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Sieger-Fähnchen geht ins Bernbiet

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Die Gruppe «Alte Aare» aus Kappelen-Werdt gewinnt 68. Murtenschiessen – 100 teilnehmende Galmizer

Autor: Von CHRISTIANSCHMUTZ

190 Gruppen mit je zehn Schützen kämpften gestern um das begehrte Kranzabzeichen des 68. Murtenschiessens. Das Schützenfest lockte erneut Schützinnen und Schützen aus der ganzen Schweiz an. Die Art des Murtenschiessens ist einzigartig und fördert auch gleich den Zusammenhalt. Speziell ist, dass das Scheibenbild jedes Jahr anders ist, dass man vom Bodenmünzi Richtung Süden abwärts schiessen muss, dass nur die Gruppenergebnisse zählen, dass man keine Probeschüsse machen kann und dass die Ergebnisse erst am späten Nachmittag bekannt gegeben werden. «Die diesjährigen Schiessergebnisse sind durchzogen», erklärte Schützenmeister Andreas von Känel. «Dies wegen der Bewölkung und dem Wind sowie dem schwierigen Scheibenbild.»

Jedes Jahr ist aber eine drei die höchste Wertung. Bei zehn mal zwölf Schüssen könnte ein Maximum von 360 Punkten erreicht werden. Die Gruppe «Alte Aare» aus Kappelen-Werdt ist diesem Wert mit 277 Punkten am nächsten gekommen, hat aber den absoluten Rekord von 1978 um 36 Punkte verpasst. Auch die Freiburger Schützen haben sich tapfer geschlagen – wie es sich am Gedenkschiessen zur Murtenschlacht gehört. Die Gruppe «Hecht» aus Muntelier landete als Dritte auf dem Podest, nur einen Punkt vor «Jägerstein» aus Galmiz. «Peti» aus St. Ursen klassierte sich auf dem sechsten, «St. Urban» aus Liebistorf-Kleinbösingen-Wallenbuch auf dem achten und «Wagenrad» aus Galmiz auf dem zehnten Rang. 19 der 190 Gruppen haben den begehrten Kranz des Murtenschiessens erhalten.

Kleines Galmiz ganz gross

Nicht einmal 600 Einwohner zählt die Gemeinde Galmiz. Nichtsdestotrotz behauptete der Galmizer Schützenpräsident Niklaus Götschi:«Wir bringen 100 Schützinnen und Schützen ans diesjährige Murtenschiessen.» Anton Henninger, Präsident der Murtenschiessen-Kommission konterte: «Dann bringen wir das Fernsehen nach Murten.» Sie schlossen eine Wette ab.

Am Morgen des Murtenschiessens zählten die Galmizer nervös ihre Teilnehmer und die Organisatoren hielten noch nervöser nach Fernsehkameras Ausschau. Und tatsächlich:100 Galmizer in roten T-Shirts waren zur Gruppenauslosung erschienen und wenige Minuten bevor mit der historischen Gedenkfeier das Schiessen begann, tauchte das Team des Saarländischen Fernsehens auf. Doch damit nicht genug: Auch TeleBärn wollte sich das alljährliche Grossereignis mit fast 2000 Schützen nicht entgehen lassen. «Hundert Leute für ein Fernsehteam, also haben wir mit den zwei Fernsehteams die Wette gewonnen», frohlockte Anton Henninger. Lachend wurden sich die beiden Präsidenten aber einig, dass beide das Soll erfüllt haben. Die Wette soll im nächsten Jahr wieder gelten.

Nationalratspräsident Hanspeter
Seiler plädiert für Stabilität

Dass das Saarländer und nicht das Schweizer Fernsehen positiv über das Murtenschiessen berichtet, stiess Nationalratspräsident Hanspeter Seiler sauer auf. Einen Seitenhieb in Richtung SF DRS konnte er sich nicht verkneifen. In seiner Ansprache an die Schützengemeinde sprach er besonders über die rasante Entwicklung, die wir durchleben und die schon fast beängstigend ist. Ebenso sei der Weg von Stabilität zu Instabilität gering und dadurch eine gesamtheitlich umfassende Sicherheitspolitik gefragt. Der Grindelwalder Hanspeter Seiler schloss:«Sicherheit ist und bleibt ein öffentliches Gut, das der Staat sichern muss.»

Ein «Fritz» zum Jubiläum?

Das Murtenschiessen ist Traditionen sehr stark verpflichtet und der Ablauf ist jedes Jahr der gleiche. Am Rand ergeben sich aber – wie das Galmizer Beispiel zeigt – lustige Episoden. Wie auch diese: Seit Jahren hält Pfarrer Fritz Sartorius die Feldpredigt am Sonntagmorgen. Und seit zwei Jahren möchte er gerne bei der Feldpredigt zum Murtenschiessen in der Fritzenfluh ein Kind auf den Namen Fritz taufen. Auch im Jahr 2000 hat es nicht geklappt. Im nächsten Jahr jährt sich die Schlacht bei Murten zum 525. Mal. «Dann soll es soweit sein», prophezeit Anton Henninger augenzwinkernd. Mal sehen.

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