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So ein Käse!

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: «Bauern wollen aus ihrer Milch lieber Gruyère als Emmentaler produzieren» – FN vom 21. September

«So ein Käse» – das war die Schlagzeile vorletzte Woche im Sonntagsblick betreffend Käserei Wengliswil. «So ein Käse» ist auch, was hier von der Käsereigenossenschaft Wengliswil gefordert wird. Und dann noch mit Drohungen, rechtliche Schritte einzuleiten und nötigenfalls bis vor Bundesgericht zu gehen!

Bereits in einem ähnlichen Bericht in der FN vom 21. September dieses Jahres machten die Milchlieferanten auf ihre unbestritten missliche Lage aufmerksam. Spulen wir aber gut 20 Jahre zurück: Da war jeder Emmentaler fabrizierenden Käsereigenossenschaft im Sensebezirk die Möglichkeit gegeben, von Emmentaler- auf Gruyère-Fabrikation umzustellen. Einige wenige taten dies auch. Acht Jahre später – in den Jahren 1998 und 1999 – war eine Umstellung noch einmal möglich. Wiederum stellten einige Betriebe ihre Fabrikation um. Doch die Milchlieferanten von Wengliswil waren wiederum nicht dabei. Die Sortenorganisation von Gruyère hat es aber nicht verpasst, die produzierende Menge an den Absatz zu koppeln. Die Folge wurde bald spürbar und der immer krassere Milchpreisunterschied ist das Resultat, wenn am Markt vorbeiproduziert wird – die Mehrmengen bei der Industriemilch lassen grüssen. Was ich aber an den Forderungen von Wengliswil am wenigsten begreife, ist der Wunsch, auch dieser gut organisierten Sortenorganisation Gruyère beizutreten und vom guten Milchpreis zu profitieren. Im gleichen Atemzug will die Käsereigenossenschaft all dies aber mit Argumenten aus Kartellrecht und unlauterem Wettbewerb infrage stellen und die ganze Mengenverwaltung gefährden. Genau dann wären wir mit der Gruyèrefabrikation in kurzer Zeit dort, wo Wengliswil heute mit der Emmentalerfabrikation bereits ist.

Seit über zehn Jahren existiert beim Gruyère eine Warteliste, in der auch Wengliswil aufgeführt ist. Je nachdem, wie sich der Absatz entwickelt, kann hier Gesuchen von Genossenschaften in der Reihenfolge der Eingaben entsprochen werden. Liebe Berufskollegen, es gibt aber auch Wartelisten bei der Zuckerrübenproduktion, bei der Saatkartoffelproduktion, bei der Pouletmast, bei den kostendeckenden Einspeisevergütungen für erneuerbare Energie. Genau dort, wo es Wartelisten gibt, stimmen in etwa noch die Absatzpreise. Liebe Landwirte, liebe Berufskollegen: Machen wir nicht untereinander kaputt, was noch gut ist und sich bewährt hat. Graben wir unser Grab nicht selbst, es gibt da genug andere!

Autor: Otto Riedo, St. Ursen

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