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Sind die Chalets am Neuenburgersee Paradiese auf Zeit?

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Autor: ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

Davon, dass die Natur bedroht sei, wenn die Besitzer von Wochenendhäuschen weiterhin am Ufer des Neuenburgersees ihre Ferien verbringen, davon will Jean-Claude Curchod nichts wissen. «Im Gegenteil, die meisten von uns Chalet-Besitzern sind schon seit vielen Jahren in der Gegend verwurzelt. Wir haben bisher Sorge zur Natur getragen und das werden wir auch in Zukunft», erklärt der Präsident der «Arsud» (Association des Riverains Rive Sud du lac de Neuchâtel et Morat).

Curchod hat das Chalet von seinem Vater übernommen und verbringt seither mit Kindern und Enkelkindern regelmässig die Wochenenden am See. Er meint: «Damals schon, als wir das Auto am Hafen abgestellt hatten und zu Fuss oder mit dem Boot zu unserem Häuschen gefahren sind, wurden wir als komische Vögel und Naturfreaks angesehen. Wir machen das immer noch so.»

Der Seezugang war immer schon möglich

«Ich bin für den Naturvertrag», erklärt Curchod, und so- viel er wisse, seien viele seiner rund 140 Vereinsmitglieder ähnlicher Meinung. Im Detail wisse man aber noch nicht, zu welchen Bedingungen man bleiben könne. Einverstanden ist er damit, dass ein grosser Teil der Mieterträge zweckgebunden in die Grande Cariçaie fliessen. Schwieriger zu akzeptieren sei es, dass die Chalets nur an die engsten Familienmitglieder übergeben werden können.

«Was werfen uns die Naturschützer eigentlich vor?», fragt er. Diese wüssten doch genau, dass entlang dem Südufer des Neuenburgersees der Zugang auf dem öffentlichen Grund für Spaziergänger schon immer offen gewesen sei. «Und dass wir privilegiert sind, weil wir für einige Wochenenden am See verweilen können, das wissen wir.»

Neuenburger noch keinen Vertrag erhalten

«Die Verhandlungen um die Wochenendhäuschen am Neuenburgersee ziehen sich schon über Jahre hin», erklärt Jeannette Junier von der Waadtländer Vereinigung «Aprec» (Association des propriétaires des résidences sécondaires rive Cudrefin). Mehrmals hätten Treffen mit Anwohnern, Vertretern von Naturschutzverbänden und des Staatsrates stattgefunden. Bis heute hätten die Betroffenen aber noch keine Vertrags-Offerten erhalten.

Auch Junier bedauert, dass die Chalets nur den Kindern oder Ehegatten hinterlassen werden können: «Wir sind ja schliesslich noch kein zweites Monaco, so viel Betrieb ist hier noch lange nicht.»

Naturschützer der ersten Stunde

Jeanette Junier betont: «Eigentlich sind wir Naturschützer der ersten Stunde. Viele haben ihr Häuschen schon wie wir seit den 1920er-Jahren. Und wenn wir die wundervolle Naturlandschaft nicht seit jeher gepflegt hätten, wäre wohl das Ufer nicht mehr in diesem Zustand erhalten.» Laufend wurden Uferbefestigungen mit grossen Steinblöcken gemacht, und dies auf eigene Kosten.

Auch Cornelia Lenoir hat seit vielen Jahren ein Wochenendhäuschen am See: «Meine Eltern brachten mich zum ersten Mal ins Chalet, als ich drei Wochen alt war.» Ihre Eltern hatten das Häuschen im waadtländischen Chammartin/Cudrefin 1955 übernommen. «Wir haben schon immer Sorge zur Natur getragen, jetzt warten wir gespannt auf den Naturvertrag. Gewiss wird es für einige eine Schmerzgrenze geben, je nachdem wie hoch die jährlichen Abgaben sein werden», betont Lenoir.

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