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Sicherheitsbestimmungen passen nicht allen

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«Wir möchten unser Restaurant während der Fasnacht so betreiben wie auch an allen anderen Tagen im Jahr. Nun legt man uns aber Steine in den Weg», sagte Brigitte Berger. Sie ist Wirtin des Restaurants Drei Könige am unteren Ende des Staldens in der Freiburger Unterstadt.

Kurz vor Fasnachtsbeginn habe sie vom Oberamt des Saanebezirks Post erhalten. Darin aufgelistet waren die Bedingungen, unter welchen das Restaurant am Freitag-, Samstag- und Dienstagabend geöffnet sein darf: Jeweils von 19 Uhr bis Mitternacht müssen zwei Sicherheitsbeamte vor der Tür stationiert sein. Ab 19 Uhr darf niemand mit Getränken das Restaurant verlassen, ab 22 Uhr und sobald keine Sitzgelegenheit mehr besteht, sind keine neuen Gäste mehr einzulassen. Musikgruppen wie Guggen dürfen nicht ins Restaurant, um dort zu spielen; auch andere musikalische Unterhaltung ist verboten. Und um Punkt Mitternacht ist das Restaurant zu schliessen.

Im Gegensatz zu früheren Jahren wolle sie dieses Jahr bei der Fasnacht nicht mitmachen, betont Brigitte Berger. So habe sie weder musikalische Unterhaltung noch spezielle Angebote oder verlängerte Öffnungszeiten geplant. Sie könne begreifen, dass diejenigen Restaurants, die mitten im Getümmel seien, Sicherheitsmassnahmen treffen müssten. «Wir sind aber etwas ausserhalb, zudem hatten wir noch nie Probleme. Ich kann nicht verstehen, warum man uns verbietet, das Restaurant ganz normal zu öffnen.»

Verschärfte Sicherheitsbestimmungen gälten an Fasnachten schon seit Jahren, sagt Oberamtmann Carl-Alex Ridoré. Dabei habe sich eine Art Fest-Perimeter etabliert. Die meisten Pächter in diesem Perimeter seien Partner der Fasnacht: Sie verpflichten sich dem Sicherheitskonzept der Organisatoren, profitieren jedoch dafür von den verlängerten Öffnungszeiten–je nach Tag bis vier Uhr morgens.

Der Fall des Drei Könige sei etwas speziell, sagt Ridoré. Im Gegensatz etwa zum Gasthof Engel, der sich zwar in der Nähe der Festivitäten befindet, jedoch nicht dieselben Auflagen erfüllen muss, liege das Restaurant von Brigitte Berger an einem der Hauptwege zur Unterstadt: Viele Fasnächtler passieren den Stalden. Auch wenn ein Restaurant an dieser Lage nicht an der Fasnacht mitmachen wolle, müsse es die Masse kontrollieren können. Die anderen Einrichtungen seien beispielsweise vor der Fasnacht durch das Feuerinspektorat kontrolliert worden–nicht aber das Drei Könige. «Das ist einer der Gründe, warum das Restaurant nicht eine grosse Masse an Fasnächtlern empfangen darf», so Ridoré. Und dies lasse sich nur mit Sicherheitskräften sicherstellen.

Keinen Bedarf für freiwillige Sicherheitsmassnahmen sieht die Geschäftsführerin des Engels, Patricia Thalmann. «Wir hatten noch nie Probleme, und wir schliessen den Gasthof stets gegen Mitternacht.»

Anders sieht es im Café Belvédère aus. Dieses befindet sich oben am Stalden und beteiligt sich dieses Jahr am Sicherheitskonzept der Organisatoren. Natürlich koste dies etwas, sagt Betreiber Eddy Kunz. «Bei uns kommen aber so viele Leute durch, da ist es besser, zusammenzuarbeiten und im Ernstfall schneller reagieren zu können.»

 

Polizei: Schärfere Auflagen greifen

D as Fasnachtswochenende sei sehr gut verlaufen, es seien nur vereinzelte kleine Interventionen nötig gewesen, sagt Gallus Risse, Sprecher der Kantonspolizei, auf Anfrage. «Bis jetzt war es ein Fest.» Auf die Situation in Freiburg angesprochen, sagt er: «Die Sicherheitsbestimmungen wurden in den letzten Jahren angepasst, die Auflagen sind relativ strikt.» Dies lohne sich, betont er. Vor zehn Jahren habe die Polizei deutlich häufiger intervenieren müssen, heute sei nicht mehr ein so grosses Dispositiv nötig. «Dies ist auch gut so. Denn erstes Ziel muss es sein, ein Fest ohne grössere Probleme zu haben.» rb

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