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Solche Gäste hat man gerne

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Autor: Frank Stettler

Sieben der acht letzten Spiele hatte der EV Zug in Freiburg verloren. Ganz offensichtlich wollte das Team von Trainer Doug Shedden diese triste Bilanz mittels Aggressivität und Provokation aufbessern. Das begann bereits beim Einlaufen, als Duri Camichel Gottérons Mark Mowers in Anlehnung an das SCB-Spiel gestenreich als «Schwalbenkönig» taxierte. Der Amerikaner durfte gestern übrigens spielen, weil in den Reglementen nirgends verankert ist, dass zwei Spieldauerdisziplinarstrafen in einem Spiel, wie sie Mowers am Dienstag von Referee Brent Reiber aufgebrummt erhielt, automatisch eine Spielsperre nach sich ziehen. Zug spielte deshalb übrigens unter Protest, zog diesen aber nach Spielende wieder zurück.

Nettigkeiten allenthalben

Die Gehässigkeiten gingen weiter, als Alessandro Chiesa in der 13. Minute Cédric Botter zum Faustkampf herausforderte und diesen auch klar gewann. Weshalb aber beide in die Kabine mussten, obwohl nur der Zuger seine Handschuhe ausgezogen hatte, lässt Fragen offen. Ständiger Begleiter der Partie war Trash-Talk auf beiden Seiten, allen voran Heins und Metropolit zogen diesbezüglich alle Register.

Gespielt wurde schliesslich auch noch – und dies auf Seite der zuletzt arg gebeutelten Freiburger gar nicht einmal so schlecht. Bereits nach 13 Sekunden (!) eröffnete Mike Knoepfli das Skore. Ausgerechnet der Kanada-Schweizer, der seit 24 Spielen ohne Torerfolg geblieben war und am Mittwoch seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hatte. Seinen letzten Treffer erzielte er am 1. Oktober. Der Gegner? EV Zug.

Ein Doppelschlag

Gottéron zeigte sich insgesamt endlich wieder erfrischend offensiv, kreierte sich zahlreiche Chancen. Umso überflüssiger war der Ausgleich, ärgerlich und unnötig zugleich (21.). In Überzahl zeigte Hüter Cristobal Huet zunächst einen Big Save, ehe der Josh Holden den Puck auf dem Silbertablett servierte.

Glück hatten die Gastgeber, als wenig später ein weiterer Treffer der Innerschweizer aberkannt wurde. Schliesslich waren es Andrei Bykow und Björn Melin, die mit einem Doppelschlag innert zwei Minuten Gottéron 3:1 in Führung schossen.

Dies wiederum schmeckte dem eine Prise zu aggressiv agierenden EVZ-Goalie Jussi Markkanen nicht. Der Finne war der Auslöser eines allgemeinen Handgemenges. Ein gefundenes Fressen für Zugs Mann fürs Grobe, Thomas Rüfenacht, der sich mit allem anlegte, was ein schwarzes Dress trug. Dass der Provokateur der ärmeren Sorte im Schlussdrittel, als die Partie nach weiteren Toren von Bykow und Melin schon lange gelaufen war, sich Alain Birbaum vorknöpfte und unter die Dusche musste, überraschte nun wirklich niemanden mehr.

Präsidiale Vorgabe verpasst

Was am Ende zählte, war, dass die drei Punkte in Freiburg blieben. Es war der erste Vollerfolg seit dem 3. Dezember gegen Biel. 55 Punkte hatte Präsident Laurent Haymoz bis zur Weihnachtspause gefordert, 51 sind es schliesslich geworden.

Nach den Festtagen nimmt die Mannschaft von Serge Pelletier am 28. Dezember das Training wieder auf, ehe am 2. Januar der ZSC zu Gast ist. Es bleibt zu hoffen, dass Gottéron die Pause diesmal nutzt, um sich endlich wieder in der Form vom Saisonstart zu präsentieren.

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