deswegen aber nicht beklagen will.

«Besonders freue ich mich auf die lautstarken Fans.» Viel mehr wisse er von der Liga nicht, einige Namen seien ihm aber schon aus dem nordamerikanischen Eishockey geläufig gewesen. Wer heute – so denn alle Papiere vorliegen – seine Sturmpartner sein werden, konnte Jonathan Sim gestern noch nicht sagen. «Aber ich bin mir sicher, dass mir meine Kollegen den Einstieg so einfach wie möglich gestalten werden.»

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