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Sie surft die perfekte Welle auf dem Murtensee

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wakesurfen ist in der Schweiz kaum bekannt. In Praz am Murtensee findet dieses Wochenende hierzulande zum ersten Mal eine Europameisterschaft dieses Randsports statt. Wakesurflehrerin Tatiana Bosshard erklärt, wie der Sport funktioniert und zeigt vor, wie es geht.

Wellen: Je nach Wassersportart sind sie erwünscht oder lästig. Beim Wakesurfen werden sie sogar extra geschaffen – und zwar mittels eines besonderen Wakebootes. Während in den USA solche Boote seit den 90er-Jahren existieren und schon erste offizielle Wettkämpfe stattfanden, fasst die Sportart in Europa gerade erst Fuss, erzählt Tatiana Bosshard. Und sie ist Teil der Entwicklung: 2020 hat die Wahlschweizerin in Praz ihre eigene Wakesurf-Schule Bee Surf gegründet. Und zeigt auch gleich, wie es funktioniert.

Mit Boot und Brett

Mit dem Wakeboot geht es vom Anleger in Praz hinaus auf den Murtensee, in ungefähr 300 Metern Distanz zum Ufer. Nicolas Bienz, der auch für die Wakesurf-Schule arbeitet, sitzt am Steuer, während Tatiana Bosshard Neoprenanzug und Weste anzieht: Das Wetter ist frisch und das Wasser ungefähr 20 Grad. «So ist mir aber schön warm.» Und dann steigt Tatiana mit Brett in den See.

Obwohl das Wasser nur 20 Grad warm ist, hat die Wakesurferin sichtlich Spass.
Foto Charles Ellena

Tatiana Bosshard erklärt vorweg: Beim Wakesurfen gleitet man einem für den Sport konzipierten Boot auf einer künstlich erzeugten Welle hinterher. Zuerst aber schwimmt Tatiana Bosshard noch im Wasser. In der einen Hand hält sie das Brett vor sich, in der anderen ein Seil. Sobald das Boot losfährt, kann sie sich mithilfe des Seils aus dem Wasser stemmen. Und kaum steht sie mit dem Brett auf der Welle, wirft sie das Seil weg.

Wie auf dem Meer – fast

«Wakesurf ist dem Surfen auf dem Meer sehr ähnlich», sagt die begeisterte Wakesurferin. «Der Unterschied: Die Welle ist beim Wakesurfen immer gleichmässig.» Da sie künstlich erzeugt wird, ist sie immer gleich hoch und gleich schnell. Ausserdem muss man sich nicht zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle befinden. Auch das Brett ist etwas kleiner. Daher ist Wakesurfen doch einfacher als Surfen auf dem Meer, meint Tatiana.

Zudem kann die Höhe und Geschwindigkeit der Welle auf jede Person angepasst werden – alles hochmodern auf einem Bildschirm, erklärt die Wakesurf-Coachin. Das Boot ist nicht nur wegen der Funktion zur Wellenerzeugung extra für Wakesurfen entwickelt: Der Motor befindet sich innerhalb des Bootes, die Propeller unterhalb.

So kann Tatiana Bosshard gefahrlos übers Wasser gleiten. Wenn die erprobte Wakesurferin auf der künstlichen Welle fährt, sieht es ganz leicht aus: Sie kniet sich auf das Brett, macht Drehungen, springt in die Luft, balanciert in yogaähnlichen Posen. Aber auch sie fällt irgendwann ins Wasser – das gehört dazu.

«Da das Boot nur ungefähr 17 bis 18 km/h fährt, tut es aber nicht wirklich weh, wenn man ins Wasser fällt.» Sobald Tatiana Bosshard ins Wasser gefallen ist, sammelt Nicolas sie mit dem Boot wieder ein. Das ist ein weiterer Unterschied zum Surfen auf dem Meer: Man muss weniger paddeln. «Beim Wakesurfen verbringt man mehr Zeit auf der Welle, als das auf dem Meer der Fall ist.»

Sport und Lifestyle

Für entspannte Stimmung auf dem Boot sorgt Musik, die über Lautsprecher über den See schallt. Beim Wakesurfen geht es nicht nur ums Sport machen – es ist auch ein Lifestyle. «Bee surf, Bee real, bee authentic, bee you» lautet der Slogan von Tatiana Bosshards Surfschule Bee Surf. «Die Biene ist mein Totemtier. Ich mag die Idee, eine Gemeinschaft zu schaffen, wo jeder miteinander verbunden ist.» Praktisch auch, dass Biene auf Englisch gleich wie «to be», also auf Deutsch «sein», klingt. 

Wettkampf in Praz

Beim Wakesurfen kann es aber durchaus kompetitiv zu gehen. In Praz finden vom 19. bis 20. August zum ersten Mal überhaupt in der Schweiz die Europameisterschaften von der Competitive Wake Surf Association (CWSA) statt, erklärt Tatiana Bosshard. Die Wakesurflehrerin nimmt selbst auch an Wettkämpfen teil. Bei den International GVA in Genf, wo Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt angetreten sind, hat sie in der Kategorie Masters Surf Women den ersten Platz erreicht.

Die Wettkampfteilnehmenden fahren dabei auf einer Strecke zwischen zwei Bojen einmal hin und zurück – minimal dauert das 45 Sekunden. Dabei wird zwischen den Kategorien Surf und Skim unterschieden: Hier werden jeweils unterschiedliche Bretter verwendet. Die Bewertungskriterien bei den Wettkämpfen sind Schwierigkeit, Variation und Ausführung der Tricks sowie Intensität der Fahrt. Ferner darf man nur zweimal pro Strecke ins Wasser fallen, ansonsten heisst es: Runde beendet. Die bis dahin gewonnenen Punkte zählen dennoch. Der Wettkampf sei intensiv, sagt Tatiana Bosshard: 

Du hast 45 Sekunden Zeit, um alles zu zeigen, was du kannst.

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