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Sind die Löhne ungerecht?

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Untertitel: Lehrerinnen und Lehrer Deutschfreiburgs beschweren sich

Autor: Von IRMGARD LEHMANN

Ab 1. Januar 2007 erhalten die Lehrpersonen der Primarschule und des Kindergartens mehr Lohn. Der Staatsrat hat kürzlich die Gehälter in eine höhere Gehaltsklasse eingereiht: von der Klasse 17 in die Klasse 18. Die Erhöhung rechtfertigt sich mit der neuen Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule (Fachhochschule).

Die Lehrer Deutschfreiburgs LDF begrüssen denn auch die Lohnerhöhung, die übrigens nicht nur für die PH-Abgängerinnen und -Abgänger gilt, sondern auch für das Lehrpersonal mit bisherigem Diplom. «Wir begrüssen diesen Entscheid, da er die Berufserfahrung berücksichtigt und somit innerhalb der Berufsgruppen keine Differenzen schafft», heisst es in der Medienmitteilung.

OS-Lehrer vier Stufen höher

Enttäuscht zeigt sich der LDF allerdings mit der Einstufung im Vergleich mit jener des Lehrpersonals auf der Orientierungsstufe. Das Lehrpersonal ist in der Gehaltsklasse 22 eingereiht. Der Jahreslohn (inkl. 13.) beträgt im Minimum rund 83000 Franken und im Maximum 120000 Franken. «Mit einem Studienjahr mehr werden OS- Lehrpersonen um vier Lohnklassen höher eingestuft», erklärt Vorstandsmitglied René Schneuwly.

Im Vergleich zu den Lehrpersonen des Kindergartens (Gehaltsklasse 14), die ja auch ein PH-Studium absolvieren, betrage der Unterschied gar acht Lohnklassen. Mit einer solchen Einstufung werde die Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule massiv abgewertet. «Für den LDF ist es unverständlich, dass eine um ein Jahr längere universitäre Ausbildung sich derart stark auf den Lohn auswirken kann», sagt René Schneuwly. Zumal das berufliche Umfeld in etwa gleich sei. «Ob sich der Staatsrat solche Unterschiede wirklich erlauben kann», fragt der Verband.
Mit der vorliegenden Neueinstufung müsse die Frage gestellt worden, ob das Einstufungssystem Evalfri noch eine Berechtigung habe. «Wenn nur noch finanzpolitische Erwägungen die Löhne diktieren, fühlen sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht mehr ernst genommen», bemerkt der LDF. Evalfri verkomme zu Farce.
Staatsrätin Isabelle Chassot war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Gemäss Personalamt werden jedoch bei der Pädagogischen Hochschule die gleichen Evalfri-Kriterien angewandt wie bei andern Fachhochschulen. Daher figurieren auch die Löhne von Pflegepersonal in der Lohnklasse 18, hiess es auf Anfrage.

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