Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

So faszinierend klingt die Westschweiz

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Bereits um 17 Uhr öffnete das Fri-Son seine Pforten. Auf dem Programm standen die Konzerte von sieben Bands, zwei davon feierten die Vernissage ihrer neuen Alben. Alle Bands stehen beim 2012 in La Chaux-de-Fonds gegründeten Label Hummus Records unter Vertrag. Eintrittspreis gab es keinen, man konnte so viel bezahlen, wie man wollte. Abseits der Konzerte konnte man sich T-Shirts bedrucken lassen, Videoinstallationen besichtigen, durch Platten und Bandmerch stöbern oder zur Stärkung libanesische Mezze mit Hummus geniessen.

Das erste musikalische Spektakel liess nicht lange auf sich warten: Die Freiburger Post-Rock-Band Darius spielte im grossen Saal auf, wobei die fünf Musiker, im Saal verteilt auf fünf Podesten, ihre ansonsten metallisch verzerrten Klänge mit akustischen Gitarren vertonten. Beissende Riffs verwandelten sich in bewegende Balladen, dazu wurde das Publikum von allen Seiten beschallt und verlor sich in der melancholischen Soundlandschaft. Aufgeweckt wurde man anschliessend vom lautstarken Groove-Gewitter der Grindcore-Band Yautja aus Nashville, die zurzeit mit Coilguns durch Europa tourt. Darauf folgte eine Solo-Performance des Jurassiers Louis Jucker, der Hummus Records zusammen mit Jona Nido gegründet hat. Mit eigens gebauter Gitarre brachte er das Publikum mit seinem Lo-Fi-Folk zum nächtlichen Tagträumen. Nackenbrecherische Albträume wurden einem danach durch die Black-Metal-Band Rorcal beschert.

Bereits bis hierhin war der Abend voller musikalischer Höhepunkte. Mit dem abwechslungsreichen Programm bewies das Westschweizer Label, welch herausragende Koryphäen der Indie-Musik die Romandie hervorbringen kann. Dazu gehören sicherlich auch Emilie Zoé und Coilguns. Beim Konzert von Emilie Zoé schien der ganze Saal gebannt den Atem anzuhalten: Ob gehauchter Indie-Folk oder schreiende Gitarre, die ausdrucksvolle Musik ging tief unter die Haut. Nicht alle Augen blieben trocken.

Entfesselt und ungebändigt

Zur Vernissage ihres neuen Albums «Watch­winders» liess danach die Hardcore-Band Coilguns, Galionsfigur des Labels, die Grundmauern des Fri-Son erzittern. Ebenjener verträumte Louis Jucker hetzte nun wie ein wild gewordener Hund auf der Bühne herum, Gitarren wurden malträtiert und das Schlagzeug traktiert. Die Musik zäh und schwer verdaulich, und doch entfesselt, ungebändigt und befreiend.

Zum Abschluss liess sich das von Schweiss durchnässte Publikum von der Bieler Band Edmond Jefferson & Sons mit ihrem psychedelischen Retro-Rock in die 70er-Jahre zurückversetzen. Insgesamt ein von musikalischen Extremen und viel Herzblut geprägter Abend, der in all seinen Facetten faszinierte und fesselte.

Hummus Records

Mehr als 30 Bands unter dem Label vereint

Hummus Records wurde 2012 von Jona Nido und Louis Jucker von der Band Coilguns in La Chaux-de-Fonds gegründet. Über die Jahre häuften sich die Anfragen, und das Label wuchs langsam und stetig an. Bis heute haben mehr als 30 Bands ihre Platten bei Hummus Records veröffentlicht, darunter nebst Coilguns auch Emilie Zoé, Dirty Sound Magnet, Louis Jucker, Ølten, HEX u. v. m. Bis heute wird das Label von den beiden Gründern und mittlerweile mit der Hilfe eines Freundes unterhalten. Hummus Records vereint die verrückten, neu erfindenden und Grenzen durchbrechenden Musiker der Westschweiz. Das nächste Hummus-Fest findet am 28.  3.  2020 im Case à Chocs in Neuenburg statt.

sr

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema