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Sozialarbeiter ist der Veruntreuung angeklagt

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Es sind schwere Anschuldigungen, die gegen einen Sozialarbeiter des städtischen Beistandschaftsamts für Erwachsene erhoben werden: Er soll mindestens drei seiner Mündel um Geld betrogen haben, indem er ihnen leere Quittungen vorlegte. Sie unterschrieben sie, und er setzte erst später den Betrag ein. «Die Leitung des Beistandschaftsamts hat eine Klage gegen den Mann eingereicht», sagt Staatsanwalt Jean-Luc Mooser den FN und bestätigt einen Artikel der Zeitung La Liberté. Nun wurde eine Untersuchung eröffnet. Vorgeworfen werden dem Mann Veruntreuung, ungetreue Geschäftsführung und Urkundenfälschung.

Der Mann ist Beistand von rund siebzig Personen. «Das Beistandschaftsamt wird eine erste Auslese vornehmen und mir die Fälle weiterleiten, die verdächtig sind», sagt Mooser. Dabei gehe es auch nur um Fälle aus den Jahren 2014 und 2013; «die früheren Dossiers wurden ja bereits alle genehmigt, da wären Unregelmässigkeiten aufgefallen.»

Der Sozialarbeiter, der seit 2011 beim Beistandschaftsamt der Stadt Freiburg arbeitet, wehrt sich gegen die Vorwürfe. Sein Anwalt, Christian Delaloye, sagt: «Mein Mandant hat sich mehrere Male darüber beschwert, wie er von seinem Chef behandelt wurde; es herrschte ein schlechtes Arbeitsklima.» Er habe das Gefühl, diese Anschuldigungen seien nun die Quittung dafür. «Mein Mandant ist aus allen Wolken gefallen, als er von den Anschuldigungen hörte.»

Gericht oder Strafbefehl?

Weist der Staatsanwalt dem Mann Veruntreuung nach, könnte er bei einer Summe bis 10 000 oder 20 000 Franken mit einer Verurteilung per Strafbefehl davonkommen; bisher sind offenbar Unregelmässigkeiten in der Höhe von 10 000 Franken bekannt. «Ist die Summe grösser, kommt er vor Gericht», sagt Mooser. «Dabei wiegt auch schwer, dass er Gelder von Mündeln veruntreut hat, also von Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.» njb

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