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Social Media in spirituellen Diensten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Warum bist du auf dieser Welt? Schick uns ein Video dazu!» – «Papst Franziskus fragt Jugendliche, was sie sich für eine Kirche wünschen – was meinst du dazu?» Mit solchen Fragen richtet sich Valentin Beck, Bundespräses von Jungwacht Blauring (Jubla), via Facebook oder Twitter an junge Menschen. Die modernen Medien ermöglichten genau das, was der Jubla, aber auch ihm, Beck, persönlich wichtig sei: die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen – und damit die Möglichkeit, sich einzubringen. «Spirituelle Animation will anregen, will Selbstentfaltung ermöglichen», sagt der 34-jährige Theologe. «Meine Botschaft lautet: Es lohnt sich, sich mit den grossen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen.» Ziel sei es, den jungen Menschen zu ermöglichen, «ihre spirituelle Ader zu entdecken». Dies sei zwar nicht explizit christlich, sagt Beck, dennoch begründet er diese Aufgabe durchaus mit einer christlichen Grundhaltung: «Die Kirche muss dort präsent sein, wo das Leben stattfindet», also auch auf Social Media. «Unsere Mehrheitsgesellschaft ist nicht mehr stark kirchlich sozialisiert. Glaube ist für viele ein Tabuthema. Mit solchen Fragen kann ich dazu anregen, über Spiritualität nachzudenken und neugierig Antworten zu suchen.» Es gehe ausserdem darum, christliche Begriffe wie «Schöpfung» oder «Nächstenliebe» konkretisierend zu übersetzen: mit einem Blogbericht, der zeigt, wie ein Kind im Rollstuhl dank der Hilfe anderer an einem Sommerlager teilnehmen kann, oder per Youtube-Video über eine Solidaritätsaktion, bei der Jubla-Kinder Geld für Gleichaltrige auf den Philippinen sammeln.

Persönliches Zeugnis abgeben

Explizit christlich wird es für Beck überall dort, «wo es ein persönliches Zeugnis gibt». Etwa bei philosophischen Diskussionen am nächtlichen Lagerfeuer, oder wenn Leitende oder Präsides über die Motivation für ihr Handeln erzählen. «Wenn Tun und Reden übereinstimmen, können das wirksame Vorbilder sein.» Solche Vorbilder kennt Beck auch aus seinem eigenen Leben. Da war seine Grossmutter, die auf selbstverständliche Art fromm war. «Sie hat abends vor dem Marienbild jeweils eine Kerze angezündet. Einmal habe ich sie beim Beten ‹erwischt›», sagt er schmunzelnd. «Ihr Glaube hat direkt ins Leben gewirkt, ohne dass sie ihn besonders thematisiert hätte.» Das gelebte Zeugnis hat Beck mehr geprägt als das gesprochene. Als «authentisch» hat er in seiner Jugend auch einen jungen Pfarrer erlebt, von dem er lebhaft erzählt: «Er hatte keinerlei klerikale Distanz, er fluchte auch schon mal beim Autofahren. Man fand bei ihm immer ein offenes Ohr, er konnte Trost vermitteln und Senioren zum Lachen bringen.» Solche Menschen und persönliche Neugier brachten Beck dazu, Theologie zu studieren. Hinzu kam die Erfahrung eines mehrmonatigen Afrika-Aufenthalts. Hier erlebte er, dass die Kirche überall dort bei den Menschen war, wo der Staat versagte.

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