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Sorgen um die Zukunft der Pensionskasse

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Zwar konnten die Freiburger Generalräte gestern Abend nicht über die Rechnung 2014 der Pensionskasse des Personals der Stadt Freiburg abstimmen, sondern diese nur zur Kenntnis nehmen. Dennoch sparten sie nicht mit Bemerkungen zur Rechnung 2014 und vor allem zur Zukunft der Kasse.

«Die aktuelle Rechnung ist positiv, aber die Zukunft dunkel», sagte Dominique Jordan Perrin (SP), Präsidentin der Finanzkommission. So sei der Finanzkommission etwa aufgefallen, dass die Globalrendite mit 5,5 Prozent unter derjenigen der Pensionskasse des Staatspersonals von über acht Prozent liege. «Auch sind die Verwaltungskosten für die Anlagen relativ hoch für die eher schwachen Resultate.» Bei der aktuellen, schwachen Rendite sei keine Besserung in Sicht. «Wir müssen uns fragen, ob wir den aktuellen technischen Zinssatz von 3,5 Prozent noch beibehalten können.»

Dunkle Perspektiven

Die FDP habe das gute Resultat mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, sagte Sprecher Jean-Pierre Wolhauser und lobte, dass die Pensionskasse ihren Deckungsgrad steigern und die Stadt ihre Garantie von 98,9 auf 66,7 Millionen Franken reduzieren konnte. Wichtig sei aber, dass die Sanierungsmassnahmen die Pensionskasse auch nachhaltig sichern könnten.

«Die Rechnung 2014 war erfolgreich, die Rechnung des aktuellen Jahres ist auf gutem Weg. Die dunklen Perspektiven machen uns aber Sorgen», sagte Addei Sidi Nur Manguay im Namen der SP. Der schwierige Finanzmarkt, der starke Franken und die sinkenden Zinsen drängten die Kasse dazu, ihre Leistungen zu überprüfen – jedoch mit der nötigen Wachsamkeit.

«Wir sind zufrieden, dass der Gemeinderat von seiner jubilierenden Sichtweise abgekommen ist und nun auch die Probleme thematisiert, die auf die städtische Pensionskasse zukommen werden», sagte Christa Mutter, Sprecherin der Grünen. Sie forderte eine Anpassung des technischen Zinssatzes nach unten. «Der jetzige Zinssatz von 3,5 Prozent ist ein Traum aus der Vergangenheit.» Eine Senkung sei unvermeidlich. «Diese Aussicht ist nicht erfreulich, aber wir müssen damit leben.» Auch Pierre Marchioni forderte im Namen der SVP eine Anpassung destechnischen Zinssatzes. «Durchdie Einhaltung des jetzigen Niveaus werden Sie das ganze Gebäude aus dem Gleichgewicht bringen. Dann werden Sie auch ein paar zusätzliche Millionen finden müssen, um alles wieder ins Lot zu bringen», warnte er. Denn die Renditeperspektiven für die kommenden Jahre veranlassten nicht zum Optimismus. «Es ist zu befürchten, dass die Blütezeit der positiven Verlaufskurven vorbei ist und der Gang der Weltwirtschaft langfristig gebremst wird.»

«Nachhaltigkeit verbessern»

 Das Ziel für das Jahr 2014, ein globaler Deckungsgrad von über 70 Prozent, sei erreicht, sagte Benoît Hemmer, Sprecher der CVP-GLP-Fraktion. Jedoch wies er auf die hohen Verwaltungskosten hin. «Es ist nötig, dass wir gut mit den Anlageinstituten zusammenarbeiten.»Auch Eva Heimgärtner, Sprecherin der Mitte links – CSP wies auf die schwierigen Rahmenbedingungen, die alle Pensionskassen beträfen, hin, und forderte: «Wir müssen die Nachhaltigkeit der Investitionen verbessern.»

 

Zahlen und Fakten

Sanierungsmassnahmen zeigen erste Wirkung

Am 1. Januar 2014 traten die Massnahmen für die Sanierung der Pensionskasse der Stadt Freiburg in Kraft, unter anderem gab es eine einmalige Finanzspritze von 56,8 Millionen Franken (die FN berichteten). Dementsprechend hat sich die Lage der Pensionskasse verbessert. So konnte sie etwa den Deckungsgrad von 52,2 auf 70,6 Prozent steigern und das Nettovermögen von 108,2 auf 169,9 Millionen Franken erhöhen. Sorgen bereiten der Pensionskasse der starke Franken und der sinkende technische Referenzzinssatz des Bundes.rb

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