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So sexy kann Wissenschaft sein

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In der Aula Magna der Universität Freiburg ging vorgestern Abend der Schweizer Final des Wettbewerbs «Ma thèse en 180 secondes» («Meine Doktorarbeit in 180 Sekunden») über die Bühne.

Die Ausgangslage war ebenso einfach wie knifflig: 16 Promovierte, die in regionalen Ausscheidungen ermittelt worden waren, hatten die Aufgabe, ihre Dissertation ohne weitere Hilfsmittel ihrem Publikum in drei Minuten – und keiner Sekunde mehr – verständlich und humorvoll darzubieten. Ermittelt wurde schliesslich ein Publikumssieger sowie ein Jury­preis. Präsidentin der sechsköpfigen Jury war Alt-Staatsrätin Isabelle Chassot, gegenwärtig Direktorin des Bundesamts für Kultur. Und nicht zuletzt dank dem witzigen Conférencier Yann Marguet und DJ Ronfa, der für den musikalischen Rahmen zuständig war, kam das Publikum in den Genuss einer richtigen Show. Die Quintessenz: So sexy kann Wissenschaft präsentiert werden – wenn man die laut Marguet «oft unverständlichen Dissertationen» auf ein bis zwei Kernthesen reduziert und rhetorisch entsprechend verpackt. Das thematische Spek­trum war denkbar breit und reichte von Biologie über Recht bis zur Literaturwissenschaft, von fluoreszierenden Nano­diamanten über den grossen königlichen Palast des Mari im antiken Syrien bis zur psychischen Gesundheit von Schwangeren. «Natürlich hat die Eloquenz der Vortragenden nichts mit der wissenschaftlichen Relevanz des jeweiligen Themas zu tun», sagte Uni-Rektorin Astrid Epiney nach den 16  Ul­trakurz-Vorträgen im Gespräch. «Es ist auch nicht jedem gleichermassen gegeben, sein Thema auf diese Weise zu präsentieren.»

Obwohl es sich um eine Schweizer Meisterschaft handelte, gab es nur französische Darbietungen. Die Deutschschweiz östlich und nördlich von Freiburg war zudem nur mit einer Teilnehmerin vertreten: Clara Schwarz von der Universität Zürich. Offenbar stösst der Wettbewerb dort auf ein weit geringeres Interesse als in der Westschweiz.

Die Gewinnerin des Jury­preises war ausgerechnet jene Teilnehmerin, welche als allerletzte auf die Bühne kam: Pascale Deneulin von der Universität Lausanne. Vielleicht lag ihr Sieg aber auch an der Attraktivität ihres Themas: dem Wein. Deneulin präsentierte ihre semantische und sensorische Studie über das Konzept der «Mineralität des Weins». Der Zweitplatzierte war gleichzeitig der Gewinner des Publikumspreises: Lucas Güniat von der ETH Lausanne mit seiner Arbeit über Nanodrähte. Dritte wurde Marie-Hélène Girard von der Universität Genf mit ihrer Dissertation über Übersetzungsprobleme beim internationalen Strafrecht.

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