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Sommer, Sonne und Schönheit

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Am 21. Juni, mittags um 12.07 Uhr hat bei uns der astronomische Sommer Einzug gehalten. Vom Sommer als Jahreszeit erwarten wir warmes und angenehmes Wetter mit viel Sonnenschein, erholsame Urlaubstage und für unsere Schönheit möglichst eine gebräunte Haut. Die braune Haut am Ende des Urlaubs ist doch ein Zeichen für Gesundheit, Sportlichkeit und Beweglichkeit. Wer nicht braun gebrannt aus den Ferien nach Hause kommt, hat offensichtlich keine schöne Zeit erlebt, so die vorherrschende Meinung…

Blass war einst «in»

Bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts war das gerade umgekehrt. Wer eine braune Haut aufwies, musste sicher schwere Arbeit im Freien verrichten. Von Wellness pur sprach da niemand. Im Gegenteil: Die damalige Gesellschaft hat sich mit Sonnenschirmen (Parasol und daraus bei uns der ‹Pärisou›) gegen die Einwirkung des Sonnenlichts geschützt. Der Sonnenschirm war zeitlich viel früher in Gebrauch als der Regenschirm.

Gefährliche Bräune

Nun kann man sich fragen, ob sich die Haut von uns Mitteleuropäern eignet, durch das Sonnenlicht gebräunt zu wer-den. Die Antwort ist: «ja – aber». «Ja», wenn diese braune Haut zu einem Schönheitsideal gehören muss. Das «aber» muss ebenfalls noch diskutiert werden, denn die Sonnenstrahlen sind nicht ohne Gefahren.

Das Sonnenlicht ist nämlich eine Mischung von ganz unterschiedlichen Strahlenanteilen. Es sind dies die kurzwelligen Ultraviolett-(UV-) Strahlen, die sichtbaren Strahlen und die langwelligen Infrarot-Strahlen. Die UV-Strahlen sind sehr energiereich, und sie können zerstörerisch wirken. Die sichtbaren Strahlenanteile enthalten ein Farbspektrum von Blau bis Violett und sind für uns Menschen harmlos. Die langwelligen Infrarot-Strahlen sind wärmespendend. Alle Strahlenanteile zusammen geben ein weisses Licht.

Verschiedene Strahlen

Die Gefahren für unsere Haut gehen von den kurzwelligen UV-Strahlenanteilen aus. Man unterscheidet, je nach Wellenlänge des UV-Lichts, zwischen UVC-, UVB- und UVA-Strahlen. Die UVC-Strahlen werden schon in der Ozonschicht auf 20 bis 50 Kilometern Höhe über der Erdoberfläche abgefangen und unschädlich gemacht. Sie sind so energiereich, dass sie auf der Erde alle Formen von Leben zerstören würden. Die UVB- und UVA-Strahlen machen zusammen nur fünf Prozent des Sonnenlichtes aus, das auf Meereshöhe ankommt. Dieser Prozentsatz hängt aber von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel vom geografischen Breitengrad und der Jahreszeit. An den Polen unserer Erde fallen die Sonnenstrahlen, bedingt durch die schiefe Erdachse, sehr flach ein. Der Weg der Strahlen ist länger und damit der UV-Strahlenanteil geringer.

Je nach Standort und Jahreszeit

Am Äquator ist es gerade umgekehrt, der Einfallswinkel ist steil, die Wege der Sonnenstrahlen kürzer und der UV-Strahlenanteil grösser. Bei uns in Europa erreichen uns die Sonnenstrahlen im Winter in einem flacheren Winkel als im Sommer. Die UVB- und UVA-Strahlung ist daher im Sommer grösser als im Winter. Eine wichtige Rolle für die UV-Strahlenanteile spielt auch die Höhe über Meer.

In den Bergen ist die UV-Strahlung intensiver als im Flachland. Die UVA-Strahlen dringen weniger tief in die Haut ein und sind daher für die Bräunung verantwortlich. Die UVB-Strahlen erreichen tiefere Hautgewebe und verursachen den Sonnenbrand. Jeder Mensch hat aber eine sogenannte Eigenschutzzeit. Das ist die maximale Zeit, während der man an einem Tag ungebräunte Haut der Sonne aussetzen darf, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Für einen Mitteleuropäer beträgt diese Zeit durchschnittlich 15 bis 20 Minuten. Noch besser ist es aber, möglichst nie einen Sonnenbrand zu bekommen, denn die Haut vergisst ihn nicht mehr. Immer wieder auftretende Sonnenbrände führen zu einer früh alternden Haut oder im schlimmeren Fall zu einem Hautkrebs (Hautmelanom).

Täglicher UV-Index

Wie kann man nun erfahren, ob die UV-Strahlung stark oder schwach ist? MeteoSchweiz berechnet von Anfang Mai bis Ende September täglich einen sogenannten UV-Index auf www.meteoschweiz.ch. Tippt man «UV-Index» an, werden auf einer Schweizer Karte, an verschiedenen Orten und Höhenlagen, Zahlenwerte von eins bis elf eingetragen. Diese Zahlenwerte weisen auf die maximale Stärke der UV-Strahlung hin, wie sie zwischen 11 Uhr mittags und 15 Uhr nachmittags zu erwarten ist. Je höher diese Zahlenwerte, umso intensiver die UV-Strahlung. Klickt man «Legende» an, erfährt man, was die Zahlen bedeuten und vor allem, wann und wie man sich gegen die Sonneneinstrahlung schützen muss. Liegen die Zahlen zwischen eins bis vier, dann sind das Tage mit vielen Wolken. Es ist also wenig UV-Strahlung zu erwarten. Je höher die Werte steigen, umso sonniger wird der Tag, und es gibt wenig bis keine Wolken. Hält man sich im Freien auf (Arbeiten im Garten, Baden an einem See oder in einer Badi, Wanderungen im Flachland oder in den Bergen, Bergtouren etc.), dann muss man sich ab UV-Index fünf bis sieben schützen. Für die Augen dient eine gute Sonnenbrille, für die Haut die «3-H-Regel». Sie besagt, dass man in den Mittags-stunden den Körper mit Hut, Hemd und Hose abschirmen muss.

Bei noch höheren Index-Zahlen, ab Index acht bis elf, müssen die freien Hautpartien im Gesicht, den Händen, im Nacken und den Armen zusätzlich mit einer Sonnenschutzcreme vor Sonnenbrand bewahrt werden. Der Schutzfaktor der Creme sollte mindestens doppelt so hoch sein, wie die UV-Index-Zahl.

Bei all diesen Betrachtungen und Hinweisen kann man sich nun fragen, wie denn Tiere und Pflanzen auf diese UV-Strahlen reagieren? Dazu im Juli-Beitrag mehr.

Mario Slongo ist ehemaliger DRS- Wetterfrosch. Einmal im Monat erklärt er in den FN spannende Naturphänome­­­­ne. Weitere Beiträge unter: www.freiburger-nachrichten.ch, Dossier «Wetterfrosch».

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