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«Sie faucht und dampft – sie lebt»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mit grossem Getöse fährt der Zug am Sonntagmorgen von Bern kommend im Freiburger Bahnhof ein. Es ist kein normaler Zug, sondern einer, der die Herzen von Eisenbahn-Liebhabern höherschlagen lässt: «Eine Dampflokomotive faucht und dampft – sie lebt», schwärmt Martin Tschanz, Zugführer der SBB.

Nostalgische Einrichtung

Nach einem gut einstündigen Aufenthalt in Freiburg, wo Neugierige die Attraktion bestaunen und fotografieren, setzt sich die Dampflokomotive des Typs C 5/6 2978 «Elefant» langsam in Bewegung Richtung Lausanne. Sie ist die grösste ihrer Art, die je in der Schweiz gebaut, und mit Baujahr 1917 zugleich die letzte, die für das Schweizer Schienennetz hergestellt wurde. Dazu passt die Wagenkomposition von 1930, die mit den hölzernen Sitzbänken der 3. Klasse, den ausladenden, weich gepolsterten Abteilen der 1. Klasse und dem im Stil der Belle Époque gestalteten Speisewagen zur Nostalgie einlädt. «Es ist unglaublich, welche Qualität die Innenausstattung aufweist», sagt Christine Haldemann aus Kappelen. Und Beat Gut, der aus dem Zürcher Oberland angereist ist, staunt: «Es ist erstaunlich, was die Technik schon früher alles zustande gebracht hat.»

Es sind aber nicht nur die alte Lokomotive, die Einrichtung, der Geruch nach Holz und Kohle oder die stets sichtbare Dampfwolke, welche den Reiz einer solchen Fahrt ausmachen, sondern es ist die ganze Art des Reisens. «Es ist viel gemütlicher», sagt Erich Burkhalter aus Murten, der von der Eisenbahnwelt fasziniert ist, seit er als Schuljunge zum ersten Mal alleine von Bern nach Horgen fahren durfte.

Bereits die Vorbereitung einer Fahrt mit der einer Dampflokomotive benötigt mehr Zeit: «Der grosse Kessel muss über etwa acht Stunden langsam angeheizt werden, sonst können Schäden entstehen», sagt Daniel Maurer, der bei der SBB Historic für den technischen Unterhalt zuständig ist. Zudem müssen regelmässig Schmierhalte eingelegt und rund alle 80 Kilometer der Wassertank aufgefüllt werden. Trotz dieser Unterbrüche gebe es kaum je Reklamationen, sagt Kondukteur Adrian Roth: «Die Kundschaft ist viel zufriedener als in den Pendlerzügen.»

 

Geschichte: Ein Linienstreit vor 150 Jahren

D ie Eisenbahn zwischen Lausanne und Bern via Freiburg wurde im September 1862 nach heftigem politischem Ringen eröffnet. Die ursprüngliche Linienplanung hatte einen Streckenverlauf über die Broyeebene und Murten vorgesehen. Für diese hatte sich vor allem der Kanton Waadt eingesetzt. Doch dieses Projekt hätte die Stadt Freiburg nicht angebunden. Diese setzte sich erfolgreich für ein Alternativprojekt ein. Als Herz der neuen Bahn wurde der Grandfey-Viadukt zwischen Freiburg und Balliswil/Düdingen erstellt. Somit wurden die bestehenden Netze der Ost- und der Westschweiz miteinander verbunden. fca

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