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Sieg beim Debütanten-Ball

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Mit einer verstärkten Ersatz-Auswahl und mit vier Debütanten kommt Murat Yakin zu einem vom Resultat her gelungenen Einstand. In Basel gewinnt die Schweiz das Testspiel gegen Griechenland 2:1. Steven Zuber (7.) und Ruben Vargas (51.) schiessen die Tore.

Mit dem Sieg ist Murat Yakin zumindest einmal besser gestartet als Vorgänger Vladimir Petkovic, der zum Beginn seiner letztlich so erfolgreichen Amtszeit zwei Niederlagen erlitten hat. Doch der Sieg war letztlich fast eine Randnotiz. Im St.-Jakob-Park schlug hohe Wellen, was eine halbe Stunde vor dem Spiel bekannt geworden war. Captain Granit Xhaka wurde positiv auf Covid getestet.

Spätestens jetzt war klar, dass der Start für den neuen Nationaltrainer Murat Yakin kompliziert werden würde. Denn die personellen Probleme gehen über den Test gegen Griechenland hinaus. Sollte Xhakas positives Resultat am Donnerstag bestätigt werden, wird am Sonntag in der WM-Qualifikation gegen Italien auch der Captain fehlen – genau wie der gesperrte Remo Freuler und die Stürmer Xherdan Shaqiri, Breel Embolo und Mario Gavranovic.

Der verschärften Personalsituation zum Trotz und auch mit einer verstärkten B-Mannschaft zeigten die Schweizer gegen Griechenland aber zumindest in der jeweils ersten Hälfte der beiden Halbzeiten eine ansprechende Leistung. Steven Zuber gelang nach Vorarbeit von Silvan Widmer früh das 1:0 (7.). Ebenso rassig legten die Schweizer nach der Pause nach, als Zuber den eingewechselten Ruben Vargas zum 2:1 bediente (51.). Die Griechen waren kurz nach Ablauf einer halben Stunde in ihrer besten Phase durch Stürmer Angelos Pavlidis zum Ausgleich gelangt.

Zunächst doch mit Dreierabwehr

In ihren guten Augenblicken gefiel die SFV-Auswahl bei Yakins Premiere mit hohem Pressing, Zweikampfstärke und Dominanz im Mittelfeld. Augenfällig war, dass unter dem neuen Trainer offenbar häufiger mit weiten Bällen aus der Abwehr gespielt werden soll. Fabian Schär und Eray Cömert lancierten oft mit Pässen über 40 Meter Ricardo Rodriguez und Widmer auf den Flügeln. Schär und Cömert? Rodriguez und Widmer auf den Flügeln? Trotz anderslautender Ankündigung in den Tagen zuvor änderte Yakin das System von Petkovic mit einer Dreierabwehr und einem Vierermittelfeld nicht.

Den Spielern aus der zweiten Reihe gab Yakin nicht nur aus der Not heraus eine Bewährungschance. Als es nach der Pause ans Wechseln ging, liess er beispielsweise die Stamm-Innenverteidiger Manuel Akanji und Nico Elvedi auf der Bank. Dafür kamen nach Gregor Kobel und Cédric Zesiger auch Ulisses Garcia und Andi Zeqiri zu ihrem ersten Länderspiel. Erst jetzt, mit den Aussenverteidigern Jordan Lotomba und Garcia sowie ohne Cömert spielte die Schweiz hinten mit einer Viererkette.

Als die sechs Wechsel durch waren, stand eine Schweizer Mannschaft auf dem Platz, die am Sonntag gegen Italien so nicht mehr zu sehen sein wird. Von den elf Spielern dürften allenfalls Denis Zakaria und Ruben Vargas gegen den Europameister beginnen. Und auch sie nur, weil die Personaldecke für Murat Yakin bei seinem ersten Zusammenzug mit der SFV-Auswahl ohne Verzögerung sehr dünn geworden ist.

Fast leerer St.-Jakob-Park

Enttäuschend war der Zuschauerzuspruch. Im ersten Spiel nach der EM-Euphorie und im ersten Länderspiel in der Schweiz seit Oktober 2020 mit Publikum im Stadion fanden bloss 3500 Fans den Weg in den St.-Jakob-Park. Da, wo vier Tage zuvor noch über 30’000 Zuschauer den Spitzenkampf in der Super League sehen wollten, waren die Tribünen gähnend leer. Die Sektoren hinter den Toren wurden gar nicht erst geöffnet. Immerhin: Gemäss SFV liess sich der Vorverkauf für das Spiel vom Sonntag gegen Italien so gut an, dass dannzumal mit einem vollen Basler Stadion zu rechnen ist.

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