Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Sicherheitsfrage beschäftigt Kinderkrippen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Lukas Schwab

An der Generalversammlung des Vereins Kita «Schildli» in Murten wurde dem Vorstand am Mittwochabend der Auftrag erteilt, Sicherheitsvorkehrungen für die Eingangstüre der Kitaräume zu prüfen. Seit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten im vergangenen November war die Eingangstüre während der Öffnungszeiten nicht abgeschlossen.

Eltern besorgt

Der Anstoss zur Diskussion kam von einem Vater, der sich Gedanken um die Sicherheit seiner Kinder machte. «Man weiss heutzutage nie, wer plötzlich in der Kita auftauchen könnte», erklärte der besorgte Vater an der GV. Seine Ängste stiessen auf offene Ohren und auch andere Eltern sprachen sich für die Prüfung von Sicherheitsvorkehrungen aus.

Der Vorstand der Kita «Schildli» wird in den kommenden Wochen verschiedene Möglichkeiten prüfen. Diese reichen vom simplen Abschliessen der Türe über einen Zahlencode bis zu Sicherheitssystemen mit Kamera oder Fingerabdruck-Scanner. «Das System sollte möglichst praktikabel und finanzierbar sein», erklärt Sandra Moser, Präsidentin des Vereins Kita «Schildli». Die Diskussion und die Reaktionen der Eltern haben sie überzeugt, dass die Prüfung der Sicherheit eine gute Sache ist und etwas getan werden muss: «Es wäre sicher für alle Beteiligten beruhigend zu wissen, dass sich Unbefugte keinen Zutritt zur Kita verschaffen können.»

Amoklauf als Auslöser

Die Diskussion um die Sicherheit in der Kita «Schildli» in Murten ist kein Einzelfall. Das Thema beschäftig derzeit fast alle Kindertagesstätten, was wohl auf den Amoklauf in einer Krippe in Belgien Ende Januar zurückzuführen ist.

So haben sich auch in einer Kita, die nicht namentlich genannt werden möchte, Eltern nach der Sicherheit ihrer Kinder erkundigt. Wie die Leiterin mitteilt, werde dazu in naher Zukunft eine Diskussion stattfinden. Sie schätzt jedoch in ihrem Fall die Gefahr eher gering ein, da sich die Räumlichkeiten nicht in exponierter Lage befinden.

Eine andere Kitaleiterin hält fest, die Sicherheit der Kinder müsse grundsätzlich in jeder Kita stets ein Thema sein. Sie sieht die momentane Diskussion teilweise als Panikmacherei, von der sie sich klar distanzieren möchte. Hier beschäftigt sich die Kita-Leitung eher mit der Frage, wie die Sicherheit der Kinder gewährleistet werden kann, die im Freien spielen.

Gute Erfahrungen

Die Kinderkrippe «Cap Canaille» in Villars-sur-Glâne hat bereits im September ein Sicherheitssystem mit Fingerabdruck-Scanner installiert. Zutritt hat nur, wer sich am Eingang mittels Fingerabdruck identifizieren kann. «Unsere Erfahrungen sind durchwegs positiv», erklärt die Leiterin Lisette Pellerin. Sie hat das System, das in ihrer Heimat Kanada üblich ist, in Eigeninitiative eingeführt, um die Sicherheit der Krippe zu gewährleisten. «Anfangs waren manche Eltern etwas überrascht», so ihre Erfahrung. Mit der Zeit sei die Idee aber von allen begrüsst worden, insbesondere nach dem Amoklauf in Belgien.

Mehr zum Thema