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Sieben Leitsätze für ein besseres Altern

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Seit einigen Jahrzehnten wandelt sich das Altersbild in der Schweizer Bevölkerung spürbar: Frauen und Männer leben heute nicht nur länger als frühere Generationen, sondern sie bleiben auch immer häufiger bis ins hohe Alter fit und aktiv. Der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung erhöht sich aber nicht nur wegen der steigenden Lebenserwartung, sondern auch aufgrund des Geburtenrückgangs: eine Entwicklung, die sich in naher Zukunft–wenn geburtenstarke Jahrgänge ins Rentenalter eintreten, die selber weniger Kinder haben–noch zusätzlich beschleunigen könnte und für die Gemeinden zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen dürfte. Um in Sachen Alterspolitik für die Zukunft gut gerüstet zu sein, hat die Gemeinde Wünnewil-Flamatt es Bösingen, Düdingen und Tafers gleichgetan (siehe Kasten) und auf Ende des letzten Jahres ein eigenes Altersleitbild erarbeitet.

Sieben Themenbereiche

«Eigentlich habe ich das Projekt bereits in der letzten Legislatur auf meinem Plan gehabt», erklärt Marianne Kormann die Idee zur Ausarbeitung eines Altersleitbildes. Sie habe es als wichtig empfunden, dem Gemeinderat «einen roten Faden, eine Leitplanke» für Altersfragen in die Hand zu geben, sagt die Gemeinderätin aus Flamatt: «Deswegen bin ich sehr froh, dass wir das Projekt in dieser Legislatur verwirklichen konnten.» Als Mitglied der sechsköpfigen Kommission für Gesundheit und Alter hat sich Kormann seit Anfang 2012 vertieft mit dem Altersleitbild beschäftigt. Seit Dezember 2014 kann das 15 Seiten umfassende Dossier am Schalter der Gemeindekanzlei in Wünnewil oder online auf der Homepage der Gemeinde Wuennewil-Flamatt bezogen werden.

In sieben Themenbereichen–Wohnen, soziale Kontakte, Gesundheit, Infrastruktur, persönliche/finanzielle Sicherheit, Gemeinschaft/Vernetzung und Information–ging es der Kommission darum, erstmals den Ist-Zustand in ihrer Gemeinde auf Papier zu bringen. Gleichzeitig formulierte die Kommission Ziele, Massnahmen und Leitsätze, welche die Gemeinde in den jeweiligen Themenbereichen in Zukunft verfolgen will. «Sich in dieser umfassenden Thematik auf sieben Schwerpunkte zu konzentrieren, war nicht immer einfach», erinnert sich Marianne Kormann an den Arbeitsprozess, «uns war es aber ein grosses Anliegen, nicht einfach einen überdimensionierten Papiertiger oder irgendeine Hochglanzbroschüre zu konstruieren, die dann kein Mensch mehr anschaut. Wir wollten ein kompaktes und sinnvolles Arbeitsinstrument schaffen.»

Realistische Massnahmen

Aus diesem Grund hat die Kommission das Leitbild auch bei der Bevölkerung und den Institutionen der Gemeinde in eine Vernehmlassung gegeben, sagt Kormann: «Weil wir sichergehen wollten, dass wir mit unserer Schwerpunktsetzung nicht komplett danebenliegen. So ging kein wichtiges Element vergessen.» Eine weitere grosse Herausforderung hätte darin bestanden, die jeweiligen Themenbereiche mit Inhalten zu füllen: «Den Ist-Zustand hat man noch rasch einmal zusammengetragen. Aber zu definieren, in welche Richtung es gehen soll und welche Massnahmen angemessen und realisierbar sind, war sehr zeitintensiv.» Schliesslich sei der Gemeinde nicht damit geholfen, ins Blaue hinaus Massnahmen zu formulieren.

 Die Kosten für das Projekt Altersleitbild belaufen sich–inklusive Kommissionssitzungen und Druckarbeiten–auf rund 7500 Franken. «Nicht verrechnet wurden die zahlreichen Stunden, welche die Kommissionsmitglieder bei sich zu Hause mit dem Verfassen des Leitbildes verbrachten», sagt Kormann. Welche Massnahmen und Schlüsse die Gemeinde prioritär behandelt, entscheidet die Kommission an einer Sitzung im Juni: «Dann werden wir gemeinsam anschauen, welche Themen derzeit am wichtigsten sind.»

Regelmässig aktualisieren

Und weil das Altersleitbild auch längerfristig gute Dienste leisten soll, sieht der Gemeinderat vor, es in jeder Legislatur zu überarbeiten und zu aktualisieren, wie Kormann erklärt: «Eine erste Basis ist nun gelegt. Weil sich in Altersfragen aber noch so viel entwickelt, ist es wichtig, das Leitbild regelmässig auf seine Aktualität hin zu prüfen.»

«Uns war es wichtig, nicht einfach einen überdimensionierten Papiertiger zu konstruieren.»

Marianne Kormann

Gemeinderätin Wünnewil-Flamatt

«Weil sich in Altersfragen noch so viel entwickelt, ist es wichtig, das Leitbild auf seine Aktualität hin zu prüfen.»

Marianne Kormann

Gemeinderätin Wünnewil-Flamatt

Alterspolitik: Vier Gemeinden haben ein Leitbild

W ünnewil-Flamatt ist bereits die vierte Gemeinde im Sensebezirk, die sich ein Altersleitbild erarbeitet hat: In Bösingen, Düdingen und Tafers sind Leitbilder und Konzepte in Altersfragen schon etwas länger bekannt. Das zweitjüngste Altersleitbild des Bezirks wurde Anfang 2014 in Tafers vorgestellt. Eine Arbeitsgruppe um die Gemeinderäte Thomas Stöckli und Margrit Dubi hatte sich in einem gemeinsamen Workshop mit rund 40 Einwohnern aus der Gemeinde auf insgesamt vier Themenbereiche geeinigt und diese in einem elfseitigen Altersleitbild aufgearbeitet. In Düdingen war eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit der Bevölkerung rund zwei Jahre damit beschäftigt, das seit 1991 bestehende Strategiepapier zu überarbeiten, ehe es im Frühling 2009 vorgestellt werden konnte. Und in Bösingen gibt es seit 2007 ein Alterskonzept, mit dessen Betreuung und Verwaltung die Kommission für Altersfragen betraut wurde. mz

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