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Soziale Bewegungen vernetzen sich

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Soziale Bewegungen vernetzen sich

Freiburg war am Wochenende Schauplatz des ersten Schweizer Sozialforums

Die Organisatoren des ersten Schweizer Sozialforums erachten das Treffen «als wichtigen Schritt in der Konstruktion einer Plattform des Austausches und der Debatte innerhalb der sozialen Bewegungen der Schweiz».

Von WALTER BUCHS

Im Geiste von Porto Alegre und Florenz «hat das Schweizer Sozialforum aufgezeigt, dass ein neues Paradigma einer politischen Handlungsweise entsteht». Dies stellte Francisco «Chico» Whitaker, Gründungsmitglied des Weltsozialforums von Porto Alegre, bei der Eröffnung dieses nationalen Treffens am Freitagabend auf dem Pythonplatz in Freiburg fest. Er war einer der Stargäste des Forums.

Thematische Vielfältigkeit

Inhaltliche Schwerpunkte des Treffens waren drei Hauptvorträge und die rund 40 Workshops, die in den Räumen der Universität Miséricorde abgehalten wurden. Wie die Organisatoren in einer Medienmitteilung vom Sonntagabend betonten, zeichneten sich diese «sowohl durch thematische Vielfältigkeit wie auch durch die hohe Qualität der Reflexion und der Debatte aus».

Sie hoffen deshalb, dass die debattierten Inhalte die Diskussionen am Europäischen Sozialforum in Paris (12.-16. November 2003) und am nächsten Weltsozialforum von Mumbai, Indien, (16.-21. Januar 2004) bereichern werden.

Der genannten Beurteilung der Veranstalter schloss sich in der Schlussveranstaltung in der Aula Magna auch Birgit Althaler, Basel an, die eine der Hauptanimatorinnen dieses Treffens war. Sie gab insbesondere ihrer Freude darüber Ausdruck, dass «feministische Stimmen und Frauen sich aktiv beteiligt haben». Sie hätten nicht nur eine Nebenrolle gespielt, sondern es sei wirklich ein «partizipativer Prozess» entstanden.

Die indische Bauernbewegungs-Aktivistin Asacha Kachru, ein weiterer ausländischer Gast, machte die gleiche Feststellung. Wie sie zum Abschluss vor dem Plenum sagte, freut sie sich als Feministin, «dass sie bei den Männern die feministische Sensibilität spürt».

Nebst den Konferenzen und Ateliers haben die Teilnehmenden des ersten Schweizer Sozialforums (SSF) am Samstagnachmittag in Bern an der Grosskundgebung «Hände weg von meiner AHV» teilgenommen. Birgit Althaler zeigte sich ob dieser «Terminkollision» keineswegs glücklich.

Jedenfalls sei der Zeitpunkt nicht von den SSF-Organisatoren gewählt worden. Sie gab zudem bekannt, dass von den SSF-Teilnehmenden rund zwei Drittel aus der Romandie und (bloss) ein Drittel aus der Deutschschweiz stammten. Diesbezüglich müssten somit noch Fortschritte erzielt werden, was durch das regionale Treffen in Basel Ende November begünstigt werden sollte.

Am Sonntagnachmittag versammelten sich die sozialen Bewegungen zu einer Generalversammlung. Dabei wurden drei Resolutionen verabschiedet. Diese betrafen das Sozialwesen (Rentenabbau), die Situation unterdrückter Frauen sowie den Umstand, dass immer noch Demonstranten gegen das G-8-Treffen in Evian in Haft sind. Hiezu fand gestern Abend in Genf eine Kundgebung statt.

Arbeit geht weiter

Auf eine Schlusserklärung des Treffens wurde bewusst verzichtet. Die Arbeit sei ja keineswegs abgeschlossen, denn der Prozess gehe weiter. Zudem sei es nicht einfach, die Diversität der rund 80 angeschlossenen Bewegungen und Meinungen ihrer Mitglieder einzufangen.

Während in den Räumen der Universität die Workshops und die Plenarversammlungen stattfanden, nahmen verschiedene angeschlossene Organisationen die Gelegenheit wahr, sich in der Ehrenhalle mit Plakaten, Publikationen oder Unterschriftensammlungen vorzustellen. Neben der Erklärung von Bern oder dem WWF, oder der Bewegung für Sozialismus waren darunter auch kommunistische Parteien wie jene von Irak und Kurdistan.
Zum Rahmenprogramm des SSF in den vergangenen drei Tagen gehörten auch künstlerische Darbietungen, namentlich auf dem Pythonplatz. Wie die Organisatoren betonen, haben diese Auftritte im Stadtzentrum «die Türen des Sozialforums für die Freiburger Bevölkerung» geöffnet.

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