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Skepsis, Pragmatismus und Vorfreude

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Autor: Carolin Foehr, Urs Haenni Und Frederic Auderset

Nicht zufällig haben die Syndics der vier fusionswilligen Gemeinden gerade diese Woche gewählt, um die Öffentlichkeit von ihren gemeinsamen Zukunftsplänen zu unterrichten. Denn an ihren fast gleichzeitig stattfindenden Gemeindeversammlungen konnten sie den Bürgern ihrer Gemeinden das Projekt vorstellen und schmackhaft machen – quasi als erstes Temperaturfühlen im Hinblick auf die künftige Abstimmung.

Polygamie, nicht Heirat

In Chésopelloz, mit 125 Seelen die kleinste unter den Gemeinden, verrieten die Stimmbürger generell eine offene Grundhaltung – zumindest äusserte sich niemand grundsätzlich ablehnend. Kritische Stimmen betrafen hingegen die Umstände der Bekanntmachung. So sagte ein Bürger, man hätte sie als Erstes informieren oder eine Umfrage machen sollen. Syndic Christian Vorlet antwortete, das Fusionsprojekt habe sich erst in den letzten Wochen herausgebildet, das Stimmvolk werde bis 2015 sicher seine Meinung kundtun können. Im Übrigen sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts unterschrieben.

Ein anderer Bürger störte sich daran, dass man in den Medien schon von einer Verlobung sprach, die fast zwangsläufig zu einer Heirat führen müsse. «Für mich ist das keine Heirat, sondern Polygamie», rief er aus.

Zweifel an zwei Fusionen

Albert Lambelet, Syndic von Corminboeuf, versuchte am Dienstagabend, seinen Zuhörern das Fusionsprojekt mit vielen Argumenten schmackhaft zu machen. In seiner Gemeinde hatten 2007 zwanzig Prozent die Initiative für eine Fusion zu sechst unterstützt. Dementsprechend kritisch verlief die Diskussion. «Ihr begrabt damit eines unserer Wahrzeichen, die direkte Demokratie», so ein Bürger. Corminboeuf werde sich in der Minderheit wiederfinden.

«Diese Fusion lässt dem Grossprojekt kaum eine Chance», analysierte ein anderer. Die Einwohner seien wohl nach wie vor für eine Fusion – ob aber nach einer ersten Fusion jene mit Freiburg, Marly und Villars-sur-Glâne noch attraktiv sein werde, bezweifle er. Ein dritter Bürger sorgte sich um die Missstimmung, die durch den geplanten Alleingang zwischen den Gemeinden geschaffen werde.

«Ein Weihnachtsgeschenk»

Für weniger Diskussionen und mehr Vorfreude sorgte die Ankündigung der Fusion an den Gemeindeversammlungen von Givisiez und Granges-Paccot (siehe FN vom Dienstag). Ein zufriedener Bürger aus Givisiez sagte: «Wir sehen am budgetierten Defizit, dass Givisiez eine kritische Grösse erreicht hat. Dass es mit der Fusion nun konkret vorwärtsgeht, ist ein Weihnachtsgeschenk für mich.» Auch einem anderen Herrn kann es mit der Fusion offenbar nicht schnell genug gehen. Auf seine Frage, wann denn abgestimmt werden könne, antwortete Syndic Michel Ramuz, das dauere zwei bis drei Jahre. «Ou lala!», war die lapidare Reaktion des Mannes.

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