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So beliebt wie seit 20 Jahren nicht mehr

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Jahr für Jahr geraten die Organisatoren des Murtenlaufs an der Pressekonferenz vor dem Event wieder ins Schwärmen. Immer dann, wenn sie die Entwicklung der Läuferzahlen präsentieren und in Erinnerungen schwelgen an die Ziffern der Achtzigerjahren, die heute unvorstellbar sind. So wie 1985 zum Beispiel, als sich 16 338 Personen angemeldet hatten. Allesamt für die klassische Distanz über 17,17 Kilometer, ohne dass die Zahlen mit Kategorien wie Walking, Kurzstrecke oder Mini-Murtenlauf künstlich in die Höhe getrieben werden mussten. «Damals gab es sehr wenige andere Läufe. Der Murtenlauf war in der ganzen Schweiz ein Begriff», sagt OK-Präsident Daniel Lehmann.

Wenige Deutschschweizer

Dass das heute anders ist, illustrierte er anhand eines Beispiels aus der Quizshow «1 gegen 100» auf SF 1. Dort wurde eine Kandidatin am Montagabend gefragt, wo sich das Ziel des Murtenlaufs befindet, in Lyss, Neuenburg oder Freiburg. Ihre Antwort lautete Lyss … Für Lehmann ist das nicht bloss ein Zufall. «In der Deutschschweiz haben wir Nachholbedarf.» Der Stellenwert sei nicht mehr derselbe. Früher habe es Spezialzüge von der Ostschweiz nach Murten gegeben. «Selbst für nicht Sportinteressierte war der Murtenlauf ein Begriff.» Heute gelte das vor allem für die Romandie. Die Organisatoren haben in den letzten Jahren gemerkt, dass immer weniger Läufer aus der Deutschschweiz anreisen. Es dürfte eine Entwicklung sein, die schwierig aufzuhalten ist. «Es gibt ja mittlerweile überall Läufe. Deshalb habe ich auch Verständnis dafür, dass nicht mehr viele Läufer extra aus dem Thurgau anreisen.» Heute machen die Teilnehmer aus Deutschschweizer Kantonen noch gerade rund zwölf Prozent aus.

Doch in der Romandie und in Freiburg haben es die Organisatoren Schritt für Schritt geschafft, den Murtenlauf wieder beliebter zu machen. Seit dem Tiefpunkt 1998, als sich noch knapp über 6000 Personen angemeldet hatten–obwohl, abgesehen von der Walking-Kategorie, in der rund 800 Personen starten, bereits sämtliche heutigen Zusatzkategorien existierten–geht es wieder bergauf. Dieses Jahr wird aller Voraussicht nach erstmals seit 1992 wieder die Zehntausender-Marke geknackt. 9000 Personen haben sich bis gestern angemeldet. «Am Wochenende schreiben sich jeweils noch rund 1000 Personen ein, dazu bleiben noch die Wochentage», sagt Direktor Laurent Meuwly. Er geht deshalb von rund 10 300 Anmeldungen aus. Das wären 850 mehr als im Vorjahr.

Keine Ende in Sicht

Dieser Zuwachs erklärt sich nicht nur dadurch, dass beispielsweise der Mini-Murtenlauf immer beliebter wird und am Samstag auf dem Python-Platz in Freiburg rund 1400 Kinder erwartet werden. Auch bei der Strecke von Murten nach Freiburg zeigt die Tendenz nach oben: Waren es letztes Jahr 6800 Angemeldete, werden es 2012 über 7000 sein. Für Meuwly gibt es mehrere Gründe dafür. Einer davon ist das gute Wetter in den letzten Jahren, das bewirkte, dass der Lauf bei den Athleten in guter Erinnerung bleibt. Ein anderer ist der Schweizer Sieg durch Stéphane Joly im letzten Jahr, der dafür gesorgt hat, dass der Lauf in den Medien präsenter war als in den Jahren zuvor.

Meuwly geht davon aus, dass die positive Tendenz anhält. 2013 feiert der Murtenlauf seinen 80. Geburtstag. «Von früheren Jubiläumsläufen wissen wir, dass sich immer einige Personen zusätzlich anmelden. Wer weiss, vielleicht knacken wir nächstes Jahr sogar die Elftausender-Grenze.»

Spitzenläufer: Titelverteidiger Stéphane Joly nur mit Aussenseiterchancen

Nach dem letztjährigen Sieg des Jurassiers Stéphane Joly dürfte der Sieg bei den Männern dieses Jahr wieder an einen Afrikaner gehen. Joly befindet sich nach langer Verletzungspause erst im Formaufbau und dürfte einzig um den Titel des besten Schweizers kämpfen, der immerhin noch 1000 Franken einbringt. Die Verpflichtung von starken Schweizer Athletinnen und Athleten sei nicht leicht, sagte Frédéric Dumas, der für die Spitzenläufer verantwortlich ist, gestern. Der Grund dafür liegt auch hier in der wachsenden Konkurrenz. Dazu gehört der sechs Läufe umfassende, populäre Postcup, zu dem der Murtenlauf, obwohl Dumas dies beantragt hatte, nicht gehört. So weilt beispielsweise Sabine Fischer, die in der Gesamtwertung des Postcups führt, momentan lieber in den Ferien und greift dann im November wieder bei den Postcup-Rennen ein.

Fürholz muss passen

So sind mit Gladys Kiptrotich und Nancy Koech bei den Frauen zwei Kenianerinnen klar favorisiert. Die Solothurnerin Martina Strähl hat gute Chancen, zum vierten Mal in Folge aufs Podest zu laufen und beste Schweizerin zu werden. Grosse Favoritin auf den Titel der besten Freiburgerin ist in Abwesenheit der angeschlagenen Monika Fürholz die Senslerin Regula Zahno.

Bei den Männern werden wohl Oqubit Berhane (Eritrea), der treue Teilnehmer Tolossa Chengere (Äthiopien) und Shadrack Kimaiyo (Eritrea) den Sieg unter sich ausmachen. Vielversprechende Freiburger sind in Abwesenheit von Rolf Rüfenacht Michel Brügger, Thomas Meszaros und David Girardet. fm

Murtenlauf

Das Programm

Samstag: 14–17.30 Uhr: Georges-Python-Platz: Mini-Murtenlauf für Kinder und Jugendliche (700 Meter bis 3,5 Kilometer).

 

Sonntag: 9.20 Uhr: Start ab Courtepin zum halben Murtenlauf (8,6 Kilometer), Walking und Nordic Walking.

 

Ab 10.15 Uhr: Start ab Murten zum Murtenlauf. (17,445 Kilometer*).

 

* Wegen der Baustelle im St. Leonhard ist die Strecke dieses Jahr 275 Meter länger als üblich.fm

 

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